Jörg Bold gibt seine Rolle ab: Ettenheimer Solar-Challenge braucht einen neuen Organisator

Auf die Plätze, fertig, los: Auch in diesem Jahr schickten zahlreiche Schüler ihr Solar-Auto ins Rennen.
DecouxAb dem frühen Mittag traten 24 Schülerteams aus allen Ettenheimer Schulen sowie dem Seelbacher Bildungszentrum auf einer 30 Meter langen Rennstrecke gegeneinander an – und das alles mit selbstgebauten Fahrzeugen, die ausschließlich durch Solarstrom angetrieben werden. Die Schüler hatten Glück: Die Sonne strahlte kräftig und sorgte für schweißtreibende Temperaturen jenseits der 30 Grad.
Der Wettbewerb richtete sich an Acht- bis Zehntklässler, die im Laufe des Schuljahres im Technikunterricht oder in freiwilligen Arbeitsgemeinschaften ihre eigenen Solarautos konstruierten. Dabei zeigt die Veranstaltung, wie spannend und praxisnah die Beschäftigung mit regenerativen Energien sein kann. Die Teams präsentierten ihre Fahrzeuge auf der Rennstrecke, während die Zuschauer – meist Eltern und Großeltern – die Begeisterung und den Ehrgeiz ihrer Kinder hautnah miterleben konnten. Das Finalrennen war besonders spannend. Nur Millisekunden trennten die ersten Ränge voneinander.
Neben dem Hauptwettbewerb um das schnellste Auto wurden auch Sonderpreise vergeben: Für das kreativste Design, für innovative technische Lösungen sowie für die beste Videodokumentation gab es Auszeichnungen. Den ersten Platz in der Kategorie Geschwindigkeit ging an das Mädchenteam des städtischen Gymnasiums: Anna Gräßle, Emilia Czibulinski, Jule Berner und Zoe Frass. Zudem erhielten sie den Preis für das beste Video. Zweitplatzierte wurden Leo Mösch, Jonathan Fitzke und Mattheo Fitzke und den dritten Platz holten Julien Lehmann, Pius Fleig und Davin Ruder.
Ein Fahrzeug stach in der Bewertung für das beste Design mit vielen Details wie Spoiler, Lenkrad, oder Sportauspuff besonders hervor: das rote funktionale Auto von Damian Löffel, Isabella Schreiber und Benito Frank vom BIZ. Einen Preis für technische Innovation erhielten Elan Rüdiger, Jan Himmeslbach und Vincent With von der St.-Landolin-Schule für eine saubere Verarbeitung. Ihr Fahrzeug beeindruckte mit einer variablen Übersetzung und den Einsatz einer Kondensatorschaltung zur Überwindung des Tunnels.
Die Veranstaltung wurde durch das Engagement vieler Helfer getragen, von denen die meisten Mitglieder der Ettenheimer Bürgerenergie sind. Rund 20 Freiwillige sorgten dafür, dass alles reibungslos verlief – vom Auf- und Abbau bis zur Organisation auf der Rennstrecke. Die Rennleitung übernahmen Claus Fleig, Bob Hopman und Sven Metzger, während das Aufbauteam aus Bernhard Weißmüller, Wolfgang Friedrich und weiteren Helfern bestand.
Ein Wermutstropfen: Dieses Jahr war für Jörg Bold, der die Veranstaltung seit vielen Jahren organisiert hat, die letzte Solar-Challenge in seiner Rolle. Aufgrund der zahlreichen Projekte der Bürgerenergie, insbesondere des neuen Windparks Schnürbuck, ist die zeitliche Belastung zu groß, teilte er nach der Siegerehrung mit. Die Bürgerenergie hofft, zügig einen Nachfolger für diese Aufgabe zu finden.