Frust nach vier Jahren: Bürger beklagt Stillstand beim Glasfaserausbau in Neuried

Wann der Glasfaserausbau in Neuried fertiggestellt ist, bleibt weiter unklar.
picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild„Vor genau vier Jahren wurden wir zu einer Infoveranstaltung zur Glasfaser eingeladen – das Ziel: 33 Prozent der Bürger sollten einen Vertrag abschließen, damit wir Glasfaser erhalten“, meldete sich ein Bürger zur Frageviertelstunde in der Gemeinderatssitzung in Neuried zu Wort. Er bemägelte die „fehlende Transparenz“. Seit gut ein einhalb Jahren höre man zu dem Thema nichts mehr. Auf E-Mails an die „Geodesia“ erhalte man keine Antwort. „Meine Frage also: Wann geht es mit dem Ausbau weiter“, so der Bürger verärgert.
Glasfaserausbau sorgt für viel Arbeit bei der Neurieder Verwaltung
Dass der Ausbau nicht voranschreite, stimme nicht, entgegnete Bürgermeister Tobias Uhrich. „Die letzten Monate ist der Ausbau ziemlich gut gelaufen, momentan stockt es zwar wieder ein wenig, aber wir sind dran“, fügte er hinzu. Auch eine fehlende Transparenz erkenne er nicht, würden Informationen an die Bürger immer weitergegeben. „Das Ding kommt, nur wann, das liegt leider nicht in meiner Hand“, betonte Uhrich und machte einmal mehr klar, dass es keinen bestehenden Vertrag gebe. „Wir haben lediglich der Nutzung zugestimmt.“
„Mein Heimatort Dundenheim weiß nichts, die ,Geodesia’ weiß nichts, die Gemeinde weiß nichts – an wen muss man sich denn dann wenden, um Antworten zu erhalten?“, bohrte der Bürger weiter nach. „Ich verstehe den Unmut nur zu gut“, so der Rathauschef und erklärte, dass das Projekt seit Jahren die Verwaltung unfassbar viel Kraft koste – und wahnsinnig viel Arbeit mit sich bringe. „Aber wir haben dadurch auch schon so viel bewegt“, fügte er hinzu.
Lechleiter stellt klar, dass „Geodesia“ lediglich für den Tiefbau zuständig ist
Simon Lechleiter vom Neurieder Bauamt schaltete sich ebenfalls ein. Die Frage ,Wann kommt das Signal’ sei eine Frage, die an ihn zuhauf herangetragen werde – „das können weder wir als Verwaltung noch die ,Geodesia’ beantworten. Das kann einzig und allein die Deutsche Glasfaser“, stellte Lechleiter klar. Denn die „Geodesia“ sei rein für die Tiefbauarbeiten zuständig. Und die Gemeinde wiederum sei dafür zuständig, diese Tiefbauarbeiten zu überprüfen. Und die Zusammenarbeit zwischen „Geodesia“ und der Gemeinde laufe sehr gut. So habe Lechleiter und die Projektleiterin jede Woche ein Treffen, bei dem Bereiche abgenommen werden.