Interkulturelles Angebot: So erfreuten sich 10.000 Kinder am Theater in Neuried

Unter anderem wurde beim Kinder- und Jugendtheater das Stück „Wie das Elefantenkind zu seinem Rüssel kam“ gezeigt.
Theater BaalGezeigt wurden Stücke für Kinder ab drei Jahren sowie für Grund- und weiterführende Schulen – dies- und jenseits des Rheins. Das Festival machte Station in Amberg, Eschau, Geispolsheim, Guebwiller, Kehl, Lahr, Neuried, Oberkirch, Oberroedern, Offenburg, Rheinau, Schutterwald, Schweighouse-sur-Moder, Straßburg, Vogelgrun und Wolfach.
Ein zentraler Schwerpunkt lag 2026 auf der bilingualen Inszenierung der Artus-Sage „Der kleine König Artus – Le petit roi Arthur“. Die Produktion erreichte in zehn Städten und Gemeinden mehr als 6.000 Kinder. Mehrere Vorstellungen kamen jeweils auf mehr als 400 Besucher und unterstreichen die hohe Nachfrage nach zweisprachigen Theaterangeboten, heißt es in der Mitteilung des Eurodistrikttheaters Baal. „Wenn deutsche und französische Kinder gemeinsam lachen, wird Verständigung plötzlich ganz einfach“, so Regisseur Guido Schumacher. „Genau dafür machen wir Theater.“
Die Produktion wurde im Rahmen von ACTO durch das Interreg-Programm Oberrhein der Europäischen Union kofinanziert. Ergänzt wurde das Programm durch die Stücke „Wie das Elefantenkind zu seinem Rüssel kam“, „Elisa und die Schwäne“ sowie „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“, die unterschiedliche Altersgruppen ansprachen.
Ein Höhepunkt war die Verleihung der Hermann-Maas-Medaille am 27. Januar in Gengenbach an das Theater Baal. Ausgezeichnet wurde das Ensemble für seine Inszenierung „Das Tagebuch der Anne Frank“.
Das Festival 2027 ist bereits in Planung
Die Jury würdigte insbesondere das Engagement für Verständigung zwischen Kulturen und Religionen sowie die kontinuierliche Arbeit mit jungen Menschen. Dabei verband das Theater künstlerische Qualität mit theaterpädagogischer Vermittlung und stärkte die Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur und gesellschaftlicher Verantwortung, heißt es weiter.
Mit seiner zweisprachigen Ausrichtung habe „Allez Hop!“ auch 2026 wieder gezeigt, wie Theater Grenzen überwinden könne. „Es schafft Begegnung, fördert gegenseitiges Verständnis und macht kulturelle Vielfalt für junge Menschen unmittelbar erlebbar“, so Baal.
Die nächste Ausgabe des Festivals 2027 ist bereits in Planung. Kulturämter, Städte und Gemeinden, die ein Gastspiel ausrichten möchten, können sich ab sofort beim Theater Baal melden.
Finanzierung
Das Projekt ACTO (Städte- und Gemeindebund-Theater Oberrhein) und das Festival „Allez Hop!“ werden kofinanziert durch Interreg Oberrhein/ Europäische Union, das Regierungspräsidium Freiburg, die Landkreise Ortenau und Rastatt sowie die Städte Offenburg und Lahr, die Gemeinde Neuried, die Région Grand Est, die Collectivité européenne d’Alsace, die Communauté de Communes Alsace Rhin Brisach sowie die Communauté d’Agglomération de Haguenau. Begleitet wird das Projekt von zahlreichen Partnern aus Kultur, Bildung, Wirtschaft und Verwaltung, darunter der Regionalverband Südlicher Oberrhein, der Verband Region Karlsruhe, die Chambre de Commerce et d’Industrie Alsace Eurométropole, die Direction régionale des affaires culturelles Grand Est, die Eurodistrikte Eurhena und Pamina, der Trinationale Eurodistrikt Basel, der deutsch-französische Wirtschaftsclub Oberrhein, die Internationale Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Albert Schweitzer, die Fachverbände der freien darstellenden Künste Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, Arts et Lumières en Alsace (Straßburg), Bewegend e. V. (Lahr), Obella Éditions (Straßburg) sowie die „Zeit.Geist“ Stiftung Lahr. Das Festival „Allez Hop!“ wird außerdem seit 2012 durch den Eurodistrikt Straßburg-Ortenau finanziell unterstützt.