Besonderer Einsatz am Wahrzeichen: Flammen bedrohen Mahlberger Schloss, Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Die Mahlberger Feuerwehr musste am Samstagabend zum Schloss ausrücken.
Feuerwehr Mahlberg- Vegetationsbrand am Mahlberger Schloss: Feuerwehr stoppte ein Übergreifen auf das Bauwerk.
- Etwa 150 Quadratmeter brannten entlang der westlichen Schlossmauer, starker Rauch entstand.
- Wasser musste über 250 Meter vom Rathausplatz verlegt werden – nach sieben Minuten begann der Einsatz.
- Nach rund einer Stunde war das Feuer aus, Glutnester wurden mit Wärmebildkamera geprüft.
- Ursache unklar. Mehr Vegetationsbrände gemeldet, oft entlang der B3, laut Feuerwehr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eine riesige Rauchsäule über dem Mahlberger Schloss hat am späten Samstagabend so manchen Bürger der Stauferstadt in große Sorge versetzt. Ein Brand wütete auf etwa 150 Quadratmetern in der Vegetation entlang der westlichen Schlossmauer. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf das Wahrzeichen verhindert werden.
„Ich war auf dem Sportplatz, als ich alarmiert wurde. Schon bei der Anfahrt habe ich an der Rauchsäule und am Flammenschein gesehen: Das ist etwas Ernstes“, schildert Stefan Waldinger, stellvertretender Feuerwehrkommandant, im Gespräch mit unserer Redaktion seine ersten Eindrücke. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass der Funkenschlag in den Kronen der brennenden Pflanzen das über die Mauer hinaus ragende bewohnte Fachwerkhaus bedrohte. „Wir haben gleich auch die Feuerwehr Kippenheim und das Tanklöschfahrzeug aus Lahr mitalarmiert“, so Waldinger.

Der Brand führte zu einer starken Rauchentwicklung.
Feuerwehr MahlbergDie Anspannung hatte ihren Ursprung aber nicht nur in der Angst um das Wahrzeichen - „ein Identifikationsobjekt“, wie Waldinger das Schloss beschreibt - sondern auch in den topografischen Herausforderungen, die ein Einsatz dort mit sich bringt. Denn: „Es gibt am Schloss keinen Hydranten. Wir mussten die Schlauchleitungen vom Rathausplatz dorthin verlegen.“ Etwa 250 Meter habe man das Wasser transportieren müssen. Innerhalb von sieben Minuten konnten die Feuerwehrleute mit den Löscharbeiten beginnen. „Das war schon sehr gut“, befindet Waldinger. Geholfen habe, dass die Kameraden bereits vor einigen Jahren ein ähnliches Szenario geprobt haben.

Die Löscharbeiten von der Schlossmauer aus
Feuerwehr Mahlberg„Nach einer Stunde“, schildert der stellvertretende Kommandant, „war das Feuer aus“. Ein Übergreifen der Flammen konnte verhindert werden. Noch einige Zeit länger als üblich blieben die Einsatzkräfte für die Nachlöscharbeiten vor Ort. Um mögliche Glutnester ausfindig zu machen, war zudem eine Wärmebildkamera im Einsatz. Wie genau es zu dem Brand an dieser Stelle gekommen ist, ist unklar. „Das können wir uns auch nicht wirklich erklären“, sagt Waldinger. Es sei zwar staubtrocken gewesen, doch einen Auslöser haben man nicht finden können. Das sei nun Aufgabe der Polizei. „Es war ein besonderer Einsatz. Wir sind froh, dass er so glimpflich ausging“, sagt Waldinger abschließend.
Immer mehr Vegetationsbrände
Der aktuelle Hitzesommer wirkt sich auf die Zahl der Feuerwehreinsätze aus. Wie Waldinger berichtet, werden die Kameraden regelmäßig zu Vegetationsbränden gerufen, vor allem Flächenbrände an der B3 sind fast an der Tagesordnung. „Da verschicken wir schon gar keine Pressemitteilung mehr“, so der stellvertretende Kommandant. Waldinger vermutet, dass die klimatischen Entwicklungen langfristig dazu führen, dass sich die Feuerwehren neu aufstellen. Und zwar mit mehr Tanklöschfahrzeugen, um auch in abgelegenen Bereichen einen schnellen Start der Löscharbeiten zu gewährleisten.
