Feuerwehr ist zufrieden: 26. Knoblauchfest lockt am Wochenende 2000 Besucher nach Mahlberg

Nach nur einem Schlag saß der Zapfhahn: Bürgermeister Dietmar Benz (mit Schürze) eröffnete das Fest mit einem Fassanstich.
Masson- 26. Knoblauchfest der Feuerwehr Mahlberg zog am Wochenende rund 2000 Gäste an.
- Bürgermeister Dietmar Benz eröffnete mit Fassanstich – der Zapfhahn saß nach einem Schlag.
- Jede Speise hatte Knoblauchnote, 18 Kilo Zehen wurden von Hand geschält, Knoblauchschnaps inklusive.
- 640 Sitzplätze waren zeitweise komplett belegt, Küche lief an zwei Abenden im Dauerbetrieb.
- Über 50 Helfer arbeiteten in Schichten, die Tradition reicht bis 1975 in Orschweier zurück.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenn zarte Knoblauchdünste vom Mahlberger Feuerwehr-Gerätehaus in die Lüfte wehen, ist klar: Es muss sich wieder um ein weiteres Knoblauchfest der Wehr handeln – so am vorigen Wochenende. Da drehte sich nämlich bei der mittlerweile 26. Auflage alles um die Gewürzknolle.
Dazu hatte Kommandant Thomas Obergföll am Freitagabend zur Eröffnung zahlreiche besondere Gäste begrüßt, darunter neben dem scheidenden Bürgermeister Dietmar Benz als oberstem örtlichen Dienstherren der Feuerwehr auch sämtliche der sich gerade um dessen Nachfolge bewerbenden fünf Kandidaten. Auch vier Feuerwehrkameraden aus der 700 Kilometer entfernten Partnergemeinde Malaucène waren angereist.
Orschweiers Ortsvorsteher Bernd Dosch hatte zwar sein Fassanstich-Zubehör mitgebracht, dieses Mal wagte sich jedoch Benz – früher bisweilen dabei schaumstark fehlgeschlagen – mit Lederschürze frohgemut mal wieder selbst ans Fass.
Und siehe da: Er machte das angekündigte Vorhaben wahr, mit weniger als 30 Schlägen auskommen zu wollen. Benz staunte selbst über sich: Nach nur einem einzigen gezieltem Hammerschlag saß dieses Mal der Hahn sofort dicht.
Jedes Gericht wurde mit einer Knoblauch-Note versehen
Wohltönend eingeleitet hatte das Eröffnungsspektakel der Orschweierer Musikzug mit seinem traditionellen „San Carlo-Marsch“, sodann den prächtig geglückten Fassanstich auch noch mit einem triumphalen „Saint-Triphon“-Marsch extra würdigend.
Alsbald wurden binnen kurzer Zeit sämtliche der 80 aufgestellten Biertischgarnituren mit 640 Sitzplätzen nahezu komplett belegt, ob drinnen in der komplett ausgeräumten Fahrzeughalle, der davor zusätzlich aufgebauten eigenen großen Holzbude oder auch noch auf dem Vorhof im Freien.
Damit waren sämtliche Plätze völlig ausgereizt, denn auf dem kleinen FFW-Gelände musste auch noch eine (mittlerweile feuerwehreigene) aufgeblasene Hüpfburg untergebracht werden – zum jährlichen größten Gaudium insgesamt Hunderter begeisterter Kinder. Dann brummte zwei Abende lang die eigene Küche auf Hochtouren – jetzt glücklicher-weise mit ihrem Platz deutlich vergrößert dank der dafür umfunktionierten angebauten fünften Fahrzeugbox.
Hier wurden am laufenden Band die allesamt mit Knoblauch verfeinerten Gerichte unter die Leute gebracht, vor allem der beliebte Rollbraten und die nicht minder saftigen Steaks mit – natürlich – Aioli-Zugabe. Dazu gab’s wie immer neben Knoblauch-Baguettes auch Knobi-Suppe und gefragte Knoblauch-Knackern als weiterem lukullischen Renner. Genau genommen wurden nur die Pommes knoblauchfrei frittiert.
18 Kilo Knoblauch wurden für das Fest vorbereitet
Wie viel Braten- und Steakmengen vom Grill über die Theke gingen, vermochten die Organisatoren nicht zu verraten. Doch waren es nicht weniger als im vorigen Jahr, nämlich im dreistelligen Kilobereich.
Kein Geheimnis blieb hingegen, dass insgesamt satte 18 Kilo frischer Knoblauchzehen zur weiteren Verarbeitung vorab von Hand geschält worden waren. Traditionell fand sich übrigens im kompletten Getränkeangebot als Spezialität auch ein erneut selbst angesetzter Knoblauchschnaps – dieser war jedoch für hartgesottene Genießer gedacht.
Am folgenden Samstagabend brummte der Feuer-wehr-Betrieb dann gewohnt noch gehöriger. Für gute Töne sorgte hier eine Auswahl des Mahlberger Musikvereins. Auch da wurden die Sitzplätze im Wechsel gleich mehrfach genutzt, so dass sich an den beiden Abenden insgesamt rund 2000 Gäste auch aus der gesamten regionalen Umgebung bei der Mahlberger Feuerwehr eingefunden hatten.
Das Fazit
Kommandant Thomas Obergföll zeigte sich samt Organisationsteam Samstagnachts recht glücklich. Dank mehr als 50 in Schichten eingesetzten Helferkräften samt manchen Familienangehörigen habe man das Knoblauchfest erneut sehr erfolg-reich stemmen können. Die dafür notwendigen Aufbauarbeiten schon seit vorangegangenem Montag an sämtlichen Feierabenden hätten sich gelohnt. Denn: Man wolle ja nicht nur für die Bevölkerung in Ernstfällen da sein, sondern auch gelegentlich mit ihr in Hock-Atmosphäre feiern. Besonders eben mit dem ungebrochen beliebten Knoblauchfest, einst in der früheren Orschweierer Feuerwehrabteilung erfunden. Nämlich 1975 unter der Ägide des kürzlich verstorbenen früheren Abteilungskommandanten Lothar Mutz. Damals war das bis 2008 noch alle zwei Jahre in Orschweier zelebrierte Fest die Parole ausgegeben worden: „Knoblauch fördert die allgemeine Gesundheit!“