Alle drei lassen Federn
: SC Lahr ist in Rielasingen nicht da, nachdem die Konkurrenz patzt

Mit der Niederlage von Auggen und dem Remis von Teningen schien der Spieltag wie gemalt für den SCL. Doch am Sonntag kam alles anders.
Von
Janosch Lübke
Lahr
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Nico Gutjahr (links) und Sören Zehnle(hier gegen Bahlingen auf dem Boden) erlebten in Rielasingen eine negative Überraschung.

Wolfgang Künstle

Verbandsliga: 1. FC Rielasingen-Arlen - SC Lahr 3:1 (1:1). Petro Müller, Sportlicher Leiter des SC Lahr, hatte offenbar eine Ahnung, dass die Kicker von der Dammenmühle am Wochenende von Patzern der Konkurrenz hätten profitieren können.

Vor dem Spiel betonte er im Gespräch mit unserer Redaktion, dass Teningen in Hausen eine ganz komplizierte Aufgabe vor sich habe und Auggen mit dem Derby gegen Wolfenweiler sowieso eine besondere Konstellation.

Nach dem Wochenende ging die Vermutung allerdings nicht gänzlich auf. Wie gedacht patzte Teningen mit einem 1:1 in Hausen und Auggen verlor den Nachbarschaftsvergleich sogar mit 1:2. Nur nutzten die Lahrer, die am Sonntag mit dem Wissen um die Ergebnisse der Konkurrenz in Rielasingen auf den Platz gingen, diese Ausrutscher nicht – und waren mit 1:3 selbst die Verlierer.

Wissen um die Ergebnisse der Konkurrenz spielt keine Rolle

Primus Teningen ist nun sogar auf sechs Punkte enteilt und engster Verfolger ist nun Rielasingen-Arlen, die sich noch fünf Zähler hinter den Lahrern einreihen.

Dass die Lahrer schon vor dem Anstoß in Rielasingen wussten, dass die Konkurrenz Feder gelassen hatte, führt Müller nicht als Grund für die Niederlage an. „Das hatte keinen besonderen Druck und damit dann vielleicht auch eine Lähmung verursacht. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und die Partie hatte insgesamt ein sehr hohes Verbandsliga-Niveau“, so Müller.

Beide Konkurrenten seien auf Augenhöhe gewesen, doch mit der Chancenverwertung hatten die Lahrer – wie schon häufiger – ihre Probleme. „Wenn wir am Ende 3:1 gewinnen, kann sich der Gegner auch nicht beschweren. Aber Rielasingen hat ihre Gelegenheiten dann halt auch besser genutzt“, hält der Sportvorstand der Lahrer fest.

Stürmer für Verteidiger bringt keinen Anschlusstreffer mehr

Dass zwei Gegentore nach Eckbällen fielen – den letzten Gegentreffer fingen sich die Lahrer mit einem Konter, als sie in der Schlussphase schon aufgerückt waren – stimmte den Sportlichen Leiter dann aber doch nicht so positiv, wie die Leistung an sich. „Diese Tore sind schon sehr ärgerlich“, so Müller.

Nach dem Treffer zum 3:1 wurden die Lahrer noch offensiver, als Trainer Sascha Schröder Innenverteidiger Sören Zehnle für Stürmer Nico Schumacher rausnahm. Für ein Anschlusstor und mehr Spannung in der Schlussphase reichte das aber nicht mehr.

Nun muss der SCL gegen Pfullendorf im nächsten Heimspiel nachlegen, um den Anschluss an Platz eins nicht zu verlieren.

SC Lahr: Leptig; Stopp, Sö. Zehnle (83. Schumacher), Fries (83. Naletilic), Bandle, Bross (74. Wirth), Häußermann, Allgaier, Kalt (62. Gießler), Gutjahr, Keita (62. Kaufmann).
Tore: 1:0 Sattler (24.), 1:1 Bandle (41.), 2:1 Schmidtke (71.), 3:1 Sattler (80.).

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