Nahversorgung
: Hofladen im Schuttertal setzt auf Selbstbedienung

Beim Kasperhof kann man nun auch einkaufen, wenn die Inhaberfamilie nicht im Laden ist. Das für den ländlichen Raum ungewöhnliche Konzept haben Martin und Brigitte Müllerleile etabliert.
Von
Axel Dach
Schuttertal
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Martin und Brigitte Müllerleile haben die Möglichkeit geschaffen, dass Kunden ihren Hofladen betreten und dort einkaufen können, auch wenn kein Personal vor Ort ist.

Martin und Brigitte Müllerleile haben die Möglichkeit geschaffen, dass Kunden ihren Hofladen betreten und dort einkaufen können, auch wenn kein Personal vor Ort ist.

Axel Dach
  • Hofladen Kasperhof in Schuttertal: Selbstbedienung auch ohne Personal möglich.
  • Zugang per Bankkarte, Waren scannen und am Terminal mit Karte bezahlen.
  • Einführung nach kurzer Umsetzung: Start des Selbstbedienungsbetriebs Mitte Juli.
  • Öffnungszeiten täglich 6 bis 22 Uhr – persönliche Bedienung blieb an drei Tagen.
  • Kameraüberwachung sorgt für Sicherheit, erste Erfahrungen der Kunden sind positiv.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Martin und Brigitte Müllerleile hatten beobachtet, dass Selbstbedienungsangebote und Verkaufsautomaten immer mehr an Bedeutung gewinnen. Einen Automaten wollten sie für den eigenen Hof nicht. „Wir wollen weiter ein persönliches Einkaufserlebnis anbieten, es aber durch ein Selbstbedienungsangebot erweitern“, erklären die Eheleute. Mit den erweiterten Öffnungszeiten soll den Kunden mehr Service geboten und gleichzeitig der Kreis der Kunden vergrößert werden.

Die Umsetzung klappte innerhalb weniger Monate. Im April begannen die ersten Gespräche mit Firmen, unter anderem über ein Kamerasystem und die technische Türöffnung. Im Mai wurde mit der Umsetzung begonnen, Mitte Juli startete schließlich der Selbstbedienungsbetrieb. Eine Herausforderung bestand nach Angaben der Müllerleiles vor allem darin, die vielen einzelnen Arbeitsschritte und technischen Details miteinander zu koordinieren und zeitgerecht umzusetzen.

Die Eheleute haben Vertrauen zu ihren Kunden

Und so funktioniert’s: Für den Einkauf wird die Bankkarte am Tür-Terminal vorgehalten. Anschließend kann der Laden betreten und die gewünschte Ware ausgewählt werden. Am Selbstbedienungsterminal werden die Waren eingescannt und anschließend ebenfalls mit Karte bezahlt. Das System kann auch während der normalen Bedienzeiten genutzt werden.

Die ersten Erfahrungen sind nach Angaben der Familie positiv. Denn nicht nur jüngere Kunden nutzten die neue Einkaufsmöglichkeit. „Manche ältere Kunden haben sich den Ablauf sogar von ihren Enkeln zeigen lassen“, erzählen Martin und Brigitte Müllerleile. Die beiden haben Vertrauen zu ihren Kunden. Gleichzeitig sorgt eine Kameraüberwachung für Sicherheit. Sollte es zu einem Betrugsfall kommen, werde er bei der Polizei angezeigt. Bislang habe es allerdings keinen Anlass dazu gegeben.

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Am Arbeitsalltag der Familie hat sich durch die Erweiterung einiges verändert. Teilweise bedeute der Selbstbedienungsladen zusätzliche Arbeit, jedoch bringe er auch Erleichterungen. Regale und Kühltheken werden wie bisher bestückt, aber das Sortiment ist erweitert worden. Wenn mehr Ware verkauft wird, muss entsprechend häufiger nachgefüllt werden. Frische Backwaren gehören weiter zum Angebot, selbstgebackenes Bauernbrot gibt es wie gewohnt am Freitag und Samstag zu den Bedienzeiten, freitags wird außerdem Flammenkuchen angeboten.

Der Selbstbedienungs-Hofladen im Obertal 4 ist täglich von 6 bis 22 Uhr geöffnet. Persönlich bedient wird weiterhin dienstags von 14 bis 18 Uhr, freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr. Kunden können ihre Wünsche und Anregungen in einen dafür bereitgestellten Wunschkasten einwerfen. Familie Müllerleile sieht das Selbstbedienungskonzept als zeitgemäße Ergänzung für den ländlichen Raum.

Hoffest am Sonntag

Den Selbstbedienungs-Hofladen stellen Familie Martin und Brigitte Müllerleile bei einem Hoffest am Sonntag, 27. September, von 11 Uhr bis 18 Uhr vor. Besucher können dabei bei Führungen einen Blick in die Produktion des Kasperhofs werfen. Zur Unterhaltung spielt eine Abteilung der Trachtenkapelle Schuttertal. Für das leibliche Wohl wird natürlich gesorgt.