Richtungsweisender Beschluss
: Lahrer Parktheater wird trotz Haushaltssperre nicht leer stehen

Der Lahrer Rat hat 226.800 Euro an Kulturbudget für die Saison 2027/28 freigegeben – und damit die neue Spielzeit gesichert.
Von
Jonas Köhler
Lahr
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Für Kultur im Parktheater – hier das Stuttgarter Kammerorchester bei seinem Auftritt im April – ist weiterhin gesorgt.

Haberer

Normalerweise eine Formsache, in Zeiten einer Haushaltssperre war es ein richtungsweisender Beschluss: Der Gemeinderat hat bei zwei Nein-Stimmen das Budget für das Kulturprogramm 2027/28 freigegeben. Das betrifft die Spielzeit im Parktheater, Kunstausstellungen und die Kunstvisite, die Puppenparade sowie fünf Kulturvereine in der Stadt. Der Zuschussbedarf beträgt zusammengerechnet 226.800 Euro.

Mit dem Beschluss hat der Rat der Verwaltung die Befugnis erteilt, den Künstlern verbindliche Zusagen zu geben, mit anderen Worten Verträge abzuschließen. Das ist von Bedeutung, da die Stadt damit die rechtliche Grundlage hat, auch 2027 im Falle einer erneuten Haushaltssperre Geld für Kultur auszugeben – da Verträge eben schon abgeschlossen sind. Auf die Implikationen des Beschlusses machte erst Rudolf Dörfler (CDU) nach der Abstimmung aufmerksam. „Wir zwingen uns mit dem Beschluss, das umzusetzen, obwohl die Mittel vielleicht gar nicht vorhanden sind.“ Damit löste er am Ende der vierstündigen Sitzung am Montag noch mal eine kleine Debatte aus.

50.000 Euro weniger Zuschussbedarf

„Das Kulturamt hat Sparwillen gezeigt“, betonte Diana Frei (SPD). Der Blick in die Beschlussvorlage zeigt: Der Zuschussbedarf ist seit zwei Jahren um rund 50.000 Euro gesunken. „Wenn wir den Beschluss nicht fassen, steht das Parktheater still. Es wäre ein wirtschaftlicher Schaden“, meinte Frei. Benjamin Rösch entgegnete, dass es kein wirtschaftlicher Schaden sei und man sich in der Tat die Frage stellen sollte, wie es mit dem Parktheater weitergeht. Noch „soll es aber so sein“, nickte er die Zuschüsse ab. „Wenn das Parktheater nicht mehr bespielt werden würde, wäre es ein ganz großer kultureller Schaden, den wir uns nicht leisten können, nicht leisten wollen“, machte Eberhard Roth (Freie Wähler) deutlich. „Wir wollen doch nicht kulturlos werden“, beendete Jörg Uffelmann (FDP) jede Diskussion.

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