Kapitän verletzt
: Knall wie ein Peitschenschlag: Reserve des SC Lahr sorgt sich um Mika Fleig

Das Derby in der Landesliga zwischen dem SCL und dem SV Rust wurde am Samstag von einem Schreckmoment überschattet. Die Gastgeber siegten mit 4:2.
Von
Wolfgang Künstle
Rust
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Mika Fleig (in Schwarz, hier im Zweikampf mit dem Ruster Vincent Sobczyk) musste verletzt raus.

Mika Fleig (in Schwarz, hier im Zweikampf mit dem Ruster Vincent Sobczyk) musste verletzt raus.

Wolfgang Künstle
  • Derby in Rust: SV Rust besiegt SC Lahr II mit 4:2, zur Pause stand es 2:0.
  • Schreckmoment in Minute 63, als Lahrs Kapitän Mika Fleig am Sprunggelenk verletzt wurde.
  • Diagnose unklar: Achillessehne möglich, er konnte mit Schmerzen gehen – MRT soll Klarheit bringen.
  • Rust nutzte Fehler effizient, Grösser traf doppelt, Sobczyk und Schoner erzielten die übrigen Tore.
  • Trainer Piraneo haderte mit möglichen Abseitsstellungen, erkannte den verdienten Ruster Sieg an.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Landesliga: SV Rust – SC Lahr II 4:2 (2:0). Ein spitzer Knall, einem Peitschenschlag ähnlich, ließ in der 63. Minute das sportliche Geschehen im Landesliga-Derby SV Rust gegen den SC Lahr II zur Nebensache verkommen. Lahrs Kapitän Mika Fleig lag schreiend an der Seitenlinie und hielt sich das Sprunggelenk. Schnell eilten Helfer zu dem 22‑Jährigen. Marvin Ohnemus, etatmäßiger Spielführer der Verbandsligareserve, humpelte an Krücken zu seinem Vertreter und auch Johannes Wirth, vergangene Saison noch Spielkamerad von Fleig und nun im Trikot des SV Rust, kümmerte sich sofort um den Verletzten.

Offenbar war der junge Lahrer in einem alltäglichen Zweikampf auf dem miserablen Platz umgeknickt. Ob das markerschütternde Geräusch tatsächlich wie befürchtet vom Riss der Achillessehne oder doch nur durch das Aneinanderschlagen von Schuhen im Zweikampf entstand, konnte vor Ort nicht zweifelsfrei geklärt werden.

Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde Fleig privat ins Krankenhaus gebracht. „Mit Schmerzen kann er gehen“, vermeldete Lahrs Trainer Dino Piraneo am Sonntag. Gebrochen sei nichts, nähere Befunde müsse allerdings eine Kernspin-Untersuchung bringen.

Ruster zeigen sich effizient im Abschluss

„Ich war danach mit dem Kopf nicht mehr bei der Sache“, sagt Piraneo. „Es ist gerade ein Déjà-vu für mich. Auch in der vergangenen Saison fielen zuerst Marvin und dann Mika lange aus.“ Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass Finn Endsbiller schon nach gut einer halben Stunde unsanft auf die Schulter gefallen war und verletzt raus musste.

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Zum Zeitpunkt von Fleigs Unfall hatten die Ruster schon mit 3:0 geführt, ohne die viel bessere Mannschaft gewesen zu sein. Phasenweise neutralisierten sich die Kontrahenten im Mittelfeld. Doch in den entscheidenden Situationen drückten Rusts herausragende Einzelspieler der Partie den Stempel auf. So war es beim 1:0 ein direkt verwandelter Freistoß von Santino Grösser, der vielleicht noch ein wenig vom Winde verweht wurde. Beim zweiten und dritten Treffer kooperierten Vincent Sobczyk und Nando Schoner vorzüglich. „Sie haben unsere Fehler knallhart ausgenutzt“, befand Piraneo, der allerdings bei zwei Gegentoren den Verdacht einer Abseitsstellung hegte. „Dennoch ist der Sieg verdient. Sie waren im Zentrum griffiger und haben einfacher gespielt, während wir zentral zu viele Ballverluste hatten.“

Der tiefe Platz hat beiden spielstarken Mannschaften Probleme bereitet. Trotzdem zeigte sich Piraneos Ruster Amtskollege Lucca Grösser sehr zufrieden mit dem Auftritt seines Ensembles, insbesondere vor dem Seitenwechsel. „In der Defensive haben wir so gut wie nichts zugelassen, während wir vorn von unserer individuellen Klasse profitiert haben“, hielt er fest.

So finden sich die Achterbahn-Kicker in der vorderen Tabellenhälfte wieder. „In den vergangenen Wochen haben wir uns im Spiel gegen den Ball deutlich verbessert“, stellte Trainer Grösser zufrieden fest. Etliche Spieler hätten einen Riesenschritt nach vorn gemacht. So kann der SV Rust sicher nicht als klassischer Aufsteiger eingeordnet werden, sondern als ein Kandidat, der in der Landesliga ein gewichtiges Wort mitreden wird. „Die vergangenen beiden Spiele waren wichtig für uns“, sagt Grösser. „Wir haben gegen Ottenau und Lahr gewonnen, zwei Vereine, die auf Augenhöhe zu uns waren. So genießen wir das Privileg, weiter nach vorn schauen zu dürfen.“
SV Rust: Eismann, Singler (67. Lebfromm), Draghici, Saki, Schoner (73. Depner), Wirth, S. Grösser, Bodnik, Sobczyk (90. Sokolov), Krumm, L. Grösser (69. Rupps).
SC Lahr II: Bader, Heuberger, M. Nouri, Schumacher, Fleig (63. Boze), Endsbiller (34. Makaya), Sakalis (80. Kiefer), N. Müller, Taach (90. Nikolic), T. Müller (69. Reiß), Gießler.
Tore: 1:0 S. Grösser (28.), 2:0 Sobczyk (34.), 3:0 Schoner (55.), 3:1 M. Nouri (65.), 4:1 S. Grösser (79.), 4:2 M. Nouri (90.+3).