„Brand“ in Schule
: Feuerwehren aus Rust, Ringsheim und Ettenheim meistern knifflige Übung

Im Keller des August-Ruf-Bildungszentrums ist ein Feuer ausgebrochen – das war das Szenario der diesjährigen Gesamtübung in Ettenheim.
Von
Michael Masson
Ettenheim
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Die Feuerwehren Ringsheim, Rust und Ettenheim rückten zum August-Ruf-Bildungszentrum aus, um ihre gemeinsame Gesamtübung zu bewältigen.

Decoux

In Ettenheim stand am vorigen Samstag mit dem August-Ruf-Bildungszentrum (ARB) eine große Schule in Flammen, wenngleich dies nur für eine angesetzte Jahresgesamtübung der Feuerwehren des Südbezirks angenommen wurde. Vorbereitet wurde die regionale Gesamtübung dieses Mal vom Ettenheimer Löschtrupp. Die Übung gelang prächtig, auch wenn sich schon vorab die sonst mit teilnehmenden Wehren von Mahlberg wegen einer just parallel verlaufenden gemeinsamen Abschlussübung mit den Kippenheimer Kameraden ebenso entschuldigt hatten, wie die von Kappel-Grafenhausen wegen eines dort längst geplanten internen Ausfluges.

Dennoch lief die regionale Übung nahezu bilderbuchmäßig ab. Das vorab ausgedachte Spezial-Szenario dazu: In einem Technikraum kommen – wie auch immer – später nach Holzwerk-Unterricht unsachgemäß gelagerte Leinöl-Lappen in Brand. Die Folge: Der entstandene Rauch breitet sich im Schulgebäude aus und löst erwartungsgemäß auch die interne Brandmeldeanlage aus. In wenigen Minuten treffen die ersten Löschfahrzeuge samt Kommandowagen ein und stehen vorläufig noch in einer Wartereihe. Denn nach erster Erkundung der Lage werden sie vom Einsatzleiter Lukas Schaudel (ansonsten stellvertretender Kommandant) gezielt eingewiesen.

Sechs Löschfahrzeuge waren im Einsatz

So positionieren sich dann insgesamt sechs Löschfahrzeuge von Ettenheim mit denen von Münchweier, Wallburg und Ettenheimweiler plus weiteren von Rust und Ringsheim dann gezielt an den Nord- und Südseiten des großen Schulkomplexes.

Derweil läuft längst die stets vorrangige „Menschenrettung“ per Atemschutzträgern auch im Gebäudeinneren, während draußen zwei Drehleitern von Ettenheim und Rust an verschiedenen Fassaden in Position gebracht werden. Dies, um von dort aus jeweils im ersten Stock ausharrende „Schüler“ aus dem Rauch zu retten – natürlich erfolgreich. So wurden zehn Kinder und ein „Lehrer“ gerettet, und die restliche Brandbekämpfung war eher Formsache.

54 Einsatzkräfte nahmen an der Übung teil

Insgesamt waren 54 Einsatzkräfte im Übungseinsatz gewesen, davon 25 unter Atemschutz. Schließlich hieß es dann nach eineinhalb Stunden: „Einsatz beendet!“ Das bedeutet dann allerdings auch, sogleich sämtliche eingesetzten Gerätschaften mitsamt Druckluft-„Rauchverteiber“ wieder einzupacken, einschließlich zahlreich ausgerollter Schläuche – die in diesem Übungsfall glücklicherweise trocken blieben. Bei der anschließenden Führungskräfte-Manöverkritik merkte Jörg Markstrahl von der dazu gerufenen Führungsgruppe Lahr an, das diese im Ernstfalle natürlich im Zweifel etwa erst eine halbe Stunde später einträfe. Sofern sei denen ein vorbereitender schneller Überblick über die Gesamtlage besonders wichtig – wie hier in Ettenheim gegeben. Schön wäre allerdings eine komplette Lagekarte des total weitläufigen schulischen Gebäudekomplexes gewesen, die es dringend bräuchte, monierte Marktstrahl.

Auch das Szenario der Menschenrettung war Teil der Übung.

Foto: Decoux

Das sah auch Lahrs Feuerwehrkommandant Thomas Happerberger nicht anders, angesichts des über Jahre gewachsenem und drum unübersichtlichem Schulgebäude-Komplexes. Da bräuchte es auch dringend einen Feuerwehrplan mit Sektoren- Einteilung.

Ansonsten sei die Gesamtübung mit komplexer Lage sehr gut gelaufen, lobte Happersberger. „Das war ein absolut realistisches Lagebild“, erklärte er. Anschließend durften sich alle FFW-Einsatzkräfte vor ihren Rückfahrten in die jeweiligen Gerätehäuser mit Getränken und heißen Würstchen erquicken.

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