A-Jugend der DJK Ettenheim: “Black Pearls“ wollen mit Teamgeist an die Tabellenspitze

Hohe spielerische Qualität und top Mannschaftsgeist: die A-Jugend der DJK Ettenheim.
DJK EttenheimHandball und Ettenheim – das passt gut zusammen. Seit 2020 setzt die DJK Ettenheim gezielt auf den Juniorinnenhandball. Längst ist daraus eine Erfolgsstory geworden, die bei den B-Juniorinnen im vergangenen Jahr bis in die höchste Spielklasse geführt hat. Entsprechend hoch sind die Erwartungen für die im September startende kommende Spielzeit. Zum Start in die neue Saison hat unsere Redaktion die „Black Pearls“ in Ettenheim besucht und sich ein aktuelles Bild gemacht.
Keine Bundesliga mehr: In der Alterskategorie ging es von der B-Jugend eins nach oben in die A-Jugend, in der Liga dafür eins nach unten. Durfte die letztjährige B-Jugend-Mannschaft unter Trainer Wolfgang Ehrler letztes Jahr noch Bundesligaluft schnuppern, spielen sie ab September „nur noch“ in der Regionalliga.
Der Teamgeist lebt: Viele Spielerinnen kennen sich aus der Heimschule und sind seit vielen Jahren befreundet. Einige spielen schon seit der E-Jugend zusammen Handball. „Alle ziehen an einem Strang“, sagt Laura Braun aus Kürzell. Das Klima in der Mannschaft sei etwas Besonderes – geprägt von Teamgeist und Zusammenhalt, sagt Braun: „Streit oder Reibereien gibt es bei uns nicht.“ Das starke Mannschaftsgefüge sorgt dafür, dass einige Akteurinnen weite Wege auf sich nehmen. Mila Elger kommt aus Alpirsbach und Anna Esslinger aus Gutach. Bei vier Trainingseinheiten pro Woche bleibt kaum Zeit für andere Aktivitäten. Bis zu vier Stunden sind die Spielerinnen aus den Tiefen des Schwarzwalds für ein einziges Training unterwegs. Hinzu kommt der schulische Druck. Einige Spielerinnen haben gerade ihr Abitur hinter sich, auf die anderen kommt es in diesem Jahr zu. Am Trainingspensum ändert das nichts. „Anders geht es auf diesem Niveau nicht“, sagt Jugendleiter und Co-Trainer Stefan Rieder knapp.

Saisonziel: Mindestens Zweiter.
Foto: DJK EttenheimZukunftsperspektiven: Die DJK Ettenheim zählt zu den besten Ausbildungsvereinen in ganz Baden-Württemberg und bietet eine ideale Plattform, um sich für die Bundesliga zu empfehlen. Fast alle Spielerinnen gehen jetzt in ihr erstes A-Jugend-Jahr. In spätestens zwei Jahren spielen sie bei den Aktiven mit und dann wird sich zeigen, wie weit nach oben ihr Talent sie bringt. Dass sie sich eine Karriere in der Bundesliga vorstellen können, bekennen alle Spielerinnen ohne Zögern. Vor allem Spielführerin Katlyn Reymann ist vom Leistungssport nicht mehr weit entfernt. Bereits zwei Länderspiele hat sie absolviert, nun wurde sie wieder in den erlauchten Kreis der Nationalmannschaft eingeladen. Beim European Young Olympic Festival (EYOF) in der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje soll die Jugend an Olympia herangeführt werden. Reymann war dort für die U17- Handball-Nationalmannschaft am Start – und war extrem erfolgreich: Team Deutschland holte die Goldmedaille. Mit einem Doppelspielrecht ist Reymann in der kommenden Runde auch beim TuS Schutterwald in der dritten Liga am Ball.
Verletzungspech und kleiner Kader: Handball ist eine robuste Sportart. Das jahrelange intensive Spiel geht zwangsläufig irgendwann auf die Gelenke. Immer wieder kommt es zu ernsthaften Verletzungen, die den ohnehin knapp besetzten Kader zusätzlich fordern. So hatte es in der zweiten Hälfte der abgelaufenen Saison die Herbolzheimerin Emilia Stubert erwischt. Ohne die Führungsspielerin ging der Mannschaft zum Schluss der Meisterrunde etwas der Saft aus. Rieder betont, dass das Team zwar stark besetzt sei, aber in der Breite eigentlich besser aufgestellt sein müsste, um auf diesem Niveau dauerhaft konstant zu spielen. Mit Alisa Wild und und Antonia Wagner gibt es zur neuen Runde zwei Verstärkungen. Trotzdem ist der Kader auch in der neuen Saison nicht breit aufgestellt. Das hatte bereits spürbare Folgen: Die Mannschaft hat zwar laut Rieder durchaus das Zeug für die Bundesliga, schaffte aber die Qualifikation nicht.
So startet die neue Saison
Das erste Spiel der DJK-A-Jugend wird am 21. September auswärts stattfinden. In der Woche darauf, voraussichtlich am Sonntag, 28. September, spielen die „Black Pearls“ zuhause gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach – wie immer in der Herbert König-Halle.