In der Meißenheimer Festhalle: So verlief die Abschiedsfeier für Bürgermeister Alexander Schröder

Eindrücke von der Abschiedsfeier für Bürgermeister Alexander Schröder in der Festhalle Meißenheim
DecouxVor Beginn der Feier in der Meißenheimer Festhalle bildete sich bereits eine große Schlange. Der Grund: Bürgermeister Alexander Schröder begrüßte jeden Gast persönlich mit der Hand und tauschte sich kurz aus. Daher verzögerte sich die Veranstaltung um etwa 20 Minuten.
Die stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Fischer eröffnete den Abend und führte durch das Programm. Sie sah der Feier „mit einem lachendem und einem weinendem Auge“ entgegen und betonte, dass es Schröders Wunsch war, seine zahlreichen Wegbegleiter einzuladen.
Einer davon ist der Kürzeller Ortsvorsteher Hugo Wingert. Er war sicher, dass Schröder „mit einem Lächeln und ein wenig Wehmut auf die besondere Zeit zurückblickt“. Dabei habe er sich aber nie ausgeruht, war auf vielen Sitzungen und Terminen.
Die Schüler verabschieden sich mit lustigem Video
Zahlreiche Projekte wurden in den vergangenen 16 Jahren abgeschlossen, erinnerte sich Wingert. Darunter zähle etwa der Bau des Penny-Markts oder der Kauf des Rathausgebäudes („Ufo“). Zusammen habe man Höhen und Tiefen erlebt, „dazu braucht man Mut, Unerschrockenheit, Tatkraft und auch Glück, um das zu meistern.“
Die Meißenheimer Schüler verabschiedeten sich auf kreative Art und Weise: In einem Video berichteten sie von ihren Erfahrungen mit dem Bürgermeister („Ich geb dir die Note 1 mit Sternchen“, „Du bringst immer was Süßes mit“) und wünschten sich, dass er mal als Vertretungslehrer vorbeischaut. Dafür gab es einen großen Applaus in der Halle.
Regierungspräsident Carsten Gabbert war 13 Jahre Bürgermeisterkollege von Schröder und sprach von einem „ambivalenten Anlass“. Das Bürgermeisteramt sei ein Besonderes. Schröder sei immer meinungsstark und sehr engagiert gewesen, sei es im Kreistag oder im Bürgermeister-Sprengel. „Du bist ein Bürgermeister mit Bodenhaftung, Herz und Verstand“. Landrat Thorsten Erny schloss sich mit diesen Worten dem Lob an und bescheinigte Meißenheim unter der Ägide von Schröder einen Aufbruch in die Moderne.
Schröder appelliert für eine positive Grundeinstellung
Schröder verdient größten Respekt, dass er nicht wieder antritt. Dies gehe nur mit Rückgrat und Verantwortung. Für die Zukunft wünschte Erny ihm „erfüllte neue Wege“.
Bürgermeister Alexander Schröder war „ganz überwältigt“. Es sei ein merkwürdiges Gefühl zu wissen, dass es die letzte Rede als Bürgermeister sein wird. Er bedankte sich bei allen Beteiligten und wünschte Nachfolger Bodo Lange, dass er dieselbe Unterstützung erfahre wie er, denn „ohne ein starkes Team geht nichts“.
Er habe für seine Herzensgemeinde gearbeitet und „möchte keine Stunde missen“. Auch die Petition und Unterschriftenliste habe gut getan, da es eine Wertschätzung für die geleistete Arbeit sei. Sein Appell: „Nehmen Sie bitte eine positive Grundeinstellung in die Zukunft mit“.
Die Verabschiedung wurde von musikalischen Beiträgen des Musikvereins, des Männergesangsvereins und des Fanfarenzugs und von Annette Schröder umrahmt.
So geht es weiter
Der letzte Arbeitstag von Bürgermeister Alexander Schröder wird der Freitag, 5. Dezember, sein. Die Amtseinführung von Bodo Lange als neuer Bürgermeister findet am Montag, 8. Dezember, ab 19 Uhr in der Festhalle Meißenheim statt.