700 Besucher in Friesenheim
: Sinfonisches Blasorchester verabschiedet seinen Dirigenten

Selten war die Sternenberghalle so gut gefüllt – bei einem Konzertabend zu Allerheiligen stand Dirigent Rüdiger Müller nach 21 Jahren zum letzten Mal auf der Bühne.
Von
Christine Bohnert-Seidel
Friesenheim
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Das sinfonische Blasorchester

Bohnert-Seidel
  • In Friesenheim verabschiedete das Verbandsblasorchester Ortenau seinen Dirigenten Rüdiger Müller.
  • Rund 700 Gäste erlebten zu Allerheiligen ein gefeiertes Konzert mit zeitgenössischen Werken.
  • Das Orchester vereint rund 100 Instrumente, die Musiker kommen aus gut 40 Musikvereinen.
  • Bejubelt wurde jedes Stück – besonders „Arabesque“ von Samuel R. Hazo.
  • Wechsel am Pult: Seit dem 1. November dirigiert Sebastian Lastein das Orchester.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Enthusiastischen Beifall und großen Jubel erntete das Sinfonische Verbandsblasorchester Ortenau am Sonntagabend mit seinem Konzertabend zu Allerheiligen. Dirigent Rüdiger Müller zog mit seinem Orchester alle Register und manövrierte seine Musiker zur Höchstleistung der musikalischen Interpretation von zeitgenössischen Werken.

Nach sieben Werken von Shuhei Tamura bis Christina Huss oder Jodie Blackshaw sowie zwei Zugaben ließ sich das Orchester mit seinem Dirigenten feiern. Bejubelt wurde vom Publikum jedes Werk, insbesondere „Arabesque“ von Samuel R. Hazo.

Musiker kommen aus 40 Vereinen

Von Beginn an ist der gewaltige Orchesterklang und das Können jedes einzelnen Musikers zu hören. Mitgenommen wurden die Gäste auf eine Reise durch die Interpretationen von zeitgenössischen Komponisten. Bruno Löffler, Präsident des Blasmusikverbands Ortenau, begrüßte die gut 700 Gäste, die aus der gesamten Ortenau zum Konzertabend gekommen sind. Seit 21 Jahren gibt hier Dirigent Rüdiger Müller einen Konzertabend mit dem Sinfonischen Verbandsblasorchester Ortenau.

Dirigent Rüdiger Müller verabschiedete sich an diesem Abend. Bereits im vergangenen Jahr hat er seinen Rückzug nach 21 Jahren angekündigt. Gegründet wurde das Orchester als „Sinfonisches Jugendverbandsblasorchester“. Seit 2023 zählen zum Orchester auch leistungsstarke Musiker aus den Musikvereinen der Ortenau. Aus gut 40 Musikvereinen haben Musiker mitgespielt. Jung geblieben sind der Sound und der Altersdurchschnitt.

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Die Blasmusik bewegte mit viel Schwung und Dichte die Klangwelt von 100 Instrumenten. Komplex bleibt wieder die Ausdrucksstärke, die das Blasorchester in der Sinfonie zu erkennen gibt. Dem Publikum bescherten die Musiker einen unvergesslichen Abend in einer Klangwelt, die mit einem Sonnengruß „Sun Salutation“ von Shuhai Tamura beginnt.

Wer gekommen ist, wurde Zeuge einer gewaltigen Leistung. Dabei trifft sich das Sinfonische Verbandsblasorchester Ortenau nur einige Wochen zu Proben, um einen Abend mit der Kraft von Musik aus den Angeln zu heben. Die Musik lässt sich nur schwer vergleichen. Rüdiger Müller und sein Orchester interpretieren die zeitgenössischen Werke auf einzigartige Weise.

Bruno Löffler (links), Präsident des Blasmusikverbands Ortenau, verabschiedet Dirigent Rüdiger Müller.

Bruno Löffler (links), Präsident des Blasmusikverbands Ortenau, verabschiedete Dirigent Rüdiger Müller.

Bohnert-Seidel

Bruno Löffler, Präsident des Blasmusikverbands, verabschiedete Rüdiger Müller mit großem Dank und lobte dessen herzliche und menschliche Art. „Rüdiger Müller gelang es, aus jedem Einzelnen das Beste herauszuholen“, so Löffler.

Wichtige Meilensteine, neben den Konzertabenden immer an Allerheiligen, skizzierten das Orchester mit Konzertreisen in die USA und Kanada. Entstanden sei das Sinfonische Verbandsblasorchester aus einer Idee mit Mathias Katzmann. Wichtig war dabei auch die Integration des Orchesters in den Blasmusikverband Ortenau und die Öffnung für alle Altersklassen. „Mit Rüdiger Müller und dem Orchester wurden grandiose Konzerte erlebbar“, lobte Löffler.

Der Abschied fiel ihm schwerer als gedacht

Prompt nach der Würdigung ist ein Bläserensemble aufgestanden und dankte Rüdiger Müller mit dem Stück „Thank You For The Music.“ Aber auch Rüdiger Müller ging nicht ohne Worte vom Dirigentenpult. Er betonte: „Der Abschied fällt mir schwerer als gedacht.“ Er denke an viele Menschen, Erlebnisse, das gemeinsame Lachen – einfach nur an gemeinsame Erlebnisse. „Das Sinfonische Verbandsblasorchester ist vielmehr als nur ein Dirigentenpult und Partituren. Es ist ein Herzensprojekt mit Leidenschaft und Begeisterung. Es war mir eine große Ehre, dieses Orchester als Dirigent leiten zu dürfen“, so Müller.

Wechsel am Dirigentenpult

Seit dem 1. November ist Sebastian Lastein als neuer Dirigent des Sinfonischen Verbandsblasorchesters Ortenau im Einsatz.