Für Eltern wird's teurer
: AWO übernimmt die Ferienbetreuung in Kippenheim

Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Erstklässler will die Gemeinde Kippenheim auch in den Oster- und Pfingstferien eine Betreuung anbieten. Das geht nur, indem sie die Organisation aus der Hand gibt.
Von
Jonas Köhler
Kippenheim
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Symbolbild: Grundschülerinnen bei Bastelarbeiten in einem Hort. In Bad Freienwalde sind solche Betreuungsmöglichkeiten Mangelware.

ARCHIV - 29.02.2012, Baden-Württemberg, Mannheim: Grundschülerinnen sind in einem Kinderhort mit Bastelarbeiten beschäftigt. An die Kinderbetreuung in der Kita soll sich nahtlos eine ganztägige Betreuung in der Grundschule anschließen. Dafür soll ein bundesweiter Rechtsanspruch für Grundschüler ab 2025 kommen. (zu dpa "Ganztagsanspruch für Grundschüler ab Schuljahr 2025/2026") Foto: picture alliance / dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Ferienbetreuung in Kippenheim würd künftig nicht mehr von der Gemeinde, sondern von der AWO organisiert.

Uwe Anspach
  • Kippenheim plant Ferienbetreuung in Oster- und Pfingstferien – AWO übernimmt die Organisation.
  • Eltern zahlen künftig 25 Euro pro Tag, da die Betreuungszeit auf sechs Stunden sinkt.
  • Angebot startet nur bei mindestens 20 Anmeldungen; bisher geringe Resonanz in der Umfrage.
  • Bisher organisierte die Gemeinde nur die ersten zwei Sommerferienwochen selbst.
  • Reguläre Betreuung wird umgestellt: AWO ersetzt Aushilfen durch Teilzeitkräfte, Kosten steigen deutlich.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Mit jedem Jahr, leitete Hauptamtsleiterin Sina Schultheiß sein, wächst die Zahl der Schüler, die einen Anspruch auf Ganztagsbetreuung haben. Der Kippenheimer Gemeinderat hat sich daher damit auseinandergesetzt, die Betreuung künftig auch in Oster- und Pfingstferien anzubieten.

Bislang hat die Gemeinde selbst lediglich in den ersten beiden Wochen der Sommerferien ein Betreuungsprogramm organisiert. Dieses nahmen in diesem Sommer 31 (erste Woche) beziehungsweise 20 (zweite Woche) der rund 230 Schüler in Anspruch. Das Personal wurde eigens für dieses Zeitraum akquiriert.

Genau das sieht die Gemeinde laut Beschlussvorlage für Oster- und Pfingstferien aber als schwierig an. Anders als die Sommerferien würden sich diese Zeiten nicht beispielsweise für Schulabgänger anbieten, sich etwas dazu zu verdienen.

Daher hat die Gemeinde Gespräche mit der AWO, die schon während der Schulzeit die Betreuung anbietet, geführt. Das Ergebnis: Sie übernimmt die Betreuung, was die Gemeinde, so Schultheiß, zwischen 6000 und 7000 Euro kosten würde - und damit mehr als zuvor. Die Gemeinde habe daraufhin eine Bedarfsumfrage gestartet, bei der zur Kostenabdeckung ein Anstieg des Elternbeitrags von 16 auf 30 Euro pro Tag vorgemerkt wurde. „Es gingen leider nur 37 Rückmeldungen ein. 16 gaben an, kein Interesse an einer Ferienbetreuung zu haben. Manche Eltern haben per E-Mail gemeldet, dass sie zwar Interesse haben, es aber ihnen zu teuer ist“, berichtete die Hauptamtsleiterin.

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Daraufhin habe man die Zeiten auf sechs Stunden reduziert, um die Kosten zu senken. Neuer Beitrag wird 25 Euro pro Tag sein, wie der Gemeinderat auch beschloss. Ob es in den Oster- und Pfingstferien auch so kommt, ist jedoch fraglich. Die Ferienbetreuung wird erst ab 20 Anmeldungen angeboten, „sonst steht der Aufwand in keinem Verhältnis zu den Kosten“, so Bürgermeister Matthias Gutbrod. Laut der Bedarfsumfrage, wenn auch noch mit den alten Kosten, haben für die zweite Osterferienwoche acht und für die erste Pfingstferienwoche sogar nur fünf Kinder Interesse. Für das laufende Schuljahr werden die Eltern nun gebeten, sich verbindlich anzumelden.

Derweil gibt es auch Änderungen bei der regulären Betreuung: Die Awo stellt von Aushilfen auf fest angestellte Teilzeitkräfte um. Das ist mit mehr als doppelt so hohen Kosten für die Gemeinde verbunden: 78.000 Euro statt 32.000 Euro. „Damit müssen wir umgehen“, so Gutbrod.