Sanierung in Altenheim: Jury soll Architekten für weitere Planung des Rathauses ermitteln

Für die Sanierung des Altenheimer Rathauses möchte die Gemeinde das passende Architektenbüro finden.
EhrlichDas Millionen-Projekt hat eine längeren Vorgeschichte: Der Neurieder Gemeinderat hat bereits 2023 die Sanierung des Altenheimer Rathauses beschlossen. Der Entscheidung ging eine mehr als zweijährige Vorbereitungszeit mit Workshops, Mitarbeiterbefragungen und der Bildung einer Arbeitsgruppe voraus.
Das Gesamtvolumen der Maßnahmen beläuft sich auf etwa sieben Millionen Euro. An Fördermitteln hat die Verwaltung mit ungefähr 2,5 Millionen Euro gerechnet, was bedeutet, dass Investitionskosten in Höhe von viereinhalb Millionen Euro auf die Gemeinde zukommen.
Geplant sind die Renovierung und Modernisierung der vorhandenen drei Gebäude: das alte Rathaus, das Bürgerbüro und das Gebäude Friedrichstraße. Sie sollen durchgehend „barrierefrei, freundlicher und transparenter“ werden.
Die Verwaltung rechnet mit 2,5 Millionen Euro an Fördermitteln
Erreicht werden soll das durch ein neues Gebäude in der Mitte des bestehenden Ensembles. Dieses soll einen hellen Empfangsbereich, Rampen zwischen bestehenden Gebäuden, einen Aufzug sowie das „Herzstück und Highlight“ des Konzepts enthalten: einen multifunktionalen Rathaussaal.
Das neue Gebäude soll das Herzstück des Rathauses werden
Dieser soll Platz für bis zu 150 Menschen bieten. All das sei als „Haus des Bürgers“ konzipiert und soll in Holzbauweise errichtet werden.
Mehr als drei Jahre später hat die Gemeinde nun die Phase der Grundlagenermittlung für die Sanierung des Rathauses Altenheim erfolgreich abgeschlossen, heißt es in den Unterlagen der nächsten Gemeinderatssitzung. Durch die bisherigen technischen Vorprüfungen liegen gesicherte Rahmenbedingungen vor, die eine gezielte Weiterentwicklung des Projekts ermöglichen. Dabei sei ein wesentlicher Faktor die Einhaltung des Budgetrahmens von sieben Millionen Euro.
Nun soll der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 25. Februar, die Verwaltung beauftragen, ein europaweites Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb zur Auswahl eines Architekturbüros einzuleiten. Dieses sei für die weitere Planung und Umsetzung der Rathaussanierung zuständig, erklärte die Verwaltung.

So soll das neue Rathaus mal aussehen.
Foto: Partner AGUm die Rahmenbedingungen unter den aktuellen Marktbedingungen bestmöglich zu nutzen und die bisherigen Ansätze konsequent weiterzuentwickeln, sei es des Weiteren sinnvoll und zum jetzigen Zeitpunkt richtig, ein strukturiertes Auswahlverfahren einzuleiten. Das Ziel dieser Methode bestehe darin, den optimalen Partner für die bauliche Umsetzung zu finden.
Das Auswahlverfahren soll etwa sechs Monate dauern
Die Kosten für das Auswahlverfahren und die anschließende Fachplanung seien im Gesamtkostenrahmen von etwa sieben Millionen Euro enthalten. Das Verfahren werde über einen Zeitraum von circa sechs Monaten laufen, heißt es in den Sitzungsunterlagen weiter.
Die Verwaltung schlug zugleich mehrere Personen für das Auswahlgremium vor. So solle sich die Gruppe aus dem Bürgermeister, je einem Vertreter der Fraktionen, dem Ortsvorsteher, der Bauamtsleitung sowie der externen Verfahrensbetreuung zusammenschließen, heißt es abschließend.
Weitere Projekt in Neuried
In diesem Jahr möchte die Gemeinde die Planungen für den Ausbau des Schulcampus in Ichenheim vorantreiben. Die Kosten kalkuliert die Kommune auf 16,5 Millionen Euro. Zudem beginnt im Sommer 2026 die Sanierung des Altenheimer Kindergarten Erlenweg für 2,5 Millionen Euro. Die Planungen für den Kindergarten Hirschbühl sollen ebenfalls starten. Ein langjähriges Projekt ist nun beendet: das Bürgerhaus in Schutterzell. Dieses wird am 15. März eröffnet.