Gesunde Böden für gesunde Pflanzen
: Rund 773 Hektar Wald in und um Lahr werden mittels Helikopter gekalkt

Saure Böden anreichern, die Vitalität von Bäumen und Sträuchern erhöhen: Im Zeitraum von Montag, 10. August, bis etwa Mitte September werden Waldflächen auf den Gemarkungen Lahr, Kuhbach, Reichenbach, Sulz und Seelbach gekalkt.
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red/pl
Lahr
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Kalk für Sachsens Wälder: 28.07.2026, Sachsen, Glashütte: Ein Hubschrauber streut im Rahmen der diesjährigen Bodenschutzkalkung Magnesiumkalk auf ein Waldgebiet nahe Glashütte. Im Auftrag des Staatsbetriebs Sachsenforst werden dazu bis Oktober rund 6.900 Hektar Wald in verschiedenen Forstbezirken des Freistaates überflogen und dabei knapp 21.000 Tonnen Magnesiumkalk verteilt. Gekalkt werden hierbei nur durch menschliche Ursachen versauerte Böden. Foto: Jürgen Lösel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Das im Juli entstandene Foto zeigt einen  Hubschrauber, der im Rahmen der Bodenschutzkalkung Magnesiumkalk auf eine Waldgebeit nahe Glashütte in Sachsen streut.

Jürgen Lösel/dpa
  • Helikopterkalkung in Wäldern bei Lahr: Start Montag, 10. August, bis etwa Mitte September.
  • Betroffene Gemarkungen sind Lahr, Kuhbach, Reichenbach, Sulz und Seelbach – teils mit Sperrungen.
  • Ziel ist die Bodenverbesserung auf sauren Standorten, Biotope und Bäche bleiben durch Pufferzonen geschützt.
  • Gesteinsmehl gilt als unbedenklich, doch selten fallen Klümpchen; Staubentwicklung ist möglich.
  • Stadtanteil rund 30.000 Euro, organisiert vom Amt für Waldwirtschaft Ortenaukreis mit weiteren Stellen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Flächen, auf denen die Kalkung stattfindet, befinden sich laut einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung am Altvater, Gießen, Langeck, Schindel, Lauenberg, Bombachtal, Hohberg, Sulzberg und Ernet. Zum Schutz der Waldbesucher besteht dort im Zeitraum der Aktion ein Betretungsverbot. Über eine zeitweise Sperrung der Langenhardstraße wird gesondert informiert.

Die Stadt bittet darum, das Betretungsverbot zu beachten. Das verwendete Gesteinsmehl ist für Menschen zwar absolut unbedenklich, in ganz seltenen Fällen können jedoch kleine Klümpchen vom Kalkungskübel abfallen.

Für Tiere ist das Gesteinsmehl ebenfalls absolut unbedenklich, teilt die Stadtverwaltung im Weiteren mit. Sie empfiehlt jedoch, Bienenkästen vor Beginn der Maßnahme aus dem Wald abzuholen, damit sie nicht von möglicherweise abfallenden Kalkklümpchen beschädigt werden. Außerdem weist sie  Tierhalter darauf hin, dass der Rotorschlag des Helikopters vor allem Pferde beunruhigen kann. Es könnte daher unter Umständen sinnvoll sein, die Tiere zu Flugzeiten im Stall zu belassen oder gegebenenfalls anderweitig unterzubringen.

Die Maßnahme ist mit Staubentwicklung verbunden. Der Helikopter hält jedoch gebührenden Abstand zum Siedlungsraum sowie zu Wiesen und Weiden und wirft den Kalk nahezu metergenau ab, ist der städtischen Mitteilung zu entnehmen. Biotope und Bachläufe im Wald werden ebenfalls nicht beeinträchtigt, da eine Pufferzone um sie herum eingehalten wird.

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Lebensbedingungen für Bodenlebewesen sollen sich verbessern

Die Bodenschutzkalkung basiert auf wissenschaftlichen Grundlagen und findet ausschließlich auf sauren Böden statt. Die menschengemachten Säureeinträge der vergangenen Jahrzehnte wirken sich immer noch negativ auf den Nährstoffhaushalt der Böden und auf die Pflanzengesundheit aus. Das gemahlene Dolomitgestein, das bei der Bodenschutzkalkung ausgebracht wird, wirkt der entstandenen Nährmineralarmut im Waldboden nachhaltig und schonend entgegen.

Der Basenhaushalt, vor allem im Oberboden, regeneriert sich und die biologische Aktivität im Boden erhöht sich. So werden letztlich die Nährstoffe im Boden wieder besser verfügbar für Bäume und Sträucher. Ebenso verbessern sich die Lebensbedingungen für Bodenlebewesen. Gesunde Waldböden in Kombination mit intakten Wäldern erfüllen weitere wichtige Funktionen. Beispielsweise filtern sie Regenwasser und sorgen damit für eine nachhaltige Trinkwasserbereitstellung.

Städtischer Eigenanteil beträgt 30.000 Euro

Die Bodenschutzkalkung wird federführend vom Amt für Waldwirtschaft im Landratsamt Ortenaukreis organisiert. Sie ist mit den zuständigen Behörden für Naturschutz und Wasserwirtschaft, der Stadt Lahr sowie den  Waldeigentümern abgestimmt. Bei den Flächen handelt es sich um 511 Hektar Stadtwald, 145 Hektar Privatwald und 117 Hektar Wald in kirchlichem Besitz.

Die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Bundesland Baden-Württemberg tragen 90 Prozent der Kosten. Bei der Stadt Lahr verbleibt ein Eigenanteil von rund 30.000 Euro. Die Maßnahme ist trotz geltender Haushaltssperre möglich, da die vertraglichen Verpflichtungen schon im vergangenen Jahr geschlossen wurden.

Für Rückfragen stehen das Amt für Waldwirtschaft im Landratsamt Ortenaukreis unter Telefon 0781/8057182 sowie die Abteilung Forst beim Bau- und Gartenbetrieb Lahr unter Telefon 07821/91460 zur Verfügung.