Besucherrekord in Ettenheim
: Freibäder rund um Lahr erleben Saison der Superlative

Seit ein paar Tagen ist es nicht mehr so voll in den Bädern rund um Lahr. Es ist die Ruhe nach dem Sturm – denn auf dem Höhepunkt der Hitzewelle kamen die Besucher in Scharen. Entsprechend liegen die Gästezahlen deutlich über den Vorjahren.
Von
Herbert Schabel
Lahr
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Der Wasserpilz im Nichtschwimmerbecken des Lahrer Terrassenbads erfreut sich großer Beliebtheit.

Der Wasserpilz im Nichtschwimmerbecken des Lahrer Terrassenbads erfreut sich großer Beliebtheit.

Endrik Baublies
  • Freibäder rund um Lahr melden eine Saison mit deutlich mehr Gästen als im Vorjahr.
  • Lahr: 77.629 Besucher bisher; Wasserqualität stabil, Rauchverbot überwiegend akzeptiert.
  • Seelbach liegt vorn: rund 96.000 Gäste, 100.000 wohl in Sicht, Liegewiesen teils braun.
  • Ettenheim stellt Rekord auf: mehr als 95.000 Badegäste, Saison verlief reibungslos.
  • Kippenheim mit 40.000 Besuchern im Plus – Rauchverbot und Betrieb gut gemanagt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Als unsere Redaktion sich am Mittwochvormittag im Lahrer Terrassenbad umsah, konnte man bei bedecktem Himmel und knapp über 20 Grad die Gäste an drei Händen abzählen. Vor wenigen Wochen, bei Dauersonnenschein, hatte es dort noch ganz anders ausgesehen – mit proppenvollen Liegewiesen sowie Platschen und Lachen in den Schwimmbecken. Die Anlage hat eine Saison wie aus dem Bilderbuch erlebt.

Lahr: Im Terrassenbad sind in diesem Sommer bis jetzt 77.629 Besucher gezählt worden – nach 68.714 in der gesamten vergangenen Saison. Wenig verwunderlich, dass die Stadt auf Nachfrage unserer Redaktion eine positive Bilanz zieht. „Unsere Technik ist so dimensioniert, dass sie auch bei sehr hohen Besucherzahlen eine hervorragende Wasserqualität gewährleisten kann. Auch die Aufenthaltsqualität wurde durch die hohen Besucherzahlen nicht wesentlich beeinträchtigt. Unser Gelände ist groß genug, sodass sich die Gäste gut verteilen“, heißt es aus dem Rathaus.Dagegen hätten die Grünflächen unter der anhaltenden Hitze und starken Sonneneinstrahlung gelitten.

Das neue Rauchverbot habe die gute Stimmung auf der Anlage nicht eintrüben können, betont die Verwaltung – denn die Gäste hätten es „grundsätzlich sehr gut akzeptiert“. Viele Besucher mit Glimmstengel würden allerdings noch nichts von der Regeländerung wissen, obwohl sich auf der Anlage mehrere Hinweise darauf finden würden und eigens Raucherzonen ausgewiesen worden seien.

„Wenn wir die Gäste darauf ansprechen, reagieren sie jedoch meist sehr verständnisvoll und halten sich dann an die Vorgaben. Insgesamt haben wir damit bisher gute Erfahrungen gemacht“, so Marion Haid von der städtischen Pressestelle. Der Sommer sei zwar noch nicht zu Ende, „doch die bisherigen Zahlen zeigen bereits deutlich: Wir werden auf eine gute Saison zurückblicken“, betont Haid.

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Seelbach und Ettenheim übertrumpfen Lahr

Gleichwohl wird das Terrassenbad 2026 keinen Besucherrekord mehr aufstellen. Zum Vergleich: 2003 kamen an die 100.000 Menschen ins Bad. Das Jahr wird als „Jahrhundertsommer“ bezeichnet, da es mit einer deutschlandweiten Durchschnittstemperatur von 19,7 Grad der wärmste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen anno 1881 war. Auffällig ist auch, dass das Terarassenbad in Lahr in der bisherigen Saison bei den Besucherzahlen von den kleineren Anlagen in Seelbach und Ettenheim übertrumpft wird – sogar recht deutlich.

Seelbach: Stand Dienstag wurden im Seelbacher Familienbad rund 96.000 Badegäste registriert. „Aller Voraussicht nach werden wir die 100.000-Besucher-Marke knacken. Das wäre ein Besucherrekord in diesem Jahrzehnt“, freut sich der stellvertretende Betriebsleiter Jannes Sattler. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es insgesamt „nur“ rund 81.000 Besucher.

