Gewinnspiel unserer Redaktion
: Kinder blicken hinter die Kulissen des Europa-Parks

Wer hält den Europa-Park im Hintergrund am Laufen? Dieser Frage gingen Lana Weber und Johannes Krieg, die Gewinner der LZ-Verlosung, auf den Grund.
Von
Christopher Piskadlo
Rust
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Zahlreiche Gewinner-Kinder der Aktion „Kleine Reporter“ durften einen Blick hinter die Kulissen des Europa-Parks werfen. Hier befinden sie sich in der parkeigenen Schreinerei.

Piskadlo

Johannes Krieg kennt den Europa-Park wie seine Westentasche. Jedes Jahr kommt der Zwölfjährige mit seiner Familie nach Rust, war in dieser Saison bereits drei Mal vor Ort. Auf die Frage, ob er sich bereits in die „Voltron“ gewagt hat, antwortet er mit einem verschmitzten Kopfnicken. „Fünf Mal schon“, sagt er stolz. Auch die 13-jährige Lana Weber geht regelmäßig im Park ein und aus, begleitete als Erstklässlerin sogar die Sommerparade. Was den jungen Lahrern bislang jedoch verwehrt blieb: Ein Blick in das Logistikzentrum des Europa-Parks. Zugang haben eigentlich nur Mitarbeiter, die den Betrieb täglich am Laufen halten. Im Rahmen des LZ-Gewinnspiels „Kinder-Reporter“ dürfen die beiden – gemeinsam mit weiteren Gewinnern anderer Regionalzeitungen – hinter die Kulissen blicken.

„Wir haben hier Stoffe jeder Farbe und Beschaffenheit“, erklärt Shirley Mumzert in der Kostümschneiderei des Europa-Parks. Hinter der 19-Jährigen stapeln sich Textilrollen bis unter die Decke. „Zwischen 1000 und 100 000 Metern Stoff“, gibt die Schneiderin eine wage Schätzung ab. Insgesamt seien über die vielen Jahre hinweg rund 5000 Kostüme entstanden – allein für das 50-jährige Bestehen des Parks seien bis zu 100 Stück dazugekommen. „Wie lange braucht man für eins“, möchte ein Kind wissen und staunt nicht schlecht, als Mumzert sagt: „Mit Anprobe rund einen Monat.“

Schreiner müssen ab und zu sogar Schlösser knacken

Weiter geht es mit der Malerei. Dort werden Möbelstücke lackiert, beschädigte Gegenstände wieder frisch gemacht, und – passend zum Herbst – Kürbisse bemalt. Wenige Meter entfernt befindet sich die Schreinerei. Dort arbeitet Lena Bose und zeigt den Kindern, mit welchen Geräten sie täglich zutun hat. Darunter befinden sich moderne Sägen jeglicher Art und Größe. Für Johannes ein Anlass, sich von seiner Mutter in der Werkstatt fotografieren zu lassen. „Wir machen hier alles von Türen bis Möbelstücke. Wir arbeiten aber auch unter anderem mit Glas und müssen ab und zu sogar Schlösser knacken“, beschreibt die 21-Jährige ihre Arbeit. Wurden auch Stücke eigens für das Parkjubiläum hergestellt? „Ja“, antwortet Bose. So wurden unter anderem das hölzerne „50“-Logo sowie eine Bürolampe für Park-Chef Roland Mack in der Schreinerei produziert. Gefällt den Kindern besonders gut: Als Mitarbeiter erhält man freien Eintritt in den Europa-Park. „Seitdem ich hier arbeite, komme ich privat nicht mehr so oft her. Ich sehe dann immer nur die Arbeit“, erklärt Bose lachend. Ob in der Holzwerkstatt auch an der Achterbahn Wodan gearbeitet wurde, wollte ein anderes Kind wissen. Das muss Bose verneinen. Damit das Holz der Attraktion nämlich der Witterung standhalte, müssten Chemikalien verwendet werden. „Damit arbeiten wir hier nicht“, begründet sie.

Die Gewinner der LZ-Verlosung: Lana Weber und Johannes Krieg

Foto: Piskadlo

Der Abschluss der Tour ist die Besichtigung der parkeigenen Betriebsfeuerwehr. „Wir sind 24 Stunden am Tag im Einsatz“, berichtet Christian Löffler, stellvertretender Wachabteilungsführer. Pro Tag müsse man durchschnittlich zwei bis drei Mal ausrücken. „Es brennt ja aber nicht jeden Tag. Was sind das für Einsätze?“, ist von den jungen Besuchern zu hören. Laut Löffler sind diese vergleichbar mit den Einsätzen einer Feuerwehr, die für eine Gemeinde oder Stadt zuständig ist. „Technische Hilfeleistungen“, beschreibt er.

Jedes Kind erhält eine Überraschungstüte

Als kleines Abschiedsgeschenk erhält jedes Kind eine Überraschungstüte. Lana und Johannes nehmen darüber hinaus zahlreiche Erfahrungen mit nach Hause – und vielleicht sogar eine berufliche Perspektive. „Da mein Opa daheim eine Werkstatt hat, in der ich gerne helfe, hat mir die Schreinerei am besten gefallen. Ich könnte mich vorstellen, dort ein Praktikum zu machen“, zeigt sich der Zwölfjährige Lahrer begeistert. Die Holzarbeiten haben offenbar auch bei Lana Eindruck hinterlassen: „Die Schreinerei“ antwortet sie auf die Frage, welcher Bereich ihr gefallen hat. „Sie übernimmt zuhause viele handwerkliche Arbeiten“, weiß ihre Mutter zu schätzen. Eines Tages als Schreinerin im Europa-Park zu arbeiten, könne Lana sich jedoch nicht vorstellen. Interessant war die Tour für sie aber allemal.

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