Hallengebühren werden erhöht: Schutterer Ortschaftsrat fordert Nachrüstung bei Offohalle

Die Offohalle in Schuttern wurde im Jahr 1986 erbaut. Mittlerweile müssten die Sanitärräume saniert werden.
Bohnert-SeidelBeim Ortschaftsrat von Schuttern waren die Hallengebühren am Dienstag ein heißes Thema. Nicht, weil die Notwendigkeit zur Erhöhung nicht erkannt wird. Einige Mitglieder im Ortschaftsrat vertreten die These: „Bezahlt wird, was auch funktioniert.“
Schon seit lLngem ist das mangelnde heiße Wasser in den Duschräumen Thema. „Die Gemeinde darf nicht nur die Kosten für die Vereine erhöhen und an der Substanz nichts verändern“, forderte Simon Greiner (CDU). Ortsvorsteher Jürgen Silberer ist sich der schlechten Warmwasserbereitung in den Sanitärräumen bewusst. Jüngst wurde der Zustand der sanitären Anlagen über das Bauamt der Gemeinde Friesenheim aufgenommen. Dass im Sanitärbereich nachgerüstet werden müsse, sei allgemein bekannt. Silberer hofft, dass dies noch dieses Jahr umgesetzt werden kann. Je nach Höhe des Betrags müssten finanzielle Mittel in den Haushalt für das Jahr 2026 eingestellt werden. Angedacht wird auch die Warmwasseraufbereitung über die Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Offohalle. Die Machbarkeit wird geklärt.
Hoher Kalkgehalt ist zusätzliches Problem
Ein großes Problem sei zudem der hohe Kalkgehalt im Wasser. Weshalb über eine Enthärtungsanlage nachgedacht werden müsse. Guido Leberl (CDU) bestätigte den Mangel an der Offohalle und empfindet außerdem die Lautsprecheranlage „als reine Katastrophe“. Leider wird die Lautsprecheranlage immer wieder in der Halle verstellt. Leberl hat gegen die Gebührenerhöhung gestimmt.
Eventuell ließe sich mit einer zusätzlichen Lautsprecherbox verhelfen, räumte Silberer ein. Marco Lippmann (CDU) wäre es einerlei, ob um 15 oder 20 Prozent die Hallengebühren steigen. „Hauptsache es wird etwas gemacht und die Duschen funktionieren wieder.“ Dass überhaupt nicht geduscht werden könne, das wollte Silberer so nicht stehen lassen. Im Laufe des Jahres sollte die sanitäre Anlage wieder funktionieren, erwartete Simon Spinner (FW).
Hallenmiete betrifft hauptsächlich den TuS
Martin Buttenmüller (Bürger für Schuttern) erklärte: „Der Deckungsgrad der Offohalle über die Gebühren beträgt acht Prozent. Wenn die Gebühren um 15 Prozent erhöht werden, macht das den Kohl nicht fett.“ Es brauche die Gebührenerhöhung, so Georg Kempf (Bürger für Schuttern) und ergänzte: „Die Kosten laufen aus dem Ruder.“
In Schuttern betrifft die Hallenmiete hauptsächlich den TuS. Ihn würde eine Erhöhung der Gebühren um 15 Prozent jährlich mit einer Mehrbelastung von 718 Euro betreffen. Bisher hat die Gebühr für die Offohalle 506 Euro betragen. Neu läge die Hallenmiete bei 582 Euro, was einer Steigerung um 75 Euro entspricht. Die jährliche Miete der Probenräume im Vereinsheim soll von 100 auf 130 Euro steigen.
Hallenbau
Der Bau der Offohalle war nicht Teil des Eingliederungsvertrags bei der Eingemeindung. Dennoch wurde sie unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung aller Ortsteile im Jahr 1986 gebaut.