Neues SWR-Projekt
: Ettenheim wird zur Kulisse für Krimi-Serie „Keltenburg“

Ein Produktionsteam kommt im September in die Barockstadt, um dort Szenen für das neue SWR-Projekt „Keltenburg“ zu drehen. Auf Nachfrage erklärt der Südwestrundfunk, um was es geht – und warum die Stadt dafür ideale Voraussetzungen bietet.
Von
Christopher Piskadlo
Ettenheim
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Sind bald in Ettenheim am Werk: Regisseur Andreas Herzog (obere Reihe, links) mit (vorne, von links) Carlo Krammling, Gloria Odosi, Julia Jentsch, Mai Duong Kieu, Hannah Schiller und Naomi Krauss sowie (hinten von links) Produzentin Jean-Young Kwak, Autorin Kristin Derfler, Produzentin Claudia Thieme und Kamerafrau Claire Jahn.

Sind bald in Ettenheim am Werk: Regisseur Andreas Herzog (obere Reihe, links) mit (vorne, von links) Carlo Krammling, Gloria Odosi, Julia Jentsch, Mai Duong Kieu, Hannah Schiller und Naomi Krauss sowie (hinten von links) Produzentin Jean-Young Kwak, Autorin Kristin Derfler, Produzentin Claudia Thieme und Kamerafrau Claire Jahn.

SWR
  • Ettenheim wird Drehort der SWR-Krimiserie „Keltenburg“, gedreht werden vor allem Innenmotive.
  • Haus der Vereine, Hof der Winterschule und Bereich des Gasthauses Lamm dienen als Kulissen.
  • Es kommt zu Sperrungen und Einschränkungen im Stadtgebiet, teils für Aufbau und Dreharbeiten.
  • Zuschauer dürfen zuschauen, wenn sie Absperrungen respektieren und nicht ins Bild geraten.
  • Im Fokus steht ein Mord an einem einsamen Waldsee – zwei Ermittlerinnen führen die Spur dorthin.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eine abgeschiedene Ortschaft, mysteriöse Begebenheiten und ein düsterer Mordfall, der ein längst vergessenes Verbrechen wieder in Erinnerung ruft: Die Beschreibung der neuen SWR-Serie „Keltenburg“ macht nicht nur neugierig, sondern auch hellhörig. Die Spur führt zwei Ermittlerinnen nämlich in den Schwarzwald – genauer gesagt, nach Ettenheim. Zumindest werden dort in rund einem Monat Szenen für die sechsteilige Krimi-Serie gedreht. Das bestätigt SWR-Sprecherin Annette Gilcher auf Nachfrage unserer Redaktion.

„In Ettenheim werden vor allem Innenmotive wie ein Polizeirevier gedreht werden“, erklärt sie. Demnach dienen unter anderem das Haus der Vereine, der Hof der Winterschule und der Bereich des Gasthauses Lamm als Filmkulissen. Wieso sich der SWR neben dem Elsass und Mittelfranken auch für die Barockstadt als Drehort entschieden hat, erklärt Gilcher im Namen des Produktionsteams: „Drehorte sollten zu der Geschichte passen, die verfilmt wird. Der Waldsee, an dem in ,Keltenburg’ der Mord passiert, liegt sehr einsam. Darum konnte der nächstgelegene Ort nicht allzu groß sein. Es sollte darin ein Gebäude geben, in dem eine passende, also nicht allzu große Polizeistation eingerichtet werden kann, aber auch eines vorhanden sein, in dem die große Soko, die für die Mordermittlung über den Ort hereinbricht, ihr provisorisches Lager aufschlagen kann.“

Sobald die Dreharbeiten beginnen, werden Bereiche in der Stadt gesperrt

Wichtig sei außerdem gewesen, dass das „Städtchen“ Charme habe, um einen Kontrast zu dem Verbrechen zu erzielen. „Diese Kombination von Voraussetzungen einschließlich guter logistischer Möglichkeiten hat die Produktionsfirma in Ettenheim gefunden“, so die Sprecherin.

Infolge der Dreharbeiten ist mit zeitweisen Einschränkungen und Sperrungen für den Verkehr im Stadtgebiet zu rechnen. Laut Mitteilung der Stadtverwaltung sind bereits ab Montag, 31. August, für den Aufbau des Bühnenbildes im Hof der Winterschule zwei Parkplätze gesperrt. Zudem ist vom 21. und 25. September sowie vom 28. und 29. September jeweils von 6 bis 19 Uhr der gesamte hintere Parkplatz im Hof der Winterschule für Technik und Dreharbeiten gesperrt. Am 26. und 27. September sowie werktags ab 19 Uhr finden keine Dreharbeiten statt, sodass diese Parkfläche genutzt werden kann, heißt es weiter.

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Von Samstag, 19. September, bis Donnerstag, 8. Oktober, wird zudem ein Teilbereich des Parkplatzes auf den Espen gesperrt sowie von Mittwoch bis Freitag, 23. bis 25. September, wird ein Teilbereich des Parkplatzes beim Friedhof Ettenheim kurzfristig als Ausweichparkfläche genutzt. Ebenso erfordern die Dreharbeiten die Sperrung von vier Parkplätzen vor dem Gasthaus Lamm in der Zeit vom 29. September bis 8. Oktober.

Wer zuschauen möchte, muss sich an Regeln halten

Wer sich nun darauf freut, einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können und die Dreharbeiten hautnah mitzuerleben, dem erklärt die Sprecherin: „Wer zufällig vorbeikommt, wird nicht weggeschickt – solange er sich an die Absperrungen und die Aufforderungen des Personals hält. Wir freuen uns über Interesse, aber die Serie in den Kasten zu kriegen, geht natürlich vor.“ Demnach müsse es bei Dreharbeiten oft still sein, da alle Geräusche später im Film zu hören seien. „Und natürlich sollte auch niemand fälschlich im Bild stehen“, so Gilcher.

Im Mittelpunkt von „Keltenburg“ steht laut Inhaltsangabe ein rätselhafter Mord ein einem idyllischen See im Schwarzwald: Zwei junge Männer genießen das Wasser, als ein kunstvoll gefertigter Jagdpfeil durchs Sonnenlicht surrt und einen von beiden, Jakob, tödlich trifft. Sein Freund Nolan versucht vergeblich, ihn zu retten, wird selbst getroffen und kann verletzt flüchten. Im Unterholz bleibt eine junge Frau zurück – möglicherweise die einzige Zeugin. Wer wissen möchte, wie die Geschichte ausgeht, wird sich wohl noch gedulden müssen: „Das ist noch zu weit entfernt, da lässt sich gar nichts sagen“, erklärt Glicher auf die Frage, wann die erste Episode ausgestrahlt wird.

Die Mitwirkenden

Die Idee zu der sechsteiligen Serie entwickelte laut SWR die Autorin Kristin Derfler, die alle sechs Drehbücher schrieb und die Produktion begleitet. Regie führt Andreas Herzog. Die beiden Ermittlerinnen werden von Julia Jentsch und Mai Duong Kieu gespielt, vor der Kamera von Claire Jahn stehen außerdem Carlo Krammling, Lucas Gregorowicz, Hannah Schiller, Karoline Eichhorn, Florian Stetter, Holger Daemgen, Gloria Odosi, Sascha Geršak und Naomi Krauss. „Keltenburg“ ist eine Produktion der Firma Amalia Film in Koproduktion mit Studio Alba Productions und dem SWR für die ARD. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.swr.de.