„In vielen Bereichen weiterentwickelt“
: Schulleiter verlässt die Lahrer Friedrichschule

Die Friedrichschule hat ihren Schulleiter Stephan Seizinger verabschiedet, der das Amt acht Jahre lang bekleidet hatte. Seizingers Motto lautete immer: Jeder soll gerne zur Schule kommen.
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(red/tk)
Lahr
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Stephan Seizinger

Stephan Seizinger

Markus Nobis
  • Abschied an der Friedrichschule: Schulleiter Stephan Seizinger wechselt zum 1. September.
  • Acht Jahre Leitung prägten Reformen: Digitalisierung, Lernzeit und Teamarbeit wurden ausgebaut.
  • Leitgedanke blieb, dass Kinder gerne zur Schule kommen und gute Beziehungen wichtig sind.
  • Profil geschärft: Europaschule, Erasmus+-Akkreditierung und „Schule ohne Rassismus“.
  • Feierlicher Abschied mit Band und Tanzgruppe, viel Dank aus Kollegium und Schülerschaft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Als am letzten Schultag die Schulband die ersten Töne anstimmte, wurde schnell deutlich, dass dieser Vormittag für die Friedrichschule ein besonderer werden würde. Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeitende hatten sich auf dem Schulhof versammelt, um Stephan Seizinger zu verabschieden. Nach acht Jahren an der Spitze der Gemeinschaftsschule wechselt er zum 1. September als Schulrat an das Staatliche Schulamt Offenburg.

Mit dem Wechsel endet eine Zeit, in der sich die Friedrichschule in vielen Bereichen weiterentwickelt hat. Pädagogische Konzepte wurden gründlich überarbeitet, die Digitalisierung ausgebaut und modernere Strukturen geschaffen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Einführung der Lernzeit, die individuelles Lernen und mehr Eigenverantwortung der Schüler fördert. Ebenso wurde die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams weiterentwickelt.

Doch wer mit Seizinger über Schule spricht, merkt, dass für ihn nicht einzelne Projekte im Mittelpunkt stehen. Sein Leitgedanke war stets, Schule als einen Ort zu gestalten, an dem junge Menschen gerne lernen und sich wohlfühlen.
„Schule ist dann gut, wenn Kinder morgens gerne kommen“, sagt er. Bildung brauche fachliche Qualität ebenso wie Vertrauen, Wertschätzung und gute Beziehungen.

Auch das Profil der Friedrichschule hat sich sichtbar verändert. Die Auszeichnung als Europaschule, die Erasmus+-Akkreditierung mit internationalen Begegnungen sowie die Aufnahme in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ stehen beispielhaft für eine Entwicklung, die weit über den Unterricht hinausreicht.

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Seizinger selbst versteht diese Entwicklung als Gemeinschaftsleistung. Schule könne sich nur dann erfolgreich weiterentwickeln, wenn Lehrkräfte, Mitarbeitende, Eltern, Schulträger und viele weitere Partner gemeinsam Verantwortung übernehmen. Für diese Zusammenarbeit empfinde er Dankbarkeit. Ein Wunsch blieb während seiner Amtszeit allerdings unerfüllt. Der geplante Erweiterungsbau der Friedrichschule konnte bislang nicht umgesetzt werden.

Die Verabschiedung begann einige Tage zuvor bei der Abschlussfeier der Schule. Im Namen der Elternschaft dankte Elternbeiratsvorsitzende Simone Erlewein dem scheidenden Schulleiter für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sie hob insbesondere seine offene Kommunikation, seine Verlässlichkeit und den wertschätzenden Umgang mit Eltern hervor.

Den emotionalen Höhepunkt bildete die Versammlung am letzten Schultag. Die Schulband sorgte für Musik, eine Tanzgruppe der Klasse 5b begeisterte die Gäste. Persönliche Worte fanden die Schüler der Schülermitverantwortung. Sie dankten Seizinger für seine jederzeit offene Tür, dafür, dass ihre Anliegen ernst genommen wurden, und für eine Kommunikation, die von Respekt und gegenseitiger Wertschätzung geprägt gewesen sei.

Versammlung wird zum emotionalen Höhepunkt

Sichtlich bewegt nahm der scheidende Schulleiter die Beiträge entgegen. Sein Dank galt den Schülern ebenso wie dem Kollegium und allen Mitarbeitenden der Schule.

Im Anschluss verabschiedete sich das Kollegium von seinem langjährigen Schulleiter. Konrektor Andreas Brochhausen würdigte die Entwicklung der Friedrichschule und sprach von einer vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit, die von gegenseitigem Respekt und einem gemeinsamen Verständnis guter Schule geprägt gewesen sei.

Mit lang anhaltendem Applaus, persönlichen Gesprächen und vielen guten Wünschen endete schließlich ein besonderer Schultag – und zugleich ein prägendes Kapitel in der Geschichte der Friedrichschule.

Für Seizinger beginnt ein neuer beruflicher Abschnitt. Die Friedrichschule wird er mit vielen Erinnerungen verlassen – und mit der Hoffnung, dass sie ihren eingeschlagenen Weg erfolgreich weitergeht. Denn eines war für ihn in all den Jahren der wichtigste Maßstab: dass Kinder gerne zur Schule kommen.

Auf dem Weg bleiben

Für Seizinger beginnt ein neuer beruflicher Abschnitt. Die Friedrichschule wird er mit vielen Erinnerungen verlassen – und mit der Hoffnung, dass sie ihren eingeschlagenen Weg erfolgreich weitergeht.