Neues Werk eröffnet: Julabo produziert jetzt auch am Lahrer Flugplatz

Julabo hat seinen zweiten Fertigungsstandort am Lahrer Flugplatz am Dienstag eröffnet.
JulaboMit der Eröffnung des neuen Produktions- und Logistikzentrums habe man einen Meilenstein der Unternehmensentwicklung gesetzt, wird in einer Mitteilung von Julabo betont. Das neue Werk stehe für Wachstum und Innovation, aber auch „für ein klares Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und moderner Architektur“.
Das Gebäude wurde am Dienstag eingeweiht. Hierzu begrüßten die Bauherren Markus und Jennifer Juchheim Gäste aus Wirtschaft und Politik, die sich beeindruckt von der technischen wie architektonischen Qualität des neuen Standorts zeigten, wie es heißt.
„Unser Werk in Lahr ist eine starke, zukunftsfähige Basis, um mit einem konsequenten Fokus auf Nachhaltigkeit Julabos Wachstumskurs fortzusetzen“, betonte Geschäftsführer Markus Juchheim. „Mit dem neuen Standort haben wir dringend benötigte Produktionskapazitäten geschaffen. Gleichzeitig werden wir am Hauptsitz in Seelbach freigewordene Flächen noch stärker für zentrale Themen wie Service oder Produktentwicklung nutzen. Somit können wir die Anforderungen unserer weltweiten Kunden noch besser erfüllen.“
Das Areal biete mit rund 30 000 Quadratmetern Grundstücksfläche außerdem weiteres Potenzial für künftige Erweiterungen. Die günstige Lage an der A5, in der Nähe zur französischen Grenze und mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, mache den Standort attraktiv, so Juchheim.
OB Markus Ibert sieht Gewerbegebiet gestärkt
Auch der Zweckverbandsvorsitzende, Lahrs Rathauschef Markus Ibert, war voll des Lobes: „Die Investition von Julabo ist ein starkes Zeichen für den interkommunalen Zweckverband Industrie- und Gewerbepark Raum Lahr. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist die Ansiedlung eines technologisch führenden Unternehmens ein enorm wichtiger Impuls für unsere Region.“
Hochwertige Arbeitsplätze würden entstehen, der Branchenmix im Industrie- und Gewerbepark werde gestärkt, so Ibert. Das Beispiel Julabo zeige, dass der interkommunale Zweckverband auch für Unternehmen aus der Region die große Chance biete, in der Region zu wachsen.
Bürgermeister Michael Moser ist froh, dass der Stammsitz in Seelbach erhalten bleibt
Seelbachs Bürgermeister Michael Moser betonte in einer kurzen Stellungnahme die positive Entwicklung des größten Arbeitgebers im Schuttertal: „Es freut mich natürlich sehr, dass Julabo als innovatives und erfolgreiches Unternehmen weiter investiert und wächst – das ist ein wichtiges Engagement für die Zukunftsfähigkeit.“
Für Seelbach als Gemeinde sei es indes ein wertvolles Zeichen, dass Julabo seinem Hauptsitz treu bleibe und zentrale Bereiche wie Verwaltung, Forschung, Entwicklung sowie maßgeschneiderte Fertigung weiter in Seelbach konzentriere.
Für die architektonische Umsetzung des Projekts zeichnet das Büro Keienburg Architekten verantwortlich. Architektin Lioba Keienburg erläuterte die Besonderheiten: „Wir haben großen Wert darauf gelegt, dass Wirtschaftlichkeit, Funktionalität und Klimaschutz Hand in Hand gehen.“
Vom Recycling alter Hangar-Baustoffe über den Einsatz nachwachsender Rohstoffe bis zur klimaneutralen Energieversorgung mittels Photovoltaik-Anlage erfülle das Gebäude höchste ökologische Standards. Darüber hinaus sei es flexibel ausgelegt und für jede Art von Umnutzung, Umstrukturierung und Veränderung vorbereitet.
Am Ende der Eröffnungsfeier sprach Juchheim allen beteiligten Julabo-Kollegen seinen Dank und seine Anerkennung für ihren Einsatz aus. „Das gesamte Team hat während der Planung, der Bauphase und auch dem Umzug der Produktionslinien und Logistik von Seelbach nach Lahr hervorragend mitgezogen“, so Juchheim. Nur so sei es möglich gewesen, den Zeitplan punktgenau einzuhalten.
Neue Arbeitsplätze entstehen
Julabo hat in Seelbach rund 400 Mitarbeiter und ist damit der größte Arbeitgeber im Schuttertal. Zahlreiche Beschäftigte machen den Umzug nach Lahr mit, es entstehen dort aber auch neue Arbeitsplätze. Ein großer Teil der Belegschaft soll indes weiter am Stammsitz arbeiten, der verstärkt als Kunden- und Entwicklungszentrum genutzt werden soll.
Das Unternehmen produziert Temperiersysteme – High-Tech-Geräte, die in den unterschiedlichsten Branchen rund um den Globus eingesetzt werden. Darunter auch in Zukunftsmärkten wie der E-Mobilität, der chemischen und pharmazeutischen Industrie oder der Halbleiterfertigung.