Genehmigung vom Landratsamt: Bau eines Windrads am Lahrer Detschel ist jetzt offiziell abgesegnet

Übergabe der Genehmigung (von links): Lahrs OB Markus Ibert, Katharina Tränkle (Amt für Gewerbeaufsicht und Immissionsschutz), Nikolas Stoermer (Erster Landesbeamter), Teresa Frenssen (Projektleiterin E-Werk Mittelbaden) und Bernhard Palm (Vorstandsvorsitzender E-Werk Mittelbaden)
Würth/Landratsamt- Landratsamt Ortenaukreis erteilte Genehmigung für ein Windrad auf dem Detschel in Lahr.
- Anlage Enercon E-175 EP5: 249,50 Meter hoch, 175 Meter Rotordurchmesser, 6,0 Megawatt.
- Prüfung fokussierte den Luftverkehr – Anpassung der Platzrunde ermöglicht sicheren Betrieb.
- Baustart ist für nächstes Jahr geplant, Inbetriebnahme laut Planung im Oktober 2028.
- E-Werk Mittelbaden plant einen Verbund mit Anlagen auf dem Langenhard und in Ettenheim.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auf dem Detschel in Kippenheimweiler soll die Anlage vom Typ Enercon E-175 EP5 mit einer Gesamthöhe von 249,50 Metern und einem Rotordurchmesser von 175 Metern errichtet werden. Mit einer Nennleistung von 6,0 Megawatt wird sie einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energiewende leisten, wie das Landratsamt Ortenaukreis in einer Pressemitteilung betont. Rechnerisch können damit etwa 4000 Haushalte pro Jahr mit Strom aus erneuerbarer Energie versorgt werden.
Der Genehmigung ging ein vergleichsweise zügiges Verfahren voraus. Erstmals vorgestellt wurde das Vorhaben dem Landratsamt im März 2025, der vollständige Genehmigungsantrag wurde im Januar eingereicht. Wenige Monate später wurde das Verfahren erfolgreich abgeschlossen. Im Mittelpunkt der Prüfung standen besonders die Belange des Luftverkehrs. Gemeinsam mit den Betreibern des Sonderflugplatzes Altdorf-Wallburg und dem Vorhabenträger wurden Lösungen erarbeitet, die sowohl den sicheren Flugbetrieb als auch die Errichtung der Windenergieanlage ermöglichen, heißt es in der Mitteilung. Die Anpassung der sogenannten Platzrunde schaffe hierfür die notwendigen Voraussetzungen.
„Die enge Abstimmung aller Beteiligten hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das Verfahren in vergleichsweise kurzer Zeit abgeschlossen werden konnte. Gerade bei den luftverkehrsrechtlichen Fragestellungen konnten frühzeitig tragfähige Lösungen gefunden werden“, sagt Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter des Ortenaukreises. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im kommenden Jahr beginnen. Die Inbetriebnahme soll laut aktuellen Planungen im Oktober 2028 erfolgen.
„Windkraftanlagen sind ein zentraler Baustein der Energiewende“, betont OB Markus Ibert. „Die Stadt Lahr begrüßt das Vorhaben des E-Werk Mittelbaden, die Erzeugung von Strom aus regenerativen Energien auch auf Lahrer Gemarkung weiter voranzutreiben. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu unserem Ziel, bis zum Jahr 2040 klimaneutrale Kommune zu werden.“
Anlage soll Teil eines größeren Verbunds werden
Aktuell sind die Erfolgschancen für Windkraftanlagen in Mittelgebirgen Süddeutschlands – wie die geplante Anlage auf dem Detschel – sehr gering, informiert das Landratsamt. Sie konkurrieren demnach in der Ausschreibung mit großflächigen Windparks im nord- oder ostdeutschen Flachland, die klare Kostenvorteile aufweisen. Gleichzeitig fehle aber ein leistungsfähiges Übertragungsnetz, das den Windstrom von Nord nach Süd transportiert.
„Die Energiewende kann bundesweit nur gelingen, wenn wir regenerativen Strom dort erzeugen, wo er benötigt wird“, so Bernhard Palm, Vorstandsvorsitzender E-Werk Mittelbaden. „Wir sind mit unseren Planungen in Vorleistung gegangen. Jetzt brauchen wir eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und eine Anpassung der Förderkulisse für Windanlagen im Süden, damit wir unsere Vorhaben umsetzen und den Ausbau der Windenergie in Süddeutschland weiter voranbringen können.“
Die Windkraftanlage soll nach den Planungen des E-Werk Mittelbaden Teil eines größeren Verbunds mit weiteren neuen Anlagen auf dem Langenhard sowie auf Ettenheimer Gemarkung werden. Die bislang einzige Windenergieanlage auf Lahrer Gemarkung ist Teil des Windparks auf dem Langenhard – mit zwei weiteren Anlagen, die sich jedoch auf Seelbacher Gemarkung befinden.
