Geschenk von Franz Mack
: Vor dem Ruster Rathaus plätschert wieder der Europa-Brunnen

Lange lag sie im Lager, nun ist sie wieder vor dem Ruster Rathaus zu sehen: Die Wasserstelle, die einst von Franz Mack gespendet wurde, hat ein neues Zuhause.
Von
Sandra Decoux
Rust
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Vertreter der Gemeinde und des Europa-Parks weihten den Europa-Brunnen an seinem neuen Standort ein.

Decoux

Mit einem Festakt hat der Europa-Brunnen nun seinen neuen und zugleich würdigen Platz am gleichnamigen Europa-Platz in Rust gefunden. Das Kunstwerk war im Jahr 2001 ein Geschenk des Ehrenbürgers Franz Mack an die Gemeinde und prägte viele Jahre lang das Bild der Ortsmitte vor dem Rathaus. Mit Beginn der Umbauarbeiten am Verwaltungsgebäude musste der Brunnen jedoch vorübergehend zwischengelagert werden. Nun kehrt er zurück, eingebettet in das neugestaltete Zentrum der Gemeinde.

Musikalisch begleitet von den Klängen der Dixie Band wurde die Familie Mack am Europa-Platz empfangen. Bereits die Namen des Platzes und des Brunnens seien Programm, betonte Bürgermeister Kai- Achim Klare in seiner Ansprache. „Hier wird Europa im Alltag erlebt.“ Unterschiedliche Generationen und Kulturen kämen hier miteinander ins Gespräch und in den Austausch. Mit der neuen Rheingießenhalle, dem erweiterten Schulcampus, den neugestalteten Außenanlagen, dem integrativen Spielplatz und dem Europa-Platz sei ein lebendiger gesellschaftlicher Mittelpunkt entstanden und mit der Rückkehr des Brunnens werde diese städtebauliche Entwicklung nun vollendet.

Roland Mack erinnert an die Beweggründe seines Vaters

Der Bürgermeister verglich den Brunnen mit dem letzten Stein eines Mosaiks: Erst durch dieses Element entfalte das Gesamtbild seine volle Wirkung. Der Europa-Brunnen runde das Ensemble stilvoll ab und sei zugleich ein Geschenk von großem ideellen Wert für die Gemeinde.

Auch Europa-Park-Chef Roland Mack erinnerte bei der feierlichen Taufe des Brunnens mit Sekt an die Beweggründe seines Vaters Franz Mack. Dieser habe den Brunnen einst als sichtbares Zeichen für ein friedliches Miteinander und den Zusammenhalt in Europa gestiftet. „Europa ist für uns ein Konzept“, sagte Mack. Schon seinem Vater sei es ein Anliegen gewesen, Menschen unterschiedlicher Länder zusammenzubringen – etwas, das mit dem Europa-Park auf besondere Weise gelungen sei. Vielfalt sei keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung. Der Brunnen stehe deshalb nicht nur für die Verbundenheit zum Ort, sondern auch für die Verantwortung, Europa zu pflegen, zu bewahren und besonders jungen Menschen näherzubringen. Gerade in einer Zeit voller Krisen sei die europäische Idee wichtiger denn je. „Es gibt keine Alternative zu Europa“, betonte Mack und zeigte sich erfreut darüber, dass der Brunnen nun einen würdigen Platz gefunden habe.

Der Europa-Brunnen plätschert ab sofort auf dem Europa-Platz in Rust vor sich hin.

Foto: Decoux

Entworfen wurde das Kunstwerk von Ulrich Damrau, dem „geistigen Vater“ vieler Ideen des Europa-Parks. Der Bühnenbildner und Theaterarchitekt war ein enger Freund von Franz Mack und prägte als Baumeister der ersten Stunde die Architektur des Parks entscheidend mit. Seine Handschrift findet sich bis heute in zahlreichen Themenbereichen wieder. Mit seiner Interpretation Europas schuf Damrau nicht nur ein abstraktes Kunstwerk, sondern machte die europäische Idee erlebbar, betonte Mack. Der Europa-Brunnen sei weit mehr als ein kunstvolle gestaltetes Bauwerk. Er stehe als Symbol für Zusammenhalt und gemeinsames Handeln.

Info – Die Bedeutung dahinter

Fünf Säulen erheben sich über einer Landkarte Europas und werden von Wasser umspült, das sinnbildlich Grenzen überwindet. Die fünf Säulen stehen dabei für Wirtschaft, Forschung, Ökologie, Kultur und Politik, die Bereiche, die Europa verbinden und gemeinsam tragen.

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