Im Europa-Park in Rust
: In der Achterbahn von einem Vogel getroffen werden? So groß ist die Gefahr

Zum zweiten Mal in zwei Jahren ist in Tripsdrill ein Vogel mit einer Achterbahn zusammengestoßen und ums Leben gekommen. Könnte das auch im Europa-Park passieren? So groß ist die Gefahr, in Blue Fire, Silverstar und Co. von einem Vogel getroffen zu werden.
Von
Julia Maria Meene
Rust
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Vögel im Europa-Park

Wie hoch ist die Gefahr, auf einer Achterbahn im Europa-Park mit einem Vogel zusammenzustoßen?

Silas Stein/dpa
  • Thema: Kollisionen zwischen Vögeln und Achterbahnen und die Lage im Europa-Park.
  • In Tripsdrill starb erneut ein Storch nach Zusammenstoß mit einer Achterbahn.
  • Tierschützer kritisieren den Park bei Cleebronn und fordern besseren Schutz.
  • Europa-Park: keine dokumentierten Fälle, Vögel meiden Bahnen wegen Lärm und Fahrtwind.
  • Maßnahmen im Europa-Park – Sauberkeit gegen Tauben, Nistplätze für Störche, Fledermauskorridor.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Immer wieder gehen im Internet Videos viral, wie Menschen auf Achterbahnen von Vögeln getroffen werden. Schön ist die Vorstellung nicht: Man sitzt in der Achterbahn, fährt durch einen Looping und plötzlich knallt etwas Schweres mit Federn an den Kopf. Doch wie groß ist die Gefahr tatsächlich?

Zusammenstöße zwischen Vögeln und Achterbahnen kommen zwar nicht häufig vor, trotzdem gibt es einige bekannte Vorfälle. Bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren ist ein Storch im Erlebnispark Tripsdrill nach einem Unfall gestorben. Das Tier war von einer Achterbahn erfasst worden und starb kurz darauf an den Folgen des Unfalls.

Tierschützer fordern mehr Schutz

Von Tierschützern gab es wiederholt harsche Kritik am Umgang mit den Tieren in dem Erlebnispark bei Cleebronn (Kreis Heilbronn). Der Park tut aus ihrer Sicht nicht genug, um sie zu schützen.

Wie hoch ist die Gefahr, im Europa-Park in einer Achterbahn von einem Vogel getroffen zu werden? Laut Florian Kornprobst, Sprecher des Parks, habe es bisher keine dokumentierten Fälle von Achterbahnkollisionen mit Vögeln gegeben im Europa-Park. „Nach unseren bisherigen Erfahrungen halten sich Vögel aufgrund der Geräuschkulisse sowie des Fahrtwinds in der Regel von den fahrenden Achterbahnen fern“, sagt Kornprobst.

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Bluefire Europa-Park

Laut einem Sprecher des Europa-Parks halten sich Vögel erfahrungsgemäß von fahrenden Achterbahnen, wie beispielsweise der Bluefire, fern.

Europa-Park

Ein Konzept, um die Tiere von den Achterbahnen fernzuhalten, wie es der Erlebnispark Tripstrill nach dem erneuten Tod eines Storches jetzt plant, gebe es aber nicht. Im Gegenteil: Einige Wildtiere gehören zum Park dazu. Der Europa-Park berücksichtige bei Planung und Betrieb seiner Attraktionen laut eigenen Aussagen auch Aspekte des Natur- und Artenschutzes.

Das macht der Europa-Park gegen Taubenansiedlungen

Im Park sind recht selten Tauben zu sehen, obwohl sie insbesondere in den Gastronomiebereichen viel Nahrung finden würden. Ein Konzept gegen Stadttauben gibt es aber nicht – stattdessen versucht man durch hohe Sauberkeitsstandards und die regelmäßige Reinigung der Park- und Gastronomiebereiche, mögliche Nahrungsquellen für Tauben zu reduzieren. Dies trägt laut Kornprobst dazu bei, dass sich Tauben im Europa-Park nur selten dauerhaft aufhalten.

An anderer Stelle setze sich der Park laut dem Sprecher konkret für die heimische Artenvielfalt ein. Für Störche gebe es beispielsweise fünf betreute Nistplattformen in ruhigen Bereichen wie in Irland und bei den Hotels.

Im Bereich der Achterbahn „Voltron“ sei etwa ein spezieller Fledermauskorridor eingerichtet. Dieser dient dazu, die Lebensräume und Flugwege heimischer Fledermäuse zu schützen. Im Resortgelände gebe es zudem rund 200 Nistkästen, die gezielt für heimische Vogelarten aufgehängt worden seien.