Mehrere Themen im Fokus
: Seelbachs Bürgermeister tauscht sich mit Sandra Boser über Windkraft aus

Die Grünen-Landtagsabgeordnete besuchte die Gemeinde Seelbach. Im Gespräch mit Bürgermeister Michael Moser ging es neben der Windkraft auch um Hitzeschutz in der Grundschule und Haushaltsaufstellungen im Land. Zudem besuchte Boser das Pflege-Centrum Kenk.
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(red/pl)
Seelbach
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Austausch in Seelbach (von links): Bürgermeister Michael Moser, Sandra Boser,  Heimleiter Sascha Schmieder und  Sandra Seitz, Leiterin der Tagespflege

Austausch in Seelbach (von links): Bürgermeister Michael Moser, Sandra Boser, Heimleiter Sascha Schmieder und Sandra Seitz, Leiterin der Tagespflege

Büro Boser
  • Besuch in Seelbach: Sandra Boser spricht mit Bürgermeister Moser über zentrale Projekte.
  • Schwerpunkt Grundschule: Sanierung geht nach den Sommerferien in die entscheidende Phase.
  • Land plant Klimainvestitionsprogramm – Mittel für Klimaschutz und Hitzeschutz an öffentlichen Gebäuden.
  • Windkraft: Gemeinde sieht sich als Vorreiter, fordert mehr Mitspracherecht bei Vorranggebieten.
  • Pflegeheim: Pflege-Centrum Kenk übernahm am 1. März, Umbau läuft, neues Personal wird gesucht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Boser, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg und Abgeordnete für den Wahlkreis Lahr, tauschte sich im Seelbacher Rathaus mit Bürgermeister Michael Moser aus. Dieser nutzte das Gespräch laut Mitteilung aus Bosers Büro, um einen Einblick in die aktuell wichtigsten Themen der Gemeinde zu geben: „Unser derzeit größtes Projekt ist die umfassende Sanierung unserer Grundschule, die nach den Sommerferien in die entscheidende Bauphase geht.“ In diesem Zusammenhang beschäftige man sich intensiv mit dem Thema Hitzeschutz und der Frage, wie öffentliche Gebäude zukunftsfähig aufgestellt werden können.

„Gleichzeitig freut es uns sehr, dass sich der Tourismus in Seelbach weiterhin hervorragend entwickelt – insbesondere dank unseres Campingplatzes und unseres Familienbades“, so Moser weiter. Beim Schwimmbad beschäftige sich die Gemeinde derzeit vor allem mit der Frage, welche Investitionen aufgrund der baulichen Substanz, insbesondere im Bereich des Kinderbeckens, in den kommenden Jahren notwendig werden.

Ebenso wichtig sei für die Gemeinde in den vergangenen Monaten der Erhalt des Pflegeheims gewesen. „Dass dieser für die Menschen in Seelbach gelungen ist, ist ein enorm wichtiger Baustein unserer örtlichen Daseinsvorsorge“, so Moser.

Mit Blick auf die anstehende Schulsanierung interessierte sich der Bürgermeister im Gespräch mit Boser insbesondere dafür, welche Unterstützung das Land für Investitionen in den Hitzeschutz öffentlicher Gebäude vorsieht. Boser informierte, dass der Hitzeschutz im Zuge von notwendigen Klimaanpassungen hohe Priorität habe.

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„Deshalb arbeiten wir im Rahmen der Haushaltsaufstellungen derzeit daran, ein Klimainvestitionsprogramm für die Kommunen mit zwei Säulen aufzustellen. In der ersten Säule ist eine Pauschale für Kommunen vorgesehen, damit diese möglichst unbürokratisch und zügig in den Klimaschutz investieren können. In der zweiten Säule sollen Gelder für Klimaanpassungsmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden bereitgestellt werden.“ Im Rahmen regulärer Umbaumaßnahmen seien Lüftungsanlagen bereits förderfähig, künftig solle auch der Einbau von Klimaanlagen gefördert werden.

Im Anschluss berichtete Moser über die Haltung der Gemeinde zum Ausbau der Windkraft: Man sei im Schuttertal Vorreiter beim Ausbau der Windkraft und stehe ihr dementsprechend auch positiv gegenüber. „Aber genau darum wünschen wir uns, dass der Stellung des Mitspracherechts bei der Ausweisung der Vorranggebiete des Regionalverbandes Rechnung getragen wird.“

Die Gemeinde habe hier seiner Meinung nach zu wenig Einfluss. Der Ausbau der Windkraft sei laut Boser nach wie vor ein wichtiger Beitrag für die Unabhängigkeit bei der Energieversorgung. „Da ist es natürlich wichtig, die Kommunen nicht zu übergehen“, so die Landtagsabgeordnete. Auch brauche es laut Boser dringend den Ausbau der Netzinfrastruktur.

Beim anschließenden Rundgang durch das Pflegeheim informierten Heimleiter Sascha Schmieder und die Leiterin der Tagespflege, Sandra Seitz, über aktuelle Baumaßnahmen vor Ort. Die Einrichtung wurde am 1. März von der Pflege-Centrum Kenk GmbH aus Lahr übernommen, nachdem der Caritasverband das Haus aus wirtschaftlichen Gründen abgegeben hatte, heißt es in der Mitteilung. Boser äußerte sich erfreut: „Es ist ein großer Glücksfall, dass das Pflege-Centrum durch die Übernahme hier bestehen bleibt.“

Boser bedankte sich für den Austausch und lobte die wertvolle Arbeit der Gemeinde und des Pflege-Centrums.

Neues Personal gesucht

Beim Rundgang durchs Pflege-Centrum zeigten Schmieder und Seitz die aktuellen Umbaumaßnahmen und berichteten über die gute Atmosphäre im Heim: „Wir haben ein tolles Team und sind aktuell damit beschäftigt, den Umbau zu managen und neues Personal zu gewinnen. Dabei legen wir auch ein besonderes Augenmerk auf die Ansprache junger Menschen, um sie für den Pflegeberuf zu begeistern.“