Revierförster im Gemeinderat
: Trockenheit hat im Schuttertäler Wald seine Spuren hinterlassen

Der heiße Sommer hat Folgen. Dennoch geht es dem Wald der Gemeinde – den Umständen entsprechend – nicht schlecht. Der Gemeinderat hat nun dem Wirtschaftsplan 2027 zugestimmt.
Von
Endrik Baublies
Schuttertal
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Blick vom Kappelberg Richtung Ortsteil Schuttertal

Blick vom Kappelberg Richtung Ortsteil Schuttertal mit waldreichen Hängen

Endrik Baublies
  • Gemeinderat Schuttertal beschließt Wirtschaftsplan 2027 – erwarteter Überschuss rund 94.000 Euro.
  • Forstverwaltung plant 182.000 Euro Einnahmen, davon 120.000 Euro durch Holzverkauf.
  • Trockener, heißer Sommer: 1.200 Festmeter Schadholz erwartet, Aufforstung mit Laubholz läuft.
  • Einnahmen aus Windkraft steigen, aktuell knapp 57.000 Euro veranschlagt.
  • Ausgaben 2027 etwa 88.000 Euro, Zuweisung an Rust noch Verhandlungssache.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Revierförster Lothar Bellert stellte die Zahlen für Gemeinde- und Genossenschaftswald am Dienstagabend bei der Sitzung des Gemeinderats vor. Laut Plan ist ein Überschuss von rund 94.000 Euro zu erwarten. Bellert erklärte, dass die Zahlen in etwa denen des Wirtschaftsjahrs 2026 entsprechen.

Die Forstverwaltung rechnet mit gut 182.000 Euro Einnahmen. 120.000 Euro sollen durch Holzverkauf erwirtschaftet werden. Bellert ergänzte, dass der über einen längeren Zeitraum geplante Einschlag von 3400 Festmetern im kommenden Jahr stabil bleiben werde. Die weiteren Einnahmen Mieten/Pacht setzen sich zusammen aus knapp 57.000 Euro, die die Windkrafträder erwirtschaften, 3.000 Euro aus Jagdpacht und Miete für Funkmasten in Höhe von 2.500 Euro. Bellert verwies auf steigende Einnahmen aus der Windkraft.

In diesem Jahr erwartet Bellert 1.200 Festmeter Schadholz, also geschätzt ein Drittel des Einschlags, der seit einigen Jahren festgeschrieben ist. Diese „zufällige Nutzung“, wie das Schadholz betriebswirtschaftlich beschrieben wird, sei dem zu trockenen und zu heißen Sommer geschuldet. Das ist bedenklich, denn die Trockenheit wirke sich über mehrere Jahre nachteilig aus. Allerdings wusste Bellert: „Andernorts sieht es schlimmer aus.“ Im Jahr 2025 lag die Menge Schadholz bei 60 Festmetern.

Revierförster wünscht sich mehr Regen

Da die Holzpreise stabil geblieben sind und es auch bleiben sollten, war der Förster zuversichtlich, dass die vorgelegten Zahlen für das kommende Jahr realistisch sind. Die Forstverwaltung reagiert auf den Klimawandel mit entsprechender Aufforstung. „Auf den Blößen wird Laubholz gesetzt“, berichtete er. Bellert wünschte sich am Ende der Vorstellung „andauernden Regen“ mit der Ergänzung: „wochenlang“.

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Es gibt nur eine Unbekannte im Zahlenwerk bei den Ausgaben. Die Zuweisung an Rust – die Gemeinde in der Rheinebene hält Anteile am Wald im oberen Schuttertal – in Höhe von derzeit rund 24.000 Euro sei eine Annahme. Über den genauen Betrag soll noch verhandelt werden. Insgesamt sind im Wirtschaftsjahr 2027 Ausgaben in Höhe von rund 88.000 Euro eingeplant. Die Wegeunterhaltung ist mit 20.000 Euro veranschlagt, in die Kulturkosten werden 21.500 Euro investiert.

Litterst dankt für die gute Arbeit

Ähnlich sieht es bei den Zahlen im Genossenschaftswald der Gemeinde Schuttertal aus. Einnahmen von 13.000 Euro stehen Ausgaben von knapp 10.000 Euro gegenüber. Auch dieser Gewinn von gut 3.000 Euro entspreche dem des Vorjahres.

Bürgermeister Matthias Litterst dankte dem Revierförster für die „gute Arbeit“. Der Rathauschef würdigte auch die kurzen Wege. „Diese Arbeit sieht man dem Wald an.“ Der Rat stimmte geschlossen und ohne Diskussion beiden Wirtschaftsplänen zu.

In der Sitzung stimmte der Rat ebenfalls geschlossen einem Aufforstungsantrag auf dem Flurstück 240 in Schuttertal zu. Laut Vorlage ist diese Teilfläche mit Mindestflurkonzept der Gemeinde zur Offenhaltung vorgesehen. Bedenken vonseiten der Verwaltung gab es nicht, da „konkretisierende Zielvorstellungen der Gemeinde nicht berührt werden“.

Gemeinde- und Genossenschaftswald

Der Gemeindewald Schuttertal hat eine Fläche von 405 Hektar. Im Wirtschaftsjahr 2025 hatte die Waldfläche einen Bestand von 80 Prozent Nadelholz und 20 Prozent Laubholz. Der Genossenschaftswald ist ein Waldstück im Ortsteil Schuttertal, das 92 verschiedene Eigentümer hat und mit dem Gemeindewald zusammen bewirtschaftet wird. Die gesamte Waldfläche der Gemeinde beträgt 2560 Hektar. Die gesamte Gemeinde hat eine Fläche von rund 5000 Hektar.