Nach fünf Jahren Bauzeit: Die Stadt Ettenheim präsentiert stolz ihren Kita-Neubau auf den Espen

Der Neubau der Kita St. Bartholomäus wurde eröffnet.
DecouxFreude, Anerkennung und Dankbarkeit – das war durchgängiger Tenor bei allen Rednern bei der Einweihung des neuen Kindergartens St. Bartholomäus auf den Espen am Donnerstagnachmittag. Darin sollen bald bis zu 120 Kinder betreut werden können. „Heute stehen wir in einem wunderschön gelungenen Bau“, teilte Bürgermeister Bruno Metz das Urteil derer, die an der Einweihung teilnahmen.
Der Rathauschef erinnerte an den Beginn der Überlegungen der Quartiersgestaltung auf den Espen vor fünf Jahren. Die Erkenntnis, dass der alte Kindergarten in der Neumannstraße durch einen Neubau ersetzt werden muss, zudem die Aussicht auf das neue Caritas-Pflegeheim – all das habe zu diesem geradezu mustergültigen generationenübergreifenden Ensemble geführt. Zudem habe man durch neue Zuwegungen zur nahen Altstadt das Prinzip „kurze Beine, kurze Wege“ realisiert.
Kirchliche und kommunale Entscheidungsträger hätten großartig zusammengearbeitet und in den Kindergartenleitungen dieser Jahre konstruktive Ideengeber gehabt. „Sehr gelungen“, bezeichnete Metz das Endergebnis. Investitionen von 8,2 Millionen Euro für die neue, mit Holz aus heimischen Wäldern gestalte Einrichtung zeugen davon, wie wichtig Stadt und Kirchengemeinde die kindliche Entwicklung ist.
In der Gesamtstadt gibt es insgesamt 13 Kindertageseinrichtungen
Die Kosten für den Kindergarten betragen dabei sechs Millionen Euro, die restlichen 2,2 Millionen wurden in fünf Wohnungen der Stadtbau im zweiten Obergeschoss der Kita investiert. 13 Kindertageseinrichtungen gibt es in der Gesamtstadt, sechs davon in Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde. „Wir dürfen dankbar sein, in einem Land leben zu können, in dem so etwas möglich ist“, so Metz.
Kindergartenleiterin Mirjam Ohnemus gab an, dass das Team der Erzieherinnen in den Wochen und Monaten des Umzugs neben der Erziehungsarbeit noch ganz viele weitere Aufgaben zu bewältigen hatten: aussortieren, packen, Kartons schleppen, einräumen – bei alledem fleißig von den Kindern unterstützt. „Es war spannend, aufregend, interessant“, so die Leiterin. Sichtlich bewegt dankte sie ihrem „grandiosen Team“ für ein außerordentliches Engagement. Wie die Kinder das alles erlebt haben, das kam in einer herzerfrischenden Videoreportage zum Ausdruck. Fazit auch der Kids: „Das hier ist einfach alles supertoll.“ Bemerkenswert auch schon die Außenanlage mit einer Vielzahl von Spielmöglichkeiten.
Amelie Oertel von der Geschäftsführung der Kindertageseinrichtungen der Kirchengemeinden der Südlichen Ortenau brachte ihre Bewunderung vor der Teamleistung in der Umzugsphase zum Ausdruck. Jederzeit habe sie sehen können, mit wie viel Herzblut, Freude und Tatkraft dieser Umzug angegangen worden sei. Gleicher Tenor auch bei Sandra Walter vom Elternbeirat:„Wärme und Geborgenheit dürfen die Kinder beim Wachsen, Lernen und Spielen erfahren. Dieses Haus lebt.“
Stadtpfarrer Martin Kalt stellte zu Beginn seiner Grußworte eine Frage in den Raum: „Wie fühlt sich Neues an?“ Neues assoziierte er mit einem Geschenk: Man freue sich darauf, sei gespannt, was es in sich birgt, freue sich, wenn es etwas Tolles beinhalte.
Auch Kalt erinnerte noch einmal an die vorbildliche, konstruktive Absprache und Zusammenarbeit aller Beteiligten. Mut und Überzeugung seien für ein derartiges Projekt wichtige Grundlagen – das Ergebnis sei ein Geschenk für Kinder, Eltern, Erzieherteam, die ganze Bevölkerung. Danach sprach Kalt ein Segensgebet und weihte danach die Räume und die Menschen.
Großes Interesse fand die anschließende Möglichkeit der Besichtigung der Räume und der Gespräche mit Erzieherinnen, Planern, Handwerkern, Vertretern der Kirchen- und politischen Gemeinde. Erfrischende Getränke wurden angesichts der hochsommerlichen Temperaturen gerne angenommen.