Nach monatelangem Stillstand
: Bis 2029 soll der Glasfaserausbau in Mahlberg fertig sein

In Sachen Breitbandausbau tut sich in Mahlberg seit Monaten nichts. Das soll sich jedoch ändern, wie der Geschäftsführer der Breitband Ortenau dem Gemeinderat versicherte.
Von
Klaus Fischer
Mahlberg
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Der Glasfaserausbau in Mahlberg steht derzeit still. Das soll sich bald jedoch ändern. (Symbolfoto)

Schuldt

Wie kommt der Ausbau von schnellem Internet in Mahlberg voran? Was passiert, wenn wie von der Bundesregierung geplant, 2036 die Kupfernetze abgeschaltet werden? Und wo wird der Ausbau mit Steuergeldern gefördert und wo nicht? Um diese und andere Fragen ging es in der Sitzung des Gemeinderats, in der Josef Glöckl-Frohnholzer Rede und Antwort stand. Er ist Geschäftsführer der Breitband Ortenau, die den vom Bund geförderten Ausbau des schnellen Internets koordiniert.

Demnach habe das Unternehmen keinen Einfluss auf den sogenannten eigenwirtschaftlichen Ausbau, also auf den Ausbau von Privatfirmen. In Mahlberg wird dieser von der Deutschen Glasfaser betrieben. Sie baut auf eigene Rechnung ohne Subventionsmittel des Bundes und finanziert sich über die Anschlussverträge mit Privatkunden. Ähnlich wie in vielen anderen Kommunen verläuft aber der Ausbau und der Hausanschluss ans Glasfasernetz über die Deutsche Glasfaser auch in Mahlberg schleppend und nicht reibungslos. Die Arbeiten schreiten seit Monaten nicht voran. Bei vielen Vertragskunden und der Stadtverwaltung liegen die Nerven blank. Bei den Kunden, weil seit Monaten Hausanschlüsse nicht fertiggestellt werden. Bei der Stadt, weil die Arbeiten im öffentlichen Raum nicht ohne Narben bleiben und Nacharbeiten auf die lange Bank geschoben werden.

Zum Juli sollen die Arbeiten weitergehen

Der Auffassung, dass die Deutsche Glasfaser wegen Zahlungsproblemen mit ihren Subunternehmen im Clinch liege und deshalb nichts voran gehe, wollte Glöckl-Frohnholzer nicht widersprechen. Sein letzter Informationsstand sei aber der, dass bis zum Juli die Arbeiten auch in Mahlberg wieder aufgenommen und beendet würden. Mahlberg könne die Sache gegenüber anderen Kommunen dabei noch entspannt sehen, da die Versorgung im öffentlichen Raum zu 96 Prozent erledigt sei und es nunmehr nur noch um die Hausanschlüsse ginge. Mehr als 500 Haushalte seien bereits am Netz.

Noch 102 Haushalte warten auf schnelles Internet

Das Geschäftsfeld der Breitband Ortenau umfasse derweil die Versorgung von Gewerbegebieten sowie von Gebäuden im Außenbereich – also dort, wo ein Anschluss für ein privatwirtschaftliches Unternehmen unrentabel wird. Glöckl-Frohnholzer: „Sehen Sie das als eine Art Daseinsvorsorge. Nur dieser Ausbau wird auch gefördert.“ Von der Versorgung von 209 Anwesen sei die Breitband Ortenau einmal ausgegangen, aktuell rechne man noch mit 102 Adressen. Um die 100 Gebäude seien inzwischen oder werden in Kürze durch Eigeninitiative mit Glasfaser versorgt. Da nun die Förderbescheide vorliegen, sollen die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen, so dass das schnelle Internet bis Anfang 2029 an den 102 Adressen genutzt werden kann.

Info – Geplanter Infoabend

Eine Infoveranstaltung mit dem künftigen Netzbetreiber, vermutlich Vodafone, soll nächsten Jahr im Dezember stattfinden. Glöckl-Frohnholzer: „Wenn das Kupfernetz endgültig abgeschaltet wird, wird die Glasfaserversorgung in Mahlberg stehen.“

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