Legende verstorben: SC Lahr siegt gegen Laufenburg und trauert um Georg Kaiser

Marlon Bross zieht für den SC Lahr im Strafraum ab.
Wolfgang Künstle- SC Lahr gewann in der Verbandsliga 4:2 gegen SV 08 Laufenburg – zur Pause lag Lahr zurück.
- Vor dem Anstoß gab es eine Trauerminute für Georg „Schorsch“ Kaiser, der im Alter von 81 Jahren verstarb.
- Vorsitzender Frank Müller würdigte Kaiser als Legende und Ehrenmitglied; 143 Tore in 17 Jahren für den Lahrer FV.
- Tore: Hammad, M. Bross, Fries und Haouidi für Lahr, Esser und D’Accurso für Laufenburg.
- Müller sah einen Offensiv‑Brustlöser, merkte aber zwei Gegentore an; Lahr kletterte auf Rang drei.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Verbandsliga: SC Lahr – SV 08 Laufenburg 4:2 (1:2). Noch bevor der Ball an der Dammenmühle am Samstag rollte, herrschte eine Stimmung vor, die für ein Fußballspiel unüblich, aber trotzdem angemessen war. Als die Spieler eingelaufen waren, gab es vor dem Anstoß eine Trauerminute zu Ehren von Georg Kaiser. Die Legende des Lahrer FV war im Alter von 81 Jahren am Donnerstag verstorben. „Der SC Lahr trauert um eine Fußballlegende der Ortenau, ein unvergessenes Urgestein und ein verdientes Ehrenmitglied unseres Vereins. Schorsch war über Jahrzehnte hinweg das Gesicht und Herz des Fußballs in unserer Region. Als genialer Stürmer schoss er sich auf Platz zwei der ewigen Torjägerliste des Lahrer FV. Auch im Hintergrund war er ein unermüdlicher Macher. Ob als Trainer, Betreuer oder im Spielausschuss: Georg Kaiser lebte den Fußball mit jeder Faser seines Herzens. Mit ihm verlieren wir nicht nur einen großen Sportler, sondern eine großartige Legende. Wir danken dir für alles. Du bleibst für immer ein Teil unseres Vereins“, sagte der SCL-Vorsitzende Frank Müller vor der Gedenkminute, zu der sich die Zuschauer erhoben.
Kaiser hatte 17 Jahre für den Lahrer FV gespielt. Der gelernte Werkzeugmacher erzielte in dieser Zeit 143 Tore für den Verein. Auch Petro Müller, Sportvorstand des SC Lahr, kannte die verstorbene Legende gut. „Er war Betreuer, da war ich selbst noch Jugendspieler und auch noch, als ich später aktiv war. Er war zwar schon 81 Jahre alt, aber sein Tod kam trotzdem überraschend. Er ist eine Legende gewesen, die wir in Ehren behalten werden. Mit der Fusion 2015 kam er nicht klar und war deshalb beim SC Lahr nicht mehr dabei. Das muss man respektieren, auch wenn wir ihn gut hätten gebrauchen können“, so Müller im Gespräch mit unserer Redaktion.
Im Anschluss an die Trauerminute wurde Fußball gespielt. Erstmals in dieser Saison gelangen dem SC Lahr mehr als zwei Tore in einem Ligaspiel und der Angstgegner aus Laufenburg – in der Vorsaison gab es gegen ihn zwei Niederlagen – wurde in die Schranken gewiesen. „Offensiv war das für uns heute ein Brustlöser. Allerdings haben wir auch erstmals seit langer Zeit mal wieder zwei Gegentore bekommen“, so Müller mit dem Blick aufs Sportliche. Nach der Führung durch Motasem Hammad nach 25 Minuten – der Lahrer Stürmer drehte vor dem Torwart der Gäste erst ab, traf dann aber aus der Drehung – stand es innerhalb von wenigen Minuten plötzlich 2:1 für die Gäste. Ein Distanzschuss von Emanuel Esser fand seinen Weg in die linke Ecke und anschließend tankte sich Sandro D’Accurso mit etwas Glück im Strafraum durch und schoss ein.
„Der Rückstand zur Pause kam aus dem Nichts. Nach dem Seitenwechsel ist die Mannschaft jedoch ruhig geblieben und ist zurückgekommen. Das stärkt das Selbstvertrauen“, so Müller. Nach 54 Minuten traf Marlon Bross aus rund 18 Metern flach ins linke Eck und nach 62 Minuten wollte SCL-Kapitän Konstantin Fries eigentlich vorlegen, doch seine Hereingabe von rechts wurde immer länger und fand seinen Weg ins Tor. Nach 81 Minuten sorgte der eingewechselte Hamdi Haouidi für die Entscheidung, als er eine Flanke von rechts einköpfte.
Die Lahrer verbessern sich mit dem Sieg auf den dritten Tabellenplatz. Eine schöne Randnotiz war die Einwechslung von Sören Zehnle, der sich damit nach seiner Verletzung wieder auf dem Feld zurückmeldete.
SC Lahr: Leptig; Stopp, Fries, Monga, A. Nouri (69. Haouidi), Häußermann, Allgaier (74. Kaufmann), Kalt (83. Zehnle), M. Bross, Gutjahr (83. Heuberger), Hammad (81. Gießler).
Tore: 1:0 Hammad (25.), 1:1 Esser (27.), 1:2 D’Accurso (30.), 2:2 M. Bross (54.), 3:2 Fries (62.), 4:2 Haouidi (81.).
