Hilfsgüter bereits angekommen
: Lahrer Ukrainehilfe freut sich über hohe Spendenbereitschaft

Vor rund drei Wochen hat der Verein Gemeinsam Europa um Spenden für den Transport von Krankenbetten gebeten. Innerhalb weniger Tage kam die benötigte Summe zusammen.
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(red/pl)
Lahr
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Auf diesem Foto werden die Krankenbetten in der Ukraine abgeladen.

Verein

„Ich bin immer wieder überwältigt von der Großzügigkeit unserer Spender und Unterstützer“, freut sich Gemeinsam-Europa-Vorstand Pirmin Styrnol in einer Pressemitteilung der Lahrer Hilfsorganisation. „Wir hatten natürlich gehofft, die benötigte Summe zusammenzubekommen, aber die Geschwindigkeit hat uns dann doch überrascht“, so der 36-Jährige.

Der gemeinnützige Verein hatte die Transportkosten zunächst vorgestreckt, in der Hoffnung, diese mittelfristig refinanzieren zu können. Mittlerweile sei die benötigte Spendensumme von 3500 Euro sogar überstiegen.

Geliefert wurden 34 Krankenbetten und rund 150 Matratzen

Mit den weiteren Spenden wird nun bereits der nächste Transport in der kommenden Woche vorbereitet. „Nach wie vor startet unsere Organisation ungefähr einmal im Monat einen Hilfstransport in die Ukraine“, so Styrnol in der Pressemitteilung weiter.

Während die Ukrainische Armee derzeit vermehrt in die Initiative gelange und die russischen Truppen vor immer größere Probleme stelle, weite Russland seine Angriffe gegen zivile Ziele aus, heißt es in der Mitteilung weiter. Beim bislang größten Drohnen- und Raketenangriff des gesamten Krieges seien demnach in der Nacht von Samstag auf Sonntag alleine im Stadtgebiet von Kyjiw 81 Menschen verletzt worden (davon drei Minderjährige), mindestens vier Menschen seien gestorben. „Umso wichtiger ist es, dass unsere Hilfe nicht aufhört“, so Styrnol. „Die Ukrainerinnen und Ukrainer wehren sich tapfer, aber sie brauchen uns. Sie brauchen unsere Unterstützung sowohl moralisch als auch finanziell“, wirbt er für weitere Hilfsleistungen und öffentliche Solidarisierung. „Eine kleine Ukraineflagge am Fenster oder im Auto hilft. Das wird bemerkt. Auf solche Bilder werden wir in der Ukraine immer wieder angesprochen“, sagt er und fügt hinzu: „Unsere Hilfe mag nur ein Tropfen sein, aber viele Tropfen ergeben einen Fluss. Wir werden das angegriffene Land jedenfalls nicht im Stich lassen und ich weiß: unsere Unterstützer auch nicht“, ist sich Styrnol sicher.

Die geglückte Lieferung der 34 Krankenbetten und rund 150 Matratzen nach Winnyzja zeugt laut Mitteilung vom berechtigten Optimismus des Vereins. „Gemeinsam Europa“ (auch bekannt als „Lahr Hilft“) hat die Lieferung mit der Freiburger „Deutsch-Ukrainische Gesellschaft (DUG)“ und der Karlsruher „Rosinen Initiative“ organisiert. Das Ortenauklinikum Offenburg hat die Hilfsgüter Anfang Mai an den Verein aus Lahr gespendet. Nun sollen sie in der Zentralukraine Leben retten.

Hintergrund

Weitere Infos zu dem Lahrer Verein und zu den Möglichkeiten einer Spende finden Interessierte im Web unter www.gemeinsam-europa.de

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