Im Gewerbegebiet Dyn A5: Ettenheimer Amazon-Neubau soll Mitte 2026 den Betrieb aufnehmen

Setzten den symbolischen Spatenstich für den Neubau (von links): Ettenheims Bauamtsleiter Markus Schoor, Goldbeck-Chefin Anja Knura, Bürgermeister Bruno Metz und Dietmar Benz sowie Amazon-Vertreter Ronny Khreis.
PiskadloIm Gewerbegebiet Dyn A5 tut sich etwas: Ende April hat der Internethandel-Gigant Amazon verkündet, sich in Ettenheim niederzulassen, rund drei Monate später stehen bereits die ersten Bagger auf dem Grundstück neben dem Pelletwerk. „Die Fläche ist so groß wie ein Viertel des Europa-Parks“, macht Anja Knura deutlich, um welche Dimensionen es sich hierbei handelt. Gemeinsam mit den Bürgermeistern Bruno Metz (Ettenheim) und Dietmar Benz (Mahlberg) sowie mit zahlreichen Amazon-Vertretern setzte die Geschäftsführerin des Bauunternehmens Goldbeck am Dienstagmittag den symbolischen Spatenstich für den Neubau.
„Auf einer Fläche von mehr als 37 000 Quadratmetern entsteht eine Logistikhalle mit rund 7000 Quadratmetern Nutzfläche – ergänzt durch ein Vordach von mehr als 2000 Quadratmetern“, gibt Knura einen Einblick. Zusätzlich sei ein fünfstöckiges Parkhaus mit 423 Stellplätzen geplant. Erstaunlich: Schon Ende Mai 2026 soll das neue Verteilzentrum in Betrieb gehen. „Die Bauzeit ist ambitioniert“, gibt die Geschäftsführerin zu und betont: „Ein straffer Zeitplan, der nur mit einem starken Team und verlässlichen Partnern möglich ist.“
Neubau könnte letzte große Einweihung von Metz und Benz als Bürgermeister sein
Dass man diese mit den Städten Mahlberg und Ettenheim gefunden habe, war sich auch Amazon-Vertreter Ronny Khreis sicher. „Alles hat bisher reibungslos funktioniert. Wir haben das Ganze vor einigen Wochen vergeben und zu sehen, dass schon viel Erde wurde. Unsere unsere Zeitschiene ist recht straff, aber wir haben vollstes Vertrauen, dass wir es schaffen, nächstes Jahr den Betrieb aufzunehmen“, so Khreis. Insgesamt sollen mit dem Neubau 200 Arbeitsplätze geschaffen werden.
Bürgermeister Metz freute sich – auch im Namen des Mahlberger Rathauschefs – über den Zuwachs im gemeinsamen Gewerbegebiet. „Vor rund 25 Jahren haben wir dieses Gebiet entwickelt, um eine Chance zu bekommen, Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft in der Region anzusiedeln.“ Und mit dem weltweit bekannten Unternehmen Amazon komme nun ein „Schwergewicht“ dazu. Auch mit der verhältnismäßig kurzen Bauzeit seien die beiden Bürgermeister einverstanden, sagt Metz lachend. Zumal Metz und Benz im nächsten Jahr nach jeweils mehr als 30 Jahren Amtszeit ihre Posten abgeben werden. „Deshalb würden wir uns freuen, die Eröffnung des Standorts noch als Bürgermeister begleiten zu dürfen“, so Metz. Abschließend wünschte er allen Beteiligten viel Erfolg und eine unfallfreie Bauzeit.

Die Bagger stehen bereit und haben die Fläche für den Amazon-Standort bereits begradigt.
Foto: PiskadloUnd wie sieht es mit den Baukosten aus? So deutlich wie das Unternehmen die rasche Bauzeit betont, so bedeckt hält es sich, wenn es um die Investitionssumme geht. „Das kann ich nicht sagen“, erklärt Pressesprecher Oliver Kentschke auf Nachfrage unserer Redaktion.