Er spielte die Musik von „Star Wars“ ein: Musik-Legende geht in Hausach auf Spurensuche

Paul Leim besuchte auch den Grabstein seines im Jahr 1975 in Hausach gestorbenen Ahnen.
Udo Prange- Der US-Schlagzeuger Paul Leim besuchte Hausach, um seine Familiengeschichte zu erkunden.
- Er suchte Spuren seines Ururgroßonkels gleichen Namens, der in Hausach lebte und starb.
- Das Museum im Herrenhaus unterstützte mit Recherchen und führte die Gäste durch die Stadt.
- Leim ist an mehr als 150 Filmmusiken beteiligt – darunter Star Wars und Dirty Dancing.
- Er zeigte sich gerührt vom Empfang und dankte später für die Gastfreundschaft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Hohen Besuch hatte Hausachs städtisches Museum im Herrenhaus: der amerikanische Schlagzeuger Paul Leim mit seiner Ehefrau Jeanie, das Ehepaar Drexler aus Wackersdorf und der amerikanische Gitarrist Kerry Alan Marx. Organisiert worden war der Besuch von Udo Prange vom Museum im Herrenhaus und Klaus Drexler.
Paul Leim zähltzu den bekanntesten Schlagzeugern der internationalen Musikszene. Er spielte für Künstler wie Lionel Richie, Neil Diamond, Shania Twain, Randy Travis, Tom Jones und Faith Hill. An mehr als 150 Filmmusiken war er beteiligt, darunter Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter und Dirty Dancing. Außerdem trat er mit Orchestern wie dem London Symphony Orchestra und den Berliner Philharmonikern auf. Insgesamt wirkte er bei mehr als 12.000 Liedern und mehr als 2.000 Alben mit, darunter viele Nummer-1-Hits und mit Gold sowie Platin ausgezeichnete Produktionen. Leim wurde auch mehrfach zum Schlagzeuger des Jahres im Bereich Country-Musik gewählt, unter anderem vom Drum!-Magazin und dem Modern Drummer Magazin.
Doch nicht die Musik stand im Mittelpunkt seines Besuchs. Der Musiker suchte nach Spuren seines Ururgroßonkels gleichen Namens, der viele Jahre in Hausach lebte und hier auch starb. Dabei konnte das Museumsteam mit umfangreichen Recherchen und Dokumenten aus seinen digitalen Archiven weiterhelfen.
Paul Leim senior war nach Stationen in Berlin, Freiburg, Oberwolfach und Wolfach 1968 nach Hausach gezogen. Nach langen Dienstjahren als Chef des Anhalter Güterbahnhofs trat er als Oberamtmann in Offenburg in den Ruhestand. Als ehemaliger Eisenbahner hatte er sich wegen der guten Bahnanbindung für Hausach entschieden.
Besonders beeindruckend waren für den amerikanischen Gast Informationen über die außergewöhnliche Lebensgeschichte seines Verwandten: Der 1884 geborene Paul Leim diente im Ersten Weltkrieg als Flieger und wurde mit zahlreichen hohen militärischen Auszeichnungen geehrt, darunter der Orden Pour le Mérite und das Goldene Militär-Verdienstkreuz. Seine Beisetzung auf dem Hausacher Friedhof im April 1975 erfolgte mit militärischen Ehren. Zeitzeugen erinnern sich noch an den letzten Fliegergruß eines Phantom-Verbands des Aufklärungsgeschwaders „Immelmann“, der damals über Hausach flog.
Für die Gäste hatte das Museum laut einer Mitteilung ein umfangreiches Programm vorbereitet: einen Film über Hausach, eine Führung durch das Herrenhausmuseum, Besuch der Dorfkirche, der Erzpoche und des Grabsteins von Paul Leim senior an der Friedhofsmauer. Auch ein Abstecher zur früheren Wohnadresse in der Gerwigstraße stand auf dem Programm – und ein Abschluss im „Käppelehof“.
Als Erinnerung an den Besuch überreichte Melanie Egg, stellvertretende Leiterin des Kultur- und Tourismusbüros, den Gästen Regenschirme mit dem Signet der Stadt Hausach. Das Museum durfte sich im Gegenzug über signierte Trommelstöcke des weltbekannten Schlagzeugers freuen.
Der Besuch hinterließ bei Paul Leim einen tiefen Eindruck. Wie das Museum berichtet, zeigte er sich gerührt von den Erkenntnissen über seine Familiengeschichte und von der Herzlichkeit, mit der die Delegation in Hausach empfangen wurde. In einer späteren Nachricht bedankte er sich ausdrücklich für die Gastfreundschaft: „Es war uns eine Ehre, dort zu sein. Hoffentlich kommen wir wieder und spielen unsere Musik für euch.“