Für 15 Millionen Euro
: Neue Sporthalle in Ettenheim muss bis 2029 fertig sein

Auf dem ehemaligen Stückle-Areal in Ettenheim soll eine neue Sporthalle entstehen. Diese muss in drei Jahren fertig sein, weil dann die Herbert-König-Halle saniert wird.
Von
Klaus Schade
Ettenheim
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Auf dieser Fläche – zwischen Schwarzwaldstraße und Bildungszentrum – soll die neue Sporthalle entstehen.

Decoux

Die Stadt Ettenheim hat im Jahr 2015 das ehemalige Stückle-Areal in der Schwarzwaldstraße erworben. Die Zielsetzung war von Anfang an eine öffentliche Nutzung. Zwei Projekte wurden immer wieder genannt: der Bau einer neuen, zusätzlichen Sporthalle und eine große Parklösung nahe der Innenstadt. Der Erwerb wurde damals durch das Sanierungsgebiet gefördert.

Die erfreuliche Förderzusage von 2,32 Millionen Euro (siehe Info) aus dem großen Sportförderprogramm für die Sanierung der Herbert-König-Sporthalle hat nun endgültig den Stein für den Neubau der angedachten Halle ins Rollen gebracht, jetzt allerdings verbunden mit einem gewissen Zeitdruck. Denn um den Start der Sanierung der Herbert-König-Halle innerhalb des vom Förderprogramm vorgegebenen Zeitfensters realisieren zu können, muss die neue Halle in der Schwarzwaldstraße spätestens 2029 betriebsbereit sein. Schließlich brauchen die Sportvereine auch in der Zeit der Sanierung der Herbert-König-Halle ein Dach über dem Kopf. Beim Hallenneubau sollen die 8,6 Millionen Euro aus dem Programm zur Förderung der kommunalen Infrastruktur genutzt werden, über die sich die Stadt freuen kann. Für den Neubau der dreiteiligen Halle geht die Stadt nach den Worten von Bauamtsleiter Markus Schoor mit Kosten im Bereich von 15 Millionen Euro aus.

Besonderes Verfahren soll Planung und Bau einfacher machen

Als Vergabeverfahren stimmte der Gemeinderat in seiner Mai-Sitzung der Empfehlung der Verwaltung zu, den Neubau der Halle im Vergabeverfahren „Bauen und Planen“ in Angriff zu nehmen und damit das Rechtsanwaltsbüro Menold Bezler aus Stuttgart zum Angebotspreis von 317.900 Euro zu beauftragen. Dessen in der Ortenau angesiedeltes Partnerbüro PSB Wasner ist zunächst direkter Ansprechpartner der Stadt. Wie das Verfahren eines solchen Bauvorhabens aufgebaut ist, erläuterte Prokurist Simon Delpi von der Wasner-Niederlassung Offenburg dem Gemeinderat. Dabei werden Planung und Bau der Sporthalle gemeinsam an ein Unternehmen oder ein Bieterteam als Gesamtauftrag vergeben. Wasner konnte als Referenzen mehrere Großprojekte in der Ortenau ausweisen, unter anderem Baumaßnahmen am Ortenau-Klinikum, Fachmarktzentren sowie Baugebiete.

Gemeinderat gibt einstimmig grünes Licht

Im Unterschied zum klassischen Verfahren gebe es dadurch weniger einzelne Verträge, Abstimmungen und Schnittstellen, wie Delpi dem Gemeinderat erläuterte. Ziel ist eine einfachere und schnellere Projektabwicklung bei gleichzeitig höherer Termin- und Kostensicherheit. Beginnend mit einer Art Wettbewerb kristallisiert sich ein Bieterranking heraus, zunächst als Fünfer-Vorauswahl, von denen dann zwei in die endgültige Entscheidung kommen. Auf rund zweieinhalb Jahre sei die Generalterminplanung für die neue Sporthalle ausgelegt, so Delpi. Im Vorfeld würden selbstverständlich die Vorstellungen der späteren Nutzer gesammelt – und auch während des Verfahrens könne die Stadt jederzeit ihre Vorstellungen einbringen, wie Bauamtsleiter Schoor auf Anfrage unserer Redaktion klarstellte. Ein zusätzlicher Vorteil dieser Vorgehensweise sei die Erfahrung, dass die Gesamtkosten in der Regel günstiger ausfallen als bei einem klassischen Verfahren, so Bürgermeister Bruno Metz.

Wie schon der Bauausschuss stimmte auch der Gemeinderat einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung zu. Silke Kabisch (FLE) empfahl, mit Blick auf die eingeplanten Fördergelder das Verfahren stufenweise anzugehen, um jeweils absehen zu können, ob die Fördermittelgeber mit dem von Ettenheim gewählten Verfahren einverstanden sind. Diese Empfehlung schlossen sich sowohl die Verwaltung, der Gemeinderat wie auch Delpi an. Frank Woitzik fand es „großartig, dass die Halle nun gebaut wird.“ Jahrelang habe er als Schulleiter bei der Stadt den Bedarf der Schulen angemahnt.

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