Im Zeichen des Schottenrocks
: Murwölfe holen Wanderpokal bei den 20. Prinzbacher Highland-Games

Bei der diesjährigen Ausgabe des sehenswerten Events herrschte wieder einmal beste Stimmung. Die Feuerwehr sorgte mit einer Brandwache für Sicherheit.
Von
Inka Kleinke-Bialy
Biberach-Prinzbach
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Das Foto zeigt den Moment, an dem bei „Splashing your rival“ feststeht, wer ins Wasser platscht.

Das Foto zeigt den Moment, an dem bei „Splashing your rival“ feststeht, wer ins Wasser platscht.

Inka Kleinke-Bialy
  • 20. Prinzbacher Highland-Games: beste Stimmung, Tausende Zuschauer trotz Hitze.
  • Feuerwehr stellte Brandwache, DRK half zwei Zuschauerinnen mit Kreislaufproblemen.
  • Disziplinen reichten von Bull-Riding und Baumstammwerfen bis „Splashing your rival“.
  • Abschluss mit „The Real Wheel Tug-o-war“ – danach Gesamtsieg für die Murwölfe.
  • Wanderpokal in Schwertform ging zum dritten Mal an die Murwölfe aus Welschensteinach.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Seit ich klein war, gehören die Highland-Games zu Prinzbach“, meinte die junge Ortsvorsteherin Matilda Schmidt mit Blick auf das 20-Jährige der beliebten Veranstaltung. „Und es macht mich wahnsinnig stolz, zu sehen, was hier jedes Jahr passiert“, wandte sie sich in ihrer kurzen Begrüßung an den veranstaltenden Musikverein Prinzbach-Schönberg, ebenso wie an alle helfenden Vereine.

„Ich wünsche uns allen einen mega geilen Nachmittag, Riesenstimmung und faire und unterhaltsame Spiele“, schloss sie – ein Wunsch, der in Erfüllung gehen sollte.

Auch Biberachs Bürgermeister Jonas Breig hatte es sich nicht nehmen lassen, zu dem am vergangenen Sonntagnachmittag anstehenden „Spektakel“ stilecht im Kilt einzumarschieren, zu den Klängen der Bag-Pipe-Band „Prinzbach Highlanders“ und gemeinsam mit allen 16 teilnehmenden Mannschaften. „Eure ursprüngliche kleine, verrückte Idee ist groß geworden“, sprach er ein nicht minder großes Kompliment aus.

Die 20. Highland-Games unter im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlichen Dürre- und Hitzebedingungen mit im Laufe des Tages Tausenden von Zuschauern waren nur dank vorausschauender Vorbereitung und Regelungen sowie mit Hilfe der Feuerwehr möglich. Diese sorgte mit einer Brandwache für Sicherheit.

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Bei „Riding the bull“ war eine sehenswerte Diszipln.

Auch „Riding the Bull“ war eine sehenswerte Diszipin. Das elektronisch gesteuerte Vieh wurde auf den Namen Bertha getauft.

Inka Kleinke-Bialy

Gefordert war auch das Deutsche Rote Kreuz: Zwei in der prallen Sonne sitzende Frauen aus dem Publikum bekamen Kreislaufprobleme, die meisten der Zuschauer hatten jedoch mit schattenspendenden Schirmen und Kopfbedeckungen vorgesorgt.

Einige Teams sind seit 20 Jahren dabei

„Es wird für uns alle anstrengend werden“, mutmaßte Moderator Stefan Himmelsbach angesichts der Temperaturen. Ein jeder aber – allen voran die Mannschaften – trotzte den Umständen mit Frohsinn und folgte der eindringlichen Mahnung „Denkt ans Trinken, Leute, die Sonne ist gnadenlos!“ Eigens für die Mannschaften stand ein riesiger Zuber mit zwischen Eisklumpen liegenden Mineralwasserflaschen bereit.

Unter den Teilnehmern befanden sich Mannschaften, die bereits seit 20 Jahren dabei sind, teils sind die nun erwachsenen Kinder am Start. Neben den alten und noch nicht ganz so alten Hasen gab es mit den „Landemers“ auch in diesem Jahr wieder Neulinge.

Der 4,30 Meter lange und entsprechend schwere Baumstamm soll sich überschlagen und idealerweise auf 12 Uhr zum Liegen kommen.

Der 4,30 Meter lange und entsprechend schwere Baumstamm soll sich überschlagen und idealerweise auf 12 Uhr zum Liegen kommen.

Inka Kleinke-Bialy

Die Wettkämpfe selbst stellten eine für Zuschauer wie Teilnehmer hoch unterhaltsame Auswahl, ein  „Best of“ der vergangenen zwei Jahrzehnte, dar. Los ging es mit „Bull-Riding“. Das elektronisch gesteuerte Vieh wurde zwar noch schnell auf den lieblichen Namen Bertha getauft, seiner buckelnden Bockigkeit tat das aber keinen Abbruch.

Den Abschluss markiert das spektakuläre Tauziehen

Weiter ging es mit „Driving the Scottish Wheel Barrow“ mit menschlichen Schubkarren und mit dem urschottischen Baumstammwerfen. Bei „Splashing your rival“ wiederum galt es, auf einem Baumstamm zu balancieren und den Gegner mithilfe nasser Strohsäcke ins darunterliegende Wasser zu befördern. Hoch her ging es auch beim „Whisky Trail mit Zipline“. Bei dieser Mannschaftsdisziplin musste möglichst viel Wasser durch einen Parcours befördert werden.

Mit dem ebenso spektakulären Tauziehen mit jeweils vier Mannschaften, „The Real Wheel Tug-o-war“, endeten die Spiele nach rund drei Stunden. Den Gesamtsieg, für den ein Wanderpokal in Form eines Schwertes vergeben wird, errangen die Murwölfe aus Welschensteinach. Sie siegten bereits zum dritten Mal.

Für 20 Jahre Highland-Games bedankten sich alle Mannschaften bei den Prinzbach Highlanders mit einem Präsent.