Rat diskutiert am Montag
: Miete für Schwanauer Sporthallen sollen teils verdoppelt werden

Vereine und Privatpersonen, die in Schwanau eine der Hallen nutzen wollen, müssen bald möglicherweise tiefer in die Tasche greifen. Am Montag befasst sich der Rat damit.
Von
Lena Dahms
Schwanau
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Die Burkhard-Michael-Halle in Nonnenweier ist eine der beiden teureren Schwanauer Sporthallen. Ab kommendem Jahr könnte die Nutzung besonders für auswärtige Vereine und Privatpersonen mehr Geld kosten. (Archivfoto)

Hamsch

Vier Sporthallen stehen in der Gemeinde Schwanau zur Verfügung – Sportvereine und sonstige Veranstalter nutzen sie zum trainieren und zum ausrichten von Festen und Zusammenkünften. In der Gemeinderatssitzung am Montag wird darüber entschieden, die Gebühren der Hallen zu erhöhen.

In der Beschlussvorlage der Sitzung wird erläutert, dass eine umfassende Neukalkulation in diesem Jahr Hintergrund für die Kostenanpassungen sei. Zuletzt hatte die Gemeinde die Sporthallengebührenordnung im Jahr 2002 angepasst – allerdings nur aufgrund der Euro-Umstellung, die letzte tatsächliche Erhöhung der Gebühren erfolgte im Jahr 1997. „Die Kosten für den Betrieb und die Unterhaltung der Sporthallen sind in nahezu allen Bereichen kontinuierlich gestiegen“, heißt es in der Vorlage. Insbesondere Personal- und Sachkosten seien davon betroffen, aufgrund gestiegener Energiepreise und höherer Aufwendungen für Instandhaltung, Reinigung und Verwaltung. Es gilt: Die Gebühren dürfen lediglich die Verwaltungskosten decken und keinen Umsatz erwirtschaften.

Die Kosten für die Hallennutzung sind unterteilt in einheimische Vereine, auswärtige Vereine und Privatpersonen. Auch nach Art der Veranstaltung werden die Kosten unterschiedlich berechnet. Bisher zahlte ein einheimischer Verein für die Nutzung der Rheinauenhalle in Ottenheim sowie der Burkhard-Michael-Halle in Nonnenweier 165 Euro am Tag, nach dem Vorschlag der Verwaltung sollen es ab dem 1. Januar 2027 dann 370 Euro am Tag sein, ab dem 1. Januar 2028 schließlich 410 Euro. Für die Silberberghalle in Allmannsweier und die Elzhalle in Wittenweier zahlten einheimische Vereine bisher 85 Euro am Tag, ab kommendem Jahr plant die Verwaltung Gebühren in Höhe von 200 Euro am Tag, 2028 sollen es dann 220 Euro sein.

Tanzveranstaltungen kosten besonders viel

Für auswärtige Vereine und Privatpersonen könnte die Hallennutzung bald besonders teuer werden. Statt den bisherigen 330 Euro für die Rheinauenhalle und die Burkhard-Michael-Halle soll die Gebühr ab 2027 auf 750 Euro pro Tag erhöht werden, ab 2028 auf 830 Euro. Für die Silberberghalle und die Elzhalle zahlen auswärtige Vereine und Privatpersonen aktuell 200 Euro pro Tag, nach Verwaltungsvorschlag sollen es ab kommendem Jahr exakt doppelt so viel, also 400 Euro sein. 2028 werden dann 450 Euro fällig.

Für sportliche Veranstaltungen wie Turniere oder Training gilt ein anderer Gebührenschlüssel – bisher zahlten einheimische Vereine beispielsweise nichts für das Sporttraining von Jugendlichen bis 20 Uhr, ab 2027 sollen für die Rheinauenhalle und Burkhard-Michael-Halle neun Euro pro Stunde berechnet werden, für die beiden anderen Hallen sollen fünf Euro fällig werden. Im Jahr darauf soll es dann jeweils ein Euro mehr sein.

Änderung betrifft besonders Tanzveranstaltungen

Besonders tief in die Tasche greifen müssten nach dem Vorschlag der Verwaltung einheimische Vereine, die reine Tanzveranstaltungen in den Hallen abhalten. Der Tagessatz lag bisher für die Rheinauenhalle und Burkhard-Michael-Halle bei 300 Euro für abendliche Tanzveranstaltungen und 150 Euro am Nachmittag. Ab 2027 sollen die Kosten in den beiden Hallen für Tanzveranstaltungen – egal zu welcher Tageszeit – auf 450 Euro erhöht werden. Tanzveranstaltungen am Nachmittag könnten also bald das dreifache kosten. 2028 sollen es dann 490 Euro sein.

Für die Silberberghalle und die Elzhalle sind in der bisherigen Gebührenordnung keine Daten hinterlegt, dort sollen für diese Veranstaltungen ab kommendem Jahr 240 Euro fällig werden, ab 2028 dann 270 Euro.

Ob die neue Satzung ab kommendem Jahr in Kraft tritt, zeigt sich am Montag, wenn sich im Gemeinderat genügend Stimmen für den Änderungsvorschlag finden.

Info – Weitere Gebühren

Neben den regulären Gebühren, die für die Hallennutzung fällig werden, zahlen Nutzer bei besonderer Verschmutzung, insbesondere nicht besenreiner Übergabe einen zusätzlichen Beitrag von 33 Euro Reinigungsgebühr pro Arbeitsstunde.

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