Dank der modernen Wasseraufbereitungsanlage habe man die Wasserqualität auch während der heißen Sommerperiode auf einem konstant hohen Niveau halten können. „Deutliche Auswirkungen hatte die Hitze jedoch auf unsere Liegewiesen. Durch die hohen Temperaturen und die Wasserknappheit sind diese stellenweise braun geworden“, so Sattler. In den vergangenen Jahren sei das nicht so ausgeprägt zu beobachten gewesen.

Mit dem Rauchverbot habe man ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. „Viele Gäste halten sich direkt an die Regelung.“ Auch diejenigen, die man auf die neue Regelung habe hinweisen müssen, hätten verständnisvoll reagiert und die neue Vorschrift akzeptiert. Dazu dürften auch die ausführlichen Hinweisplakate im Bad sowie die drei ausgewiesenen Raucherzonen beigetragen haben, so Sattler.

„Insgesamt ziehen wir eine sehr positive Bilanz. Wir waren personell stets gut aufgestellt und verfügen über ein sehr engagiertes und gut funktionierendes Team“, freut sich Sattler. Es habe auch keine besonderen Vorkommnisse gegeben. „Das Wetter, die hohen Besucherzahlen und vor allem auch unser Team haben in dieser Saison hervorragend mitgespielt“, konstatiert der stellvertretende Betriebsleiter zufrieden.

Ettenheim: Mit den kühleren Temperaturen rückt der Spätsommer näher – wobei auch das Carl-Hermann-Jäger-Freibad eine außergewöhnliche Saison erlebt hat. „Mehr als 95.000 Badegäste haben Abkühlung gesucht und damit für einen neuen Besucherrekord gesorgt“, betont Heike Schillinger von der Stadtverwaltung. Im vergangenen Jahr waren es lediglich rund 50.000 Besucher.

Für das neu aufgestellte Freibadteam um Leiter Emanuele Palladino sei es eine besondere Herausforderung gewesen, den Badebetrieb bei den extremen Temperaturen dieses Sommers zu meistern. Dank des großen Einsatzes aller Beteiligten sei die Saison dennoch absolut reibungslos verlaufen. Der letzte Badetag wird nun Sonntag, 13. September, sein. Bis dahin müssten die Garderoben geleert und mitgebrachte Liegestühle abgeholt werden, heißt es aus dem Rathaus. Alle Besitzer von Saisonkarten werden gebeten, diese gut aufzubewahren, da die Karten im kommenden Jahr problemlos wieder aufgeladen werden können.

Palladino dankt laut der Mitteilung seinen neuen Kollegen Dennis Primas, Lucas Karle sowie dem gesamten Team mit seinen Helferinnen und Helfern. „Ein großes Dankeschön geht auch an alle Badegäste für ihr Kommen, das herzliche Aufnehmen des neues Teams und die tolle Stimmung dieses Sommers“, so Palladino.

Kippenheim: Das privat betriebene Kippenheimer Freibad hatte in dieser Saison bisher 40.000 Besucher – ebenfalls ein deutliches Plus gegenüber 2015, als knapp 30.000 Badegäste kamen. Größere negative Auswirkungen auf den Badebetrieb oder die Wasserqualität habe der heiße Sommer nicht gehabt, so Geschäftsführer Christian Rieger. „Auch an stark besuchten Tagen konnten ein geordneter Betrieb und eine gute Aufenthaltsqualität gewährleistet werden.“

Das Rauchverbot habe man ohne größere Komplikationen umsetzen können, die eingerichtete Raucherzone sei gut angenommen worden. „Zu Beginn war die Umstellung für einige Besucher noch etwas ungewohnt, im weiteren Saisonverlauf hat sich die Regelung jedoch sehr gut eingespielt und wird inzwischen allgemein akzeptiert.“

Insgesamt zieht Rieger eine positive Bilanz: „Es war eine sehr schöne und erfolgreiche Freibadsaison mit einer ausgesprochen guten Resonanz der Badegäste.“

Das Badeverbot im LGS-See ist aufgehoben

Wer sich in Lahr abkühlen will, kann das mittlerweile auch wieder im LGS-See tun. Denn die Stadt hat das Badeverbot aufgehoben, das sie Anfang August verhängt hatte. Die Wasserproben seien inzwischen wieder in der Norm. Alle Grenzwerte werden eingehalten, hat die Verwaltung auf Nachfrage unserer Redaktion mitgeteilt.