160 Fotografien
: Thomas Dees stellt seinen neuen Bildband zum historischen Ettenheim vor

Der Autor präsentierte Bürgermeister Bruno Metz sein neues Buch „Ettenheim – eine bewegende Bilderreise in die 50er bis 70er Jahre“. Dabei verewigte er die Menschen, deren Alltag und besondere Ereignisse zur damaligen Zeit.
Von
red/st
Ettenheim
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Thomas Dees (links) präsentierte Bürgermeister Bruno Metz seinen neuen Bilderband.

Thomas Dees (links) präsentierte Bürgermeister Bruno Metz seinen neuen Bilderband.

Stadt Ettenheim
  • Neuer Bildband: Thomas Dees zeigt Ettenheim in den 1950er- bis 1970er-Jahren.
  • Grundlage sind rund 160 meist unveröffentlichte Fotos aus dem Nachlass von Martha Oehler.
  • Die Bilder dokumentieren Stadtbild, Alltag, Vereine und prägende Ereignisse wie Brand und Hochwasser.
  • Entstanden mit Unterstützung von Ettenheimer Zeitzeugen, Digitalisierung durch Dr. Jörg Sieger.
  • Erhältlich im Buchhandel, u. a. in Ettenheim, Preis 24,99 Euro.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ettenheim von einst entdecken, Erinnerungen wachrufen und längst vergangene Zeiten wieder lebendig werden lassen: Mit seinem neuen Buch „Ettenheim – eine bewegende Bilderreise in die 50er bis 70er Jahre“ lädt Thomas Dees zu einer Zeitreise durch die Stadtgeschichte ein. Vor der Veröffentlichung stellte der Autor laut Mitteilung seinen neuen Bildband Bürgermeister Bruno Metz vor und gab ihm damit einen Einblick in die fotografischen Schätze, die das Leben in Ettenheim vor mehreren Jahrzehnten dokumentieren.

Die Idee zu dem Buch entstand aus einer besonderen Verbindung von historischem Interesse, glücklichen Zufällen und einem außergewöhnlichen fotografischen Nachlass. Der Sutton Verlag war auf Thomas Dees zugekommen, nachdem der Verlag viele Jahre zuvor bereits einen Bildband von Bernhard Uttenweiler über Ettenheim veröffentlicht hatte, der inzwischen vergriffen ist. Zeitgleich beschäftigte sich Thomas Dees mit dem umfangreichen fotografischen Nachlass der Ettenheimer Fotografin Martha Oehler (1921–2005) und bereitete die Ausstellung „Bitte lächeln“ vor, die während des Martinimarkts 2024 im Rathaus zu sehen war. Aus der Anfrage des Verlags entstand die Idee, die wertvollen Bilddokumente in einem neuen Buch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Martha Oehler hielt über Jahrzehnte hinweg das Leben in Ettenheim mit ihrer Kamera fest. Ihr Fotostudio im Unteren Tor war lange Zeit ein fester Bestandteil des Stadtbildes. Bereits ihr Vater Richard hatte das Fotogeschäft geführt. Aus dieser fotografischen Tradition erwuchs eine beeindruckende Sammlung von mehr als 40.000 Bildern, die heute einen wertvollen Schatz für die Stadtgeschichte darstellt.

Bilderband umfasst 160 Fotografien

Thomas Dees präsentiert in seinem neuen Bildband rund 160 ausgewählte, zumeist unveröffentlichte Fotografien aus diesem einzigartigen Bestand. Die Aufnahmen dokumentieren nicht nur das Aussehen der Stadt in den 1950er- bis 1970er-Jahren, sondern erzählen vor allem Geschichten über die Menschen, ihren Alltag und das Zusammenleben in Ettenheim. Die historischen Fotografien führen zurück in eine Zeit, in der Pferdefuhrwerke noch zum Straßenbild gehörten, landwirtschaftliche Betriebe die Umgebung prägten und Handwerk, Handel und Gewerbe das wirtschaftliche Leben bestimmten. Sie zeigen vertraute Straßen und Plätze, Geschäfte und Betriebe, Schulen, Kirchen und Vereine. Auch Veranstaltungen, gesellschaftliche Ereignisse und das rege Vereinsleben finden ihren Platz.

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Manche Bilder dürften bei älteren Ettenheimern sofort Erinnerungen wecken: an bekannte Persönlichkeiten, frühere Arbeitsstätten, traditionelle Feste oder den Alltag einer Stadt, die sich seitdem stark verändert hat. Andere Aufnahmen erzählen von Ereignissen, die sich tief in das kollektive Gedächtnis eingebrannt haben – etwa vom Brand des Franzosenlagers oder von einem schweren Hochwasser. Auch das einstige „Bähnli“ nach Orschweier und die bekannte Jungviehweide gehören zu den Motiven, die ein Stück vergangener Lebenswirklichkeit zurückbringen.

Geschichten über Menschen und ihren Alltag

Für jüngere Menschen und Zugezogene eröffnet sich dagegen ein überraschender Blick auf ihre heutige Heimatstadt. Wie sah Ettenheim vor 60 oder 70 Jahren aus? Welche Geschäfte prägten die Innenstadt? Wie wurde gearbeitet, gefeiert und die Freizeit gestaltet? Der Bildband gibt darauf anschauliche Antworten und macht Geschichte unmittelbar erfahrbar.

Die Auswahl aus der riesigen Fotosammlung war für Thomas Dees keine leichte Aufgabe. Bei der Sichtung und Beschriftung der Bilder konnte er auf die Unterstützung einer Gruppe langjähriger Ettenheimerinnen und Ettenheimer zählen, die ihr Wissen und ihre persönlichen Erinnerungen einbrachten. Dabei wurde deutlich, wie viel Geschichte in den einzelnen Aufnahmen steckt und wie unterschiedlich die Menschen auf die Motive reagieren.

Dass dieser fotografische Schatz erhalten blieb, ist mehreren Menschen zu verdanken. Martha Oehler überließ ihre umfangreiche Sammlung Edda Brossmer, die den wertvollen Nachlass schließlich der Stadt Ettenheim schenkte. Einen wichtigen Beitrag leistete Dr. Jörg Sieger, der das gesamte Bildarchiv digitalisierte und damit die Grundlage für die weitere Aufarbeitung schuf.

Mit „Ettenheim – eine bewegende Bilderreise in die 50er bis 70er Jahre“ ist ein Bildband entstanden, der weit mehr ist als eine Sammlung historischer Fotografien. Er bewahrt Erinnerungen, dokumentiert den Wandel der Stadt und verbindet Generationen durch gemeinsame Geschichte. Ein Buch zum Entdecken, zum Erzählen und zum Wiedererkennen – und zugleich eine schöne Geschenkidee für alle, die Ettenheim verbunden sind, betont die Stadtverwaltung abschließend.

Zum Buch

Der zusammengestellte Bildband ist ab sofort im Buchhandel erhältlich, unter anderem bei der Buchhandlung Machleid und Schreibwaren Burger in Ettenheim sowie über alle gängigen Verkaufsplattformen. Der Preis beträgt 24,99 Euro.