Luca aus Orschweier braucht Hilfe: Grundschule Mahlberg will krebskrankem Kind Hoffnung geben

Luca hat trotz seiner Diagnose sein Lächeln nicht verloren. Die Familie des jungen Orschweierers hofft, bei der Typisierungsaktion einen passenden Stammzellenspender zu finden.
privat- Grundschule Mahlberg lädt zur Typisierung ein: Samstag, 25. Juli, Stadthalle, 10–14 Uhr.
- Anlass ist Luca aus Orschweier, 7 Jahre alt, Diagnose: akute myeloische Leukämie.
- Chemotherapie läuft, ob eine Stammzelltransplantation nötig wird, ist offen.
- Gesucht wird ein „genetischer Zwilling“ – Wangenabstrich reicht für die Registrierung.
- Online-Bestellung von Typisierungssets möglich, Spenden decken 50 Euro Typisierungskosten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Noch vor wenigen Wochen besuchte der siebenjährige Luca die Grundschule Mahlberg, traf sich in seiner Freizeit mit Freunden, verbrachte viel Zeit in der Natur. Das änderte sich jedoch schlagartig: Der junge Orschweierer erhielt die Schockdiagnose Blutkrebs. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der Grundschule und der Universitätsklinik Freiburg hervor. Sie laden alle gesunden Menschen zwischen 17 und 55 Jahren zu einer Typisierungsaktion am Samstag, 25. Juli, in der Stadthalle ein. Die Hoffnung: Einen potenziellen Stammzellenspender finden.
Vor den Pfingstferien sei Luca voller Energie gewesen: Er liebt das Fahrradfahren, Klettern und trainierte dreimal pro Woche im Kunstturnzentrum Herbolzheim. Doch nach den Pfingstferien veränderte sich etwas, heißt es in der Mitteilung. Während seine drei Brüder einen Infekt schnell überstanden, blieb Luca ungewöhnlich erschöpft. Zahnfleischbluten wurde zunächst einem Wackelzahn zugeschrieben. Seine auffällige Blässe und ein deutlicher Leistungsabfall beim Turnen ließen die Eltern jedoch hellhörig werden. Ein Bluttest beim Kinderarzt und weitere Untersuchungen in der Kinderklinik des Universitätsklinikums Freiburg brachten am 22. Juni schließlich die traurige Gewissheit: Akute myeloische Leukämie (AML). Bereits wenige Tage später begann die Chemotherapie.
Anteilnahme gibt ihm und seiner Familie großen Halt
Trotz der belastenden Behandlung zeigt Luca bemerkenswerte Stärke: Er kämpft mit großer Tapferkeit gegen die Krankheit, bleibt offen, freundlich und bewahrt sich seine Lebensfreude, beschreibt die Uniklinik. Wie erfolgreich die Behandlung verläuft, sei derzeit noch offen. Auch ob Luca zusätzlich eine Stammzelltransplantation benötigt, lasse sich momentan nicht vorhersagen. Fest steht jedoch: Sollte eine Transplantation notwendig werden, ist ein passende Stammzellspender seine größte Hoffnung, heißt es weiter.
Lucas Vater begleitet ihn während der Behandlung in der Klinik und gibt ihm Halt. Die große Anteilnahme aus Schule und Umfeld trägt die Familie spürbar: „Man fühlt sich nicht allein damit – alle denken an ihn und drücken die Daumen“, wird die Mutter des Siebenjährigen zitiert.
Für eine Transplantation braucht es einen „genetischen Zwilling“
Mit der Typisierungsaktion wollen die Schule und die Freiburger Stammzelldatei nicht nur Luca helfen, sondern auch anderen Betroffenen. Denn häufig ist eine Transplantation der einzige Weg zur Heilung. Dafür braucht es jedoch einen sogenannten genetischen Zwilling. Doch diesen zu finden, ist äußerst schwierig: Die Wahrscheinlichkeit liegt bei eins zu 1000 bis hin zu mehreren Millionen. Jede einzelne Registrierung erhöht deshalb die Chance, Leben zu retten, betont die Uniklinik.
Die Typisierung erfolgt unkompliziert und schmerzfrei per Wangenabstrich und dauert nur wenige Minuten. Die Stadthalle hat zwischen 10 bis 14 Uhr geöffnet. Wer am Aktionstag nicht teilnehmen kann, kann sich online unter www.freiburger-stammzelldatei.de kostenlos ein Typisierungsset nach Hause bestellen. Auch Geldspenden helfen, Leben zu retten, da die Kosten der Typisierung in Höhe von 50 Euro von der Freiburger Stammzelldatei getragen werden müssen und aus Spendengeldern finanziert werden, heißt es weiter. Wer die Aktion unterstützen möchte, findet im Internet unter www.uniklinik-freiburg.de weitere Informationen. Die Schule organisiert zudem einen Kuchenverkauf, dessen Erlös ebenfalls der Aktion zugute kommt.
So läuft eine Stammzellenspende ab
Kommt man als passender Spender infrage, braucht es zunächst eine Bestätigungstypisierung, erklärt die Uniklinik in einer Mitteilung. Anschließend folgt eine ausführliche medizinische Aufklärung und Untersuchung. Die Stammzellspende kann auf zwei Arten erfolgen: Die Stammzellen werden entweder mithilfe eines Zellseparators über das Blut entnommen. Oder die Stammzellen werden unter Vollnarkose durch Punktionen am Beckenknochen entnommen. Der Eingriff dauert 30 bis 45 Minuten. Das entnommene Gemisch regeneriert sich in der Regel innerhalb von rund zwei Wochen, heißt es weiter.