Kippenheimer Feuerwehr
: Bau der neuen Wache soll 2027 starten

Mit einem gemeinsamen Gerätehaus sollen die beiden Feuerwehrabteilungen Kippenheims künftig unter einem Dach vereint werden. 2027 soll der Bau bereits starten.
Von
Sam Fürst
Kippenheim
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Gegenüber des Clubheims des SV Kippenheim soll die neue Feuerwache gebaut werden. Der Wohnmobilstellplatz wird dafür weichen müssen.

Piskadlo

Die Gemeinde Kippenheim hatte im März 2025 in Abstimmung mit der Feuerwehr beschlossen, beide Abteilungen zusammenzulegen. Entstehen soll ein neues Gerätehaus, das die Kippenheimer und Schmieheimer Wehr im Bereich „Müllertal“ vereint (wir berichteten). Wie genau der Neubau aussehen soll, erklärte Hermann Spanner am Montagabend dem Gemeinderat und dem stellvertretenden Feuerwehrkommandanten Micheal Dees.

Der Planer wurde mit seinem Fachbüro „Brandschutz Vier“ mit der Konzeptionierung und der Erstellung eines Raumprogramms beauftragt.Wichtig sei es Spanner vor allem gewesen, ein Programm zu erstellen, das erweiterbar sei und mit der Gemeinde „mitwachsen“ könne. Beispielsweise seien im derzeitigen Konzept fünf Stellplätze von jeweils 45 Quadratmetern für die Einsatzfahrzeuge geplant.

„Diese müssen erweiterbar sein, wenn die Einwohnerzahl und somit der Bedarf an Fahrzeugen für den Ernstfall steigt“, so Spanner. Demnach sei neben den Stellplätzen eine erweiterbare Fläche von rund 180 Quadratmetern vorgeplant. Der vorliegende Planungsrahmen ist laut ihm „für Jahrzehnte nutzbar“.

Im Konzept ist an alles gedacht: Neben einem Büro zur Verwaltung sowie einem Archiv und einer Erste-Hilfe-Station ist ein großzügiger, unterteilbarer Schulungsraum inklusive einer Küche vorgesehen. „Die Planung moderner Sanitäranlagen und Umkleiden war natürlich unverhandelbar“, führte Spanner aus. So seien neben Herren- und Damenumkleiden sowie Duschen auch ein barrierefreies WC und ein Wickeltisch vorgesehen.

Betritt man die virtuell vorgestellte Halle des derzeitigen Raumkonzepts, finden sich gegenüber der Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge ein Lager Schwerlasten sowie eine Werkstatt und ein Lager für den Fest- und Veranstaltungsbedarf. Den nächsten Schritten bis zur Umsetzung steht nun laut dem Experten nicht mehr viel im Weg. Das Landratsamt hatte grünes Licht für das erstellte Konzept gegeben. Demnach kommt die Kreisverwaltung in einer Stellungnahme zu dem Schluss, dass das vorgestellte Raumprogramm für den Neubau eines gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses aus feuerwehrtechnischer Sicht „erforderlich und sinnvoll“ ist.

Zudem wird in dem Schreiben darauf hingewiesen, dass das Vorhaben grundsätzlich die Voraussetzungen für eine Förderung erfüllt. Bürgermeister Matthias Gutbrod erklärte, dass man mit Fördermittel von rund 500.000 Euro rechnen könne. „Wichtig zu verstehen ist allerdings, dass das Schreiben des Landratsamtes keine verbindliche Fördergenehmigung darstellt“, betonte Gutbrod und fügte an: „Die Vorarbeit ist getan – nun gilt es, die Förderfrist einzuhalten.“ Diese endet zum 15. Februar 2027.

Gemeinderäte sind mit dem Konzept zufrieden

Matthias Stulz (SPD) erklärte, dass das neue Gerätehaus und die damit einhergehende Zusammenlegung der Wehren das „Zusammenwachsen“ der Gemeinde mit ihrem Ortsteil Schmieheim fördern würde. Er mahnte jedoch an, dass die Verkehrssituation für den Hin- und Rückweg an den neuen Standort rechtzeitig geregelt werden müsse. „Nichtsdestotrotz können wir uns glücklich über unsere finanzielle Lage schätzen. Bei vielen umliegenden Gemeinden ist finanziell Not am Mann – und die Investition in das gemeinsame Gerätehaus ist ein großer Schritt in Richtung Zukunft für die Gemeinde“, betonte Stulz.

Auch Carola Richter zeigte sich im Namen der CDU-Fraktion glücklich über das Projekt: „Dafür, dass es in der Gemeinde eine solche Zusammenlegung noch nie gab, haben Verwaltung und Rat die Abstimmungen und die Vorausplanung gut bestritten.“ Dieter Kirschbaum (FFW) sagte, dass sich die intensive Auseinandersetzung mit dem Planungsprozess letztlich positiv ausgezahlt habe.

Die Ziele der Gemeinde für den weiteren Verlauf sind laut Bürgermeister klar: „Im nächsten Jahr soll der Bau beginnen.“ Die hierfür geforderten Verwaltungsschritte sollen nun möglichst zügig abgearbeitet werden, so Gutbrod.

So soll es weitergehen

Als nächsten Schritt soll nun laut Matthias Gutbrod eine Kostenschätzung aufgestellt werden, auf deren Basis ein Architekt konkrete Baupläne aus dem Raumkonzept erarbeiten kann. Auch der Antrag für die geplante Förderung soll nun erarbeitet werden.

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