„Mehr Bürokratie, wenig Nutzen“
: IHK warnt vor Bettensteuer in Lahr

Der Gemeinderat entscheidet am morgigen Mittwoch über die Einführung einer Übernachtungssteuer.
Von
red/pl
Lahr
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Alwin Wagner, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Südlicher Oberrhein, wendet sich gegen die Einführung einer Bettensteuer in Lahr.

Alwin Wagner, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Südlicher Oberrhein, wendet sich gegen die Einführung einer Bettensteuer in Lahr.

IHK SO/Markus Schwerer
  • Lahr prüft eine Übernachtungssteuer, der Gemeinderat entscheidet am morgigen Mittwoch.
  • Die Abgabe soll im Gebiet der Stadt Lahr ab dem 1. April 2027 gelten.
  • Die IHK Südlicher Oberrhein warnt vor Mehrbelastung, Bürokratie und Abwanderung von Gästen.
  • Geschäftsreisende seien besonders betroffen – örtliche Betriebe hätten Wettbewerbsnachteile.
  • Die IHK fordert, Datenbasis und langfristige Folgen für Tourismus und Innenstadt zu prüfen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die Steuer im Gebiet der Stadt Lahr würde ab dem 1. April 2027 gelten. Nun äußert sich die IHK Südlicher Oberrhein in einer Pressemitteilung dagegen. Die geplante Abgabe belaste die Beherbergungsbetriebe zusätzlich, verursache erheblichen bürokratischen Aufwand und könne Gäste in benachbarte Kommunen abwandern lassen. Der wirtschaftliche Nutzen für die Stadt stehe in keinem angemessenen Verhältnis zu den möglichen Folgen.

„Wer den Tourismus stärken will, darf Übernachtungen nicht zusätzlich verteuern. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauchen unsere Betriebe Entlastung statt neuer Belastungen“, sagt Alwin Wagner, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Südlicher Oberrhein. Besonders kritisch sieht die IHK die Auswirkungen auf Geschäftsreisende, die einen wesentlichen Anteil der Übernachtungen in Lahr ausmachen. Da Gäste im Umland problemlos ausweichen könnten, drohten Wettbewerbsnachteile für die örtlichen Betriebe. Auch die geplante Förderung des Tourismus und die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt könnten dadurch konterkariert werden.

„Durch die Steuer werden Betriebe finanziell belastet und mit zusätzlicher Bürokratie konfrontiert“, betont Wagner. Zudem erwartet die IHK, dass Gäste für die zusätzliche Abgabe einen konkreten Mehrwert erhalten. „Tourismus ist kein Selbstläufer. Wir müssen Gäste gewinnen und zur Wiederkehr bewegen – nicht ihnen zusätzliche Hürden in den Weg stellen“, so Wagner. Die IHK appelliert daher an den Gemeinderat, die Datengrundlage zu überprüfen und die langfristigen Folgen für Tourismus, Innenstadt und heimische Wirtschaft sorgfältig abzuwägen. „Kurzfristige Einnahmen dürfen nicht zulasten der langfristigen Entwicklung Lahrs gehen.“