Beamte wurden fündig: Zoll nimmt Ortenauer Barbershops und Nagelstudios unter die Lupe

Die Zöllner wurden fündig.
Hauptzollamt Lörrach- Zöllner kontrollierten am Samstag 21 Friseur- und Kosmetikbetriebe in mehreren Kreisen.
- 75 Beschäftigte wurden zu Arbeitsbedingungen befragt, teils auch Unterlagen geprüft.
- Hinweise auf Verstöße: sieben beim Mindestlohn, fünf bei Sozialkassen, sechs ohne Aufenthalt.
- Drei Hinweise auf unrechtmäßige Sozialleistungen – Nachprüfungen laufen.
- Sechs Straf- und neun Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden sofort eingeleitet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Rund 60 Beschäftigte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Lörrach überprüften am Samstag, 26. September, insgesamt 21 Unternehmen der Friseur- und Kosmetikbranche in den Landkreisen Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, im Stadtgebiet Freiburg sowie im Ortenaukreis. Zur Branche zählen auch Barbershops und Nagelstudios, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.
Die Prüfung war Teil einer bundesweit bei 41 Hauptzollämtern zeitgleich vorgenommenen Aktion. 75 in den Geschäften angetroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurden hierzu von den
Zöllnern zu ihren Arbeitsbedingungen befragt. Zum Teil wurde auch bereits Einsicht in die Geschäftsunterlagen der Betriebe genommen, heißt es weiter.
Mehrere Sachverhalte waren nicht stimmig und müssen im Nachgang intensiver überprüft
werden: So gab es in sieben Fällen Hinweise auf Mindestlohnverstöße, der aktuell bei 13,90 Euro brutto je Zeitstunde liegt. In fünf Fällen konnte nicht nachgewiesen werden, dass Beiträge zu den Sozialkassen abgeführt werden. Sechs angetroffene ausländische Mitarbeiter konnten keine
Aufenthaltsbewilligung und Arbeitserlaubnis vorweisen und in drei Fällen folgen die Beamten noch Hinweisen auf einen unrechtmäßigen Bezug von Sozialleistungen. Wegen der mutmaßlichen Vergehen mussten sechs Straf- und neun Ordnungswidrigkeitenverfahren gleich eingeleitet werden, so die Polizei weiter.