Abgestiegen und ohne Vorsitzende
: Silke Lecher gibt beim FSV Seelbach überraschend ihr Amt ab

Der FSV Seelbach braucht eine neue Vorsitzende: Silke Lecher hat sich nicht mehr zur Wiederwahl gestellt. Sie bemängelte fehlende Wertschätzung.
Von
Zlatka Kiryakova
Seelbach
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Silke Lecherist nicht mehr Vorsitzende des FSV Seelbach.

Kiryakova

Die Überraschung des Abends lieferte die Vorständin für Vereinsführung Silke Lecher. Sichtlich bewegt und „mit schwerem Herzen“ verkündete sie, dass sie nicht zur Wiederwahl antreten würde. In einer kurzen, emotionalen Rede erklärte Lecher die Gründe, die sie zu dieser Entscheidung bewegt haben.

Die erste Frau an der Spitze des Vereins beklagte fehlenden Respekt, fehlende Wertschätzung sowie dass im Hintergrund über sie und nicht mit ihr gesprochen wurde. Es gebe wohl Unstimmigkeiten, sagte sie, das habe sie dazu bewogen, den Posten abzugeben.

Die Bestürzung war allen anzusehen, da nur einige wenige eingeweiht wurden. Michael Heid, Ehrenvorstand, bedauerte den Rücktritt sehr, da er Lecher für äußerst kompetent halte. „Wir sind jetzt in einer schwierigen Situation und müssen so schnell wie möglich diese wichtige Position besetzen, damit wir in die neue Saison ruhig starten können“, äußerte Edgar Hacker, langjähriger Vorsitzender des FSV seine Sorge .

Erfolgreiches Jahr abseits des Platzes

Rückblick: Trotz dieser personellen Wendung und ungeachtet der sportlichen Situation kann der FSV auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Das Sportfest im Juli war gut besucht und mit zahlreichen teilnehmenden Mannschaften ein voller Erfolg. Auch der Katharinenmarkt brachte erfreuliche Einnahmen für die Vereinskasse.

Mike Schnitzler, Vorstand für kaufmännische Angelegenheiten, berichtete von einer stabilen Finanzlage. Besonders erfreulich sei, dass fast alle Sponsoren dem Verein die Treue gehalten hätten. Die komplette Spielerbekleidung wurde durch den Verein – unterstützt von Sponsoren – finanziert.

Ulrich Hoga (von links), Vorstand für technische Angelegenheiten, ehrte Clemens Gür (Ehrenmitglied) und Ruprecht Maier (Ehrenvorsitzender)

Foto: Kiryakova

In den sozialen Medien zeigt der Verein starke Präsenz: Mit rund 28 000 erreichten Konten wurde ein neuer Rekord erzielt. Dies zeuge vom großen Interesse an der Vereinsarbeit. Künftig sollen auch die Sponsoren stärker sichtbar gemacht werden.

Erste Mannschaft landete auf dem letzten Platz

Weniger erfreulich verlief die Saison aus sportlicher Sicht. Die erste Herrenmannschaft belegte den letzten Platz in der Landesliga. Die zweite Mannschaft schloss die Saison als Dritter in der Kreisliga B ab. Die dritte Mannschaft wird zur neuen Saison vom laufenden Spielbetrieb abgemeldet, die Spieler sollen künftig als Reservekader für die zweite Mannschaft zur Verfügung stehen. Trotz einiger Abgänge und eines „dünnen Kaders“ blickt die erste Mannschaft optimistisch auf die neue Spielzeit.

Jugendleiter Alexander Brychy berichtete von der Betreuung von rund 180 Kindern und Jugendlichen. Während die A- und B-Jugend den Klassenerhalt sichern konnten, musste die C-Jugend den Abstieg hinnehmen. Brychy betonte die Notwendigkeit, neue Leitsätze für den Spielbetrieb zu entwickeln und die Disziplin im Jugendbereich weiter zu verbessern.

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