38,8 Grad: Juli verabschiedete sich mit einem Hitze-Rekord von der südlichen Ortenau

Der Sommer hat seine Spuren hinterlassen: Vom typischen satten Grün auf vielen Wiesen kaum noch etwas zu erkennen.
Ohnemus- Juli in Südbaden war sehr trocken und heiß – vierter Monat in Folge mit zu wenig Regen.
- Im Münstertal fielen 20,7 Liter Niederschlag, üblich wären 116 Liter; nur fünf Regentage.
- Hünersedel meldete 9,6 Liter, normal sind 127 Liter; 2014 wurden dort 324 Liter erreicht.
- Monatsmittel 22,8 Grad, Abweichung 3,8 Grad; 30 Sommertage, 17 heiße Tage über 30 Grad.
- Hitzerekord: 38,8 Grad am 30. Juli in Münstertal; Hünersedel erstmals 35 Grad erreicht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auch im Juli setzte sich die ungewöhnliche trockene und heiße Witterung weitgehend in Südbaden fort: Es war der vierte Monat in Folge mit viel zu wenig Niederschlag. Laut Aufzeichnungen der Wetterstation Ettenheimmünster gab es im Münstertal in den ersten sieben Monaten im Jahr noch niemals so wenig Regen.
An gerade mal fünf Tagen fiel im Juli messbarer Niederschlag. Nur am 18. Juli wurde die Zehn-Liter-Marke überschritten mit einer Tagesmenge von 12,6 Litern. Am Monatsende waren es dann magere 20,7 Gesamtliter (18 Prozent) für den Monat Juli. Üblich wären 116 Liter. Der bislang trockenste Juli seit 40 Jahren stammt aus dem Jahr 2022 mit 24,8 Gesamtliter. Noch trockener zeigte sich der Juli auf der Höhe des Hünersedels. Da fielen nur rekordverdächtige 9,6 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter. Ganze sieben Prozent der normalen Niederschlagsmenge (127 Liter) waren es bis zum Monatsende – kein Vergleich zum Jahr 2014, da prasselten im Juli gewaltige 324 Liter Regen auf der Bergstation Hünersedel vom Himmel.
Mit einer Monatsmitteltemperatur von 22,8 Grad verabschiedete sich der zweite Sommermonat deutlich zu warm. Die Abweichung betrug beachtliche 3,8 Grad. Nur im Jahr 2006 war der Juli mit einer Mitteltemperatur von 23,2 Grad noch etwas wärmer. Der vergangene Monat brachte es auf rekordverdächtige 30 Sommertage mit Temperaturen von mehr als 25 Grad.
An 17 Tagen hatte es mehr als 30 Grad im Schatten
Heiße Tage mit mehr als 30 Grad im Schatten verbuchte die Wetterstation an 17 Tagen im Tal. Mit 38,8 Grad am 30. Juli wurde im Münstertal ein neuer Hitzerekord für den Juli aufgestellt. Sogar auf den Höhen des Hünersedels in 700 Meter Höhe wurde zum ersten Mal seit Messbeginn die Wüstenmarke von 35 Grad geknackt.
Im Juli machte die Sonne fast 80 Überstunden. Das Zentralgestirn schien insgesamt 336,2 Stunden (130 Prozent). Sonnentage mit mehr als zehn Stunden Sonne gab es an insgesamt 18 Tagen. Am längsten strahlte sie am 4. Juli mit bis zu 14,2 Stunden. Den bislang sonnigsten Juli der vergangenen 33 Jahre gab es im Jahr 2022 mit 349 Sonnenstunden. Der trübste Juli stammt aus dem Jahr 1998 mit mageren 190 Gesamtstunden.
Gewitter mit Blitz und Donner zogen an fünf Tagen über das Münstertal. Der Wind blies an einigen Tagen recht frisch bis stark durch die Region. An sechs Tagen wurden Spitzenböen von über 39 Kilometern pro Stunde erreicht. Am windigsten war es am 31. Juli. Bei einem Gewitter traten Böen bis zu 51 Stundenkilometer auf. Auf dem Hünersedelturm erreichte der Wind an 14 Tagen die Stärke sechs und an zwei Tagen gab es stürmischer Wind von mehr als 62 Kilometern pro Stunde. Am 14. Juli lag der Spitzenwert bei 70 Stundenkilometern.