Gute Nachrichten von der Badenova
: Auch im heißen Sommer gibt’s in Lahr genug Wasser

Wie gut ist die Wasserversorgung in Lahr aufgestellt, gerade wenn es heiß und trocken ist? SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner hat sich ein Bild vom Wasserwerk auf dem Galgenberg gemacht. Die Firma Badenova versicherte: Es gibt keine Engpässe.
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red/jk
Lahr
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Interessante Einblicke in das Lahrer Wasserwerk erhielt Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner (Zweiter von links).

Büro Fechner

Die Lahrer Wasserversorgung erlebt spannende Zeiten. Das erfuhren SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner und seine Besuchergruppe beim Besuch des Wasserwerks Galgenberg der Firma Badenova. Der Leiter der Abteilung Trinkwasser und Abwasser, Simon Herrmann, berichtete, dass die Wasserversorgung in Lahr auch in den heißen Monaten dieses Jahres gesichert gewesen sei, wie Fechner in einer Mitteilung erklärt.

Auch wenn Lahr weiter wachse, habe man noch Potenzial für viele weitere Wasseranschlüsse, heißt es weiter. Ursprünglich war das Wasserwerk Galgenberg ausgelegt, auch den Flugplatz und den dortigen großen Wasserverbrauch zu versorgen. Jedes Jahr investiere die Badenova zwei Millionen Euro in die Lahrer Wasserversorgung. Pro Tag verbrauchen die Lahrer 7500 Kubikmeter Wasser aus mehr als 9000 Anschlüsse und einem Leitungsnetz von nunmehr über 300 Kilometern.

Nahezu minütlich werde das Leitungsnetz auf seine Auslastung überwacht, um Lecks festzustellen. Dadurch sei der Wasserverbrauch so genau prüfbar, dass sogar der erhöhte Verbrauch etwa während der Pinkelpausen in Halbzeiten von Fußballspielen bei der Europameisterschaft messbar gewesen seien. Durch die vielen Niederschläge habe sich in den vergangenen Wochen der Grundwasserspiegel in Lahr spürbar gehoben und auch die Quellen lieferten mehr Wasser. Die Wasserversorgung in Lahr sei auch deshalb gesichert, weil die Tiefbrunnen im Oberrheingraben starke Grundwasserleiter haben.

Ex-Landtagsabgeordneter Walter Caroli treibt die Sorge um, dass bei langen Trockenperioden Wasser von Quellen entnommen wird, was den Bachläufen dann fehle und zu Umweltnachteilen führen könnte. Hier gab Herrmann Entwarnung und sicherte ausdrücklich zu, dass die Badenova selbst ein Interesse daran habe, dass genügend Wasser vorhanden ist. Der Wald sei der beste Wasserspeicher, weshalb die Badenova ein großes Interesse an einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung habe. Deswegen investiere auch die Badenova seit ihrem Bestehen 2001 jedes Jahr drei Prozent ihres Jahresgewinns in den Badenova-Innovationsfonds für Klima und Umweltschutz.

Nur einmal wurde zum Sparen aufgerufen

Dass man Wasserentnahmen einschränkt, hält Herrmann in Lahr für äußerst unwahrscheinlich, obwohl dies im Extremfall rechtlich zulässig wäre, heißt es in der Mitteilung weiter. Lediglich einmal drohte vergangenes Jahr in Reichenbach ein Wasserengpass, weshalb die Reichenbacher Bürger gebeten wurden, weniger Wasser zu entnehmen.

Hackerangriffe gegen das Wasserwerk, das zur sogenannten kritischen Infrastruktur zählt, habe es bislang nicht gegeben, berichtete Herrmann weiter. Auch sei Trinkwasser für einen Tag in den Speichern, so dass das Wasserwerk gegen Unfälle oder Stromausfälle gewappnet sei. Genau untersucht werde die Wasserqualität: Mehr als 400 Proben pro Jahr werden von der Badenova, aber auch vom Gesundheitsamt entnommen. Aufgrund der langen Trockenheit seien die Grundwasserleiter aber immer noch unter Stress und es könne nicht von einer dauerhaften Erholung gesprochen werden, so Herrmann.

Zehn Millionen Wannen

Die Firma Badenova ist in Lahr für die Wasserversorgung zuständig. Das Wasser wird aus fünf Tiefbrunnen und drei Quellgebieten gewonnen. Im Wasserwerk wird es zentral aufbereitet. Der Gesamtverbrauch lag 2019 bei 2,9 Millionen Kubikmeter. Das sind etwa zehn Millionen Badewannen.

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