Leptig hält Elfmeter: SC Lahr bucht beim SV Linx das Viertelfinale

Jona Leptig taucht in die rechte Ecke ab – hält aber mit den Füßen trotzdem noch den zentral geschossenen Elfmeter.
FisslerVerbandspokal, Achtelfinale: SV Linx - SC Lahr 1:2 (0:1). Schon nach wenigen Sekunden schossen die Hausherren am Mittwochabend erstmals auf das Lahrer Tor. Der Ball landete allerdings direkt bei Keeper Jona Leptig. Es war dann erst einmal für einige Minuten die einzige Torgelegenheit von Linx. Kevin Gießler sorge anschließend für mehr Gefahr, als er steil geschickt wurde, allerdings im Strafraum etwas nach links abgedrängt war. Sein Torschuss geriet bei spitzer werdendem Winkel zu zentral.
Nach 16 Minuten dann der Schockmoment für den SCL: Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt, als ein Linxer das ausgestreckte Bein des Lahrer Verteidigers annahm und zu Fall kam. Die Proteste der Gäste hielten sich in Grenzen. Der Elfmeter war vertretbar – blieb aber ohne Folgen. SVL-Kapitän David Assenmacher scheiterte an Leptig. Der Lahrer Keeper war in die rechte Ecke unterwegs und der Ball kam zentral aufs Tor. Leptig war mit dem ausgestreckten Bein noch entscheidend an der Kugel.
Der Strafstoß rüttelte die Lahrer wach, die zwar Feldüberlegen waren, aber zu dem Zeitpunkt noch wenig Großchancen kreiert hatten. Kapitän Konstantin Fries nahm sich ein Herz und donnerte das Spielgerät nach einer kurzen Körpertäuschung mit Wucht zur Lahrer Führung hoch ins kurze Eck (21.). Nach 34 Minuten hätte der Turbodribbler von der Dammenmühle sogar nachlegen können. Fries bekam die Hereingabe vom rechten Flügel in den Fünfer, verlor bei der Drehung aber etwas das Gleichgewicht und konnte somit keinen gefährlichen Torschuss mehr abgeben.
In der Folge hielt Lahr Linx gut vom eigenen Tor weg. Ein Distanzschuss der Gäste sorgte noch für Gefahr, doch der Linxer Schlussmann parierte mit einer Flugeinlage. Dann pfiff der Unparteiische zur Pause.
Anschlusstreffer fällt aus dem Nichts
Nach dem Seitenwechsel war vor den Toren zunächst nicht viel geboten – bis zur 59. Minute. Fries dribbelte von rechts in den Strafraum und hatte im Rückraum das Auge für Leon Bross. Der Lahrer traf flach und überlegt zum 2:0 und sorgte damit für eine Art Vorentscheidung. Von Linx kam nach dem erneuten Nackenschlag zu wenig. Die Hausherren hatten zwar nun deutlich mehr Ballbesitz, blieben aber zunächst ungefährlich. Der Anschlusstreffer kam in der 67. Minute daher nahezu aus dem Nichts. Der Ex-Offenburger Roman Angot fand mit einem Schnittstellenpass Emanuele Giardini und dieser blieb alleine vor Leptig im Abschluss eiskalt.
Trotz des Anschlusstreffers setzte SCL-Trainer Sascha Schröder direkt ein offensives Zeichen von der Bank: Stürmer Mick Keita ersetzte Dominik Kaufmann. Die Lahrer wollten sich trotz des nun knapperen Spielstandes keineswegs in der eigenen Hälfte einigeln.
Im zweiten Spielabschnitt sahen die Zuschauer von beiden Teams nur wenig Chancen. Eine Gelegenheit zum 3:1 ließ Petro Allgaier liegen. Er kam zunächst zu Fall und blieb liegen. Da der Pfiff des Schiedsrichters jedoch ausblieb, berappelte sich Allgaier wieder, kam prompt erneut an die Kugel und scheiterte im Strafraum am Linxer Schlussmann.
Wenig Druck des SVL in der Schlussphase
Einmal mussten die Kicker von der Dammenmühle noch durchatmen, als ein Eckball von links verlängert wurde und das Spielgerät an die Latte sprang. Viel mehr zwingende Chancen erarbeitete sich Linx aber auch in der Schlussphase nicht und Lahrer stand sicher. So war der 2:1-Sieg schließlich unter Dach und Fach und das Viertelfinale gebucht.
Für die Lahrer war das Pokalduell gleich auch die Generalprobe für das kommende Ligaspiel. Am Sonntag geht es erneut zum SV Linx.
SC Lahr: Leptig; Stopp, Sö. Zehnle, Fries, Wirth (77. Kalt), Gießler (54. Naletilic), Bandle (74. Lehmann), Bross (87. Schumacher), Allgaier, Gutjahr, Kaufmann (68. Keita).
Tore: 0:1 Fries (21.), 0:2 Bross (59.), 1:2 Giardini (67.).
