„Guten Lauf mitnehmen“: Auf den SC Lahr wartet eine schwere englische Woche

Nach drei Siegen zum Start blickt man beim SC Lahr mit Vorfreude auf die nächsten Spiele.
KünstleVerbandsliga: SC Lahr – FC Rot-Weiß Salem (Samstag, 15.30 Uhr). Es hatte schon fast etwas von einer unliebsamen Tradition: Der verhaltene Start des SC Lahr in die Verbandsliga-Saison. Auch Sascha Schröder, der seit mittlerweile eineinhalb Jahren als Cheftrainer an der Dammenmühle in der Verantwortung ist, weiß um die Startschwierigkeiten in der Vergangenheit.
„Wenn Lahr gut starten würde...“ – diesen Gedanken hatte auch er bereits früher. Bislang war das jedoch rein hypothetisch. In die neue Saison ist der SC Lahr aber nun perfekt reingestartet. Neun Punkte aus drei Spielen bedeuten den besten Saisonstart in der noch jungen Vereinsgeschichte.
Für Trainer Schröder liegen die Gründe dafür auch in der Vorsaison. Genauer: in der Hinrunde. Denn nach 16 Spieltagen stand der SC Lahr als Viertletzter auf einem Abstiegsplatz, fünf Siege standen elf Niederlagen gegenüber. Dank einer starken Rückrunde – auch etwas, was die Lahrer in der Vergangenheit stark machte – wurde es am Ende noch Platz sieben.
Erfahrungen aus der schweren Vorsaison
Überbewerten will Schröder den Traumstart mit insgesamt fünf Pflichtspielsiegen (dreimal Liga, zweimal Pokal) aber nicht. „Wir wollen maximal demütig bleiben, vor allem nach der letzten Hinrunde“, sagte der Trainer am Sonntag nach dem jüngsten 3:0-Erfolg beim FC Wolfenweiler-Schallstadt.
Insgesamt aber war er „sehr, sehr zufrieden“ mit seiner Mannschaft. „Es ist spannend, die Entwicklung zu sehen“, so der Trainer. Diese dürfte auch in der Herangehensweise stattgefunden haben. „Die Jungs haben verstanden, dass man mit fünf Prozent weniger in der Verbandsliga nicht bestehen kann“, sagt Schröder. Und: „Sie haben verstanden, was es braucht – und zwar gegen jeden Gegner.“
Auch gegen den Angstgegner siegreich gewesen
Dass die drei Siege zum Start gegen zwei Aufsteiger und den sich im Umbruch befindlichen Oberliga-Absteiger FC 08 Villingen II – in der jüngeren Vergangenheit so etwas wie ein Angstgegner der Lahrer – eingefahren wurden, stützen Schröders Aussagen vom Sonntag über die Herangehensweise seiner Mannschaft.
Und natürlich wirft der starke Saisonstart unweigerlich die Frage auf, wohin es in dieser Saison, in der man die Lahrer in einer ausgeglichenen Liga zumindest zum erweiterten Favoritenkreis zählen darf, gehen kann? „Wir wissen, dass einiges möglich ist“, sagt Schröder. Eine konkretere Antwort dürfte nach gerade einmal drei Spieltagen auch schwerfallen.
Erst kommt Salem, danach geht’s zweimal nach Linx
Doch klar ist: Der SC Lahr geht mit dem maximal möglichen Selbstvertrauen in die nächste englische Woche. Am Samstag kommt um 15.30 Uhr mit dem FC Rot-Weiß Salem (ein Punkt aus drei Spielen) der nächste Aufsteiger an die Dammenmühle, ehe es dann zweimal binnen fünf Tagen auswärts gegen den SV Linx geht.
Mittwochs steht das Achtelfinale im SBFV-Pokal an, ehe es dann Sonntag (14. September) in der Verbandsliga zum schnellen Wiedersehen kommt. Zunächst aber liegt der Fokus des SC Lahr auf dem Duell gegen den Aufsteiger vom Bodensee. „Wir freuen uns auf das Heimspiel“, sagt Schröder. Gegen den SV Niederschopfheim holte Salem am vergangenen Wochenende den ersten Punkt in der neuen Liga.
Favoritenrolle liegt klar beim SC Lahr
Die Rollen für das Duell an der Dammenmühle sind also klar verteilt, das weiß auch Schröder. Sein Ziel ist klar: „Wir wollen das Spiel gewinnen, den guten Lauf mitnehmen und den nächsten Schritt machen.“
Denn mit einem weiteren Sieg würde der SC Lahr nicht zur seinen eigenen Startrekord ausbauen, sondern auch weiteres Selbstvertrauen für die wichtige englische Woche sammeln. Bei diesem Unterfangen werden Jannis Kalt, Carsten Giedemann (beide Urlaub) und Dennis Häußermann, der in Schallstadt verletzt raus musste, fehlen.
