Abfall als Ressource: Sandra Boser und Kai Keune besuchen die Ringsheimer Abfallanlage Kahlenberg

Der stellvertretende Geschäftsführer Georg Person (links) erklärte den beiden Landtagsabgeordneten Sandra Boser und Kai Keune die Abläufe im Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK).
Büro Sandra Boser- Boser und Keune besuchten die Abfallanlage Kahlenberg in Ringsheim – Fokus Kreislaufwirtschaft.
- ZAK zeigt mechanisch-biologische Behandlung, Energiegewinnung aus Deponie- und Biogas.
- Abwärme versorgt die Fernwärme in Ringsheim, Abfälle gelten als Ressource.
- Geplantes Ersatzbrennstoff-Kraftwerk: Rückgewinnung von Phosphor aus Verbrennungsaschen.
- Boser und Keune betonen: Kreislaufwirtschaft stärkt Klima-, Ressourcenschutz und Unabhängigkeit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Blockade der Straße von Hormus und die damit verbundenen Risiken für Energie- und Rohstofflieferketten wie Phosphor für die Düngemittelherstellung zeigen aktuell, wie verletzlich die europäische Wirtschaft gegenüber geopolitischen Krisen ist. Mit Blick auf die europäische und regionale Kreislaufwirtschaftsstrategie informierten sich Sandra Boser, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, und ihr Fraktionskollege Kai Keune, Sprecher für GreenTech und Kreislaufwirtschaft, beim Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) in Ringsheim. Dort wird bereits seit Jahren gezeigt, wie sich Abfälle als wertvolle Ressourcen nutzen lassen. Darüber informiert das Büro von Sandra Boser in einer Pressemitteilung. Im Gespräch mit dem stellvertretenden Geschäftsführer Georg Person und bei einem Rundgang erhielten die Abgeordneten Einblicke in die mechanisch-biologische Abfallbehandlung sowie die energetische und stoffliche Verwertung. Der ZAK nutzt unter anderem Deponie- und Biogas zur Stromerzeugung; die dabei entstehende Abwärme wird für die Fernwärmeversorgung in Ringsheim genutzt.
Besonderes Augenmerk lag auf dem geplanten Ersatzbrennstoff-Kraftwerk. Dort soll perspektivisch Phosphor aus Verbrennungsaschen zurückgewonnen werden. Der Rohstoff ist für die Landwirtschaft unverzichtbar, etwa zur Herstellung von Phosphatdüngern, und wird auch in anderen Bereichen benötigt, beispielsweise bei der Herstellung bestimmter Lebensmittelzusatzstoffe, in der Wasseraufbereitung und in der chemischen Industrie. Gleichzeitig sind die natürlichen Phosphatvorkommen begrenzt und die EU bei der Versorgung stark auf Importe angewiesen. „Der Kahlenberg zeigt, dass Abfall längst nicht mehr nur ein Entsorgungsproblem ist, sondern eine wichtige Rohstoffquelle sein kann“, betonte Boser. „Solche innovativen Lösungen müssen wir weiter voranbringen.“ Keune sieht darin auch eine Aufgabe für die Politik: „Kreislaufwirtschaft verbindet Klima- und Ressourcenschutz mit wirtschaftlicher Unabhängigkeit. Der ZAK zeigt, wie aus regionalen Abfällen Energie und wertvolle Rohstoffe werden können.“