150 Spieler im Turnier
: Lahr wird zur großen Bühne für Volleyball-Talente

Die VSG Kippenheim-Lahr ist vom 1. bis zum 3. Mai erstmals Ausrichter des Bezirkskadervergleichs im Volleyball. Rund 150 Spieler werden erwartet.
Von
Janosch Lübke
Lahr
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Die Volleyballer der VSG Kippenheim-Lahr beim Block.

Verein

Von Lahr aus in die weite Welt des Volleyballs – so könnte der Weg für einige auserwählte Talente verlaufen, wenn sie es schaffen, vom 1. bis 3. Mai, die Trainer von sich zu überzeugen. Wenn die VSG Kippenheim-Lahr erstmals den Bezirkskadervergleich im Hallensportzentrum veranstaltet, sind rund 150 junge Sportler dabei und viele fachkundige Blicke richten sich auf die Nachwuchsvolleyballer.

„Bis hin zu den Landes- und Stützpunkttrainern ist viel Fachpublikum dabei. Der nächste Schritt wäre der Verbandskader. 2027 findet dann ein Bundespokal statt. Das schaut sich dann auch der Bundestrainer an. Die Spieler, die hier für höhere Aufgabe berufen werden, könnten dann schon Teil der Nationalmannschaft werden“, erklärt Gerhard Seemann im Gespräch mit unserer Redaktion.

Er ist Volleyballtrainer der VSG Kippenheim-Lahr und an den Sichtungstagen Bezirkstrainer der Südbaden-West-Auswahl.

Ivo Mihiv und Paul Marker hoffen auf den Durchbruch

„Unser Gebiet erstreckt sich südlich von Weil bis nach Offenburg. Wir gehören zu den zwei männlichen Auswahlen aus Südbaden, die beim Turnier dabei sein werden. Nordbaden schickt ebenfalls zwei Teams und Württemberg noch einmal vier. Das Gleiche gibt es noch einmal bei der weiblichen Jugend, weshalb 16 Teams im Hallensportzentrum im Wettbewerb sind“, so Seemann.

In der Auswahl sind auch zwei Lokalmatadoