Racedays 2025
: Die Elite des Bahnsports gibt sich wieder in Berghaupten die Ehre

Top-Fahrer treten am Wochenende an. Die Racedays des MSC Berghaupten bieten am Samstag und Sonntag spannende Rennen auf Speedway- und Langbahn.
Von
Thorsten Mühl
Lahr
Jetzt in der App anhören

Die Fahrer werden sich in Berghaupten spannende Duelle liefern.

Mühl

Wenn Ende August, Anfang September am Waldsee die Motoren auf Speedway- und Langbahn aufdröhnen, weiß der Beobachter, dass sich der Sommer allmählich seinem Ende zuneigt. Am Samstag und Sonntag stehen der MSC Berghaupten und seine Renntage wieder im Mittelpunkt des Bahnsport-Interesses. Seit Jahrzehnten bürgt der Verein für eine Veranstaltung, die sich in der Reihe national und international namhafter Veranstalter nicht schüchtern verstecken muss.

Wie gewohnt beginnt das Bahnsport-Spektakel am Samstag, 30. August, auf der 272 Meter langen Speedway-Bahn. Den Sand zum Glühen bringen wollen die Starter bei gleich zwei Konkurrenzen.

Zum einen ist Berghaupten die dritte von insgesamt vier Stationen, wenn es um die Ermittlung des neuen Deutschen Speedwaymeisters geht. Nach Güstrow und Stralsund kann am Waldsee schon ein wichtiger Zwischenschritt erfolgen, ehe der letzte DM-Lauf in Brokstedt die Entscheidung bringen wird. Nach zwei Läufen führt aktuell Kevin Wölbert (Heidhof/26 Punkte) vor Valentin Grobauer (Landshut/23) und Janek Konzack (Luckau/22).

Wichtiger Schritt zur Deutschen Meisterschaft

Daneben fahren fünf Junioren-Mannschaften den ADAC-Bayerncup aus. Vertreten sein werden AC Landshut, MSC Abendsberg, MSV Herxheim, MSC Olching und BBM München. Diese Rennen starten um 13.30 Uhr, die Siegerehrung ist für etwa 16.40 Uhr vorgesehen. Die DM-Rennen starten mit der Fahrervorstellung ab 19.15 Uhr, Rennbeginn ist ab 19.30 Uhr. Das Rennprogramm spielt sich in mehreren Blöcken ab, die Siegerehrung ist etwa für 21.45 Uhr vorgesehen. Der MSC Berghaupten lädt ab bereits 21 Uhr zur After-Race-Party mit DJ Schallinio ein.

Das Rennprogramm am Sonntag hat für die Besucher ebenfalls mehrere Konkurrenzen zu bieten. Sowohl Solo- als auch Seitenwagen-Rennen sind auf dem Kurs der 675 Meter langen Grasbahn zu sehen. Den Rahmen spannen Läufe der nationalen Soloklasse B und nationalen Seitenwagen. Eine große Fangemeinde besitzen aber auch die international besetzten Konkurrenzen.

Im Feld der Seitenwagen stehen dabei drei MSC-Clubgespanne, die sich gegen die Mitbewerber behaupten wollen. Zu nennen sind Manuel Meier/Lena Siebert, Raphael San Millan/Benedikt Zapf und Achim Neuendorf/Johannes Schnaitter. Sie sehen sich etwa Deutschlands Topkombination Markus Venus/Markus Eibl (Pfarrkirchen), den amtierenden nationalen Langbahn-Meistern und Europameisterin 2024 gegenüber.

Eine Besonderheit ist der Start des „ewigen“ Karl Keil (Brombachtal), seit 54 Jahren im Bahnsport aktiv. Keil startet mit Beifahrer David Kersten. Weitere Bewerber kommen aus Frankreich und Großbritannien.

Mehrfacher Weltmeister will den Sieg einfahren

Das Feld der international besetzten Soloklasse geht auch in diesem Jahr wieder auf die Jagd nach dem Grasbahn-Supercup. Titelverteidiger Andrew Appleton (Großbritannien) stellt sich dem mehrfachen Weltmeister und Topfavorit Martin Smolinski (Olching), dem „Catman“ Stephan Katt (Neuwittenbeck), seines Zeichens amtierender Deutscher Meister, Jörg Tebbe (Dohren), ebenso dem Niederländer Romano Hummel.

Die Besonderheit bei Hummel: Nach einem schweren Sturz in Vechta wollte er 2024 seine Karriere beenden. Doch das Rennfieber war nach nur wenigen Monaten schon wieder zu groß. Im Februar 2025 wurde Hummel Clubfahrer beim MSC Berghaupten – ein Umstand, der den Vorsitzenden Christian San Millan beeindruckte. „Es ist ein äußerst positives Zeichen, dass international erfolgreiche Fahrer bei unseren Veranstaltungen teilnehmen und sich uns anschließen wollen“, hob San Millan hervor. Weitere Starter der Soloklasse kommen beispielsweise aus Dänemark.

Das sonntägliche Rennprogramm umfasst 20 Läufe und startet ab 13 Uhr mit der Fahrervorstellung. Um 13.30 Uhr erfolgt zunächst die Konkurrenz um den Bahnrekord. Erfahrungsgemäß ist mit einem Ende des Rennens zwischen 16.30 Uhr und 17 Uhr zu rechnen.

LZ aktuell
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Kreis Lahr Montag bis Samstag im kompakten Überblick.