Nach Tat in Oberweier: Kriminalpolizei geht von einem versuchten Tötungsdelikt aus

Die Gewalttat spielte sich am Montagmorgen in der Oberweierer Straße „Im Gäßle“ ab.
Christine Bohnert-Seidel- Polizeieinsatz in Oberweier: Rentner soll auf schlafende Ehefrau geschossen haben.
- Schuss aus kurzer Distanz mit Schreckschusswaffe traf das Gesicht – leichte Verletzungen.
- Beamte nutzten Pfefferspray beim Betreten, nahmen den Mann vorläufig fest.
- Beide kamen zur Behandlung ins Krankenhaus, Kriminalpolizei Offenburg ermittelt.
- Ortsvorsteher zeigte sich schockiert und dankte der Polizei – weitere Bewertung steht aus.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach ersten Angaben der Polizei soll sich ein Paar in der Straße „Im Gässle“ am Montag kurz vor 7.30 Uhr gestritten haben – dies sei offenbar schnell eskaliert. Wie die Polizei mitteilt, rückten Beamte und Mitarbeiter des Roten Kreuzes in die Straße „Im Gässle“ aus. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kam bei der Auseinandersetzung eine Schreckschusswaffe zum Einsatz. Beim Betreten der Wohnung mussten die Polizeibeamten Pfefferspray einsetzen und konnten den Mann vorläufig festnehmen.
Im Laufe des Tages stellt sich nach Angaben der Polizei jedoch heraus: Der tatverdächtige Rentner soll am heutigen Morgen auf seine schlafende Ehefrau mit einer Schreckschusswaffe aus kurzer Entfernung geschossen haben.
Durch die abgefeuerte Gaskartusche erlitt die Seniorin Verletzungen im Gesicht, die in einer Klinik behandelt wurden. Der Ehemann wurde bei der vorläufigen Festnahme durch das eingesetzte Pfefferspray leicht verletzt und vorsorglich ebenfalls in einem Krankenhaus behandelt. Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Offenburg übernommen.
Die Kripo geht von einem versuchten Tötungsdelikt aus
„Der Tatverdächtige befindet sich zurzeit in der richterlichen Vernehmung“, teilte Volker Olbrisch, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Offenburg, auf Anfrage unserer Redaktion mit. Zuvor habe sich der Senior auf dem Polizeipräsidium befunden, dort habe man erkennungsdienstliche Maßnahmen und Befragungen vorgenommen. Dabei haben sich Verzögerungen durch die Sprache und die Schwerhörigkeit des Mannes ergeben, so der Pressesprecher weiter.
Die Kriminalpolizei gehe – Stand Montagnachmittag – von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Dieser Vorwurf könne sich jedoch durch den Ermittlungsrichter noch ändern, auch eine gefährliche Körperverletzung komme bei dem Angriff des Rentners auf seine Frau infrage. Der Einsatz von Pfefferspray sei eine präventive Maßnahme gewesen, da sich die Schreckschusswaffe bei dem Zugriff durch die Polizei in seiner Nähe befand, erklärte Olbrisch.
„Die kriminaltechnischen Arbeiten und die Spurensicherung am Tatort sind inzwischen abgeschlossen“, so Polizei-Pressesprecher Rüdiger Schaupp. Den Namen des Täters und dessen Alter habe man zum Persönlichkeitsschutz nicht genannt.
Ortsvorsteher ist dankbar für Polizeiarbeit
Andreas Bix, Ortsvorsteher von Oberweier, zeigte sich wenige Stunden nach der Tat „schockiert und fassungslos“. Er sei sehr dankbar über den erfolgreichen Polizeieinsatz, der „reibungslos“ geklappt habe. Dadurch sei noch mehr Schaden verhindert worden, etwa bei Anwohnern in der Straße. Für eine weitere Beurteilung sei es zu früh, da müsse man die Ermittlungen abwarten. „Ich wünsche der Frau eine gute Besserung“, betonte Bix.
Schreckschusswaffe
Schreckschusspistolen sind gefährlich, da sie aus naher Distanz lebensgefährliche Verletzungen durch heiße Gase und Druckwellen verursachen, oft nicht von echten Waffen zu unterscheiden sind und rechtliche Risiken bergen. Der Druck kann Gewebe zerreißen, Knochen schädigen oder sogar tödlich wirken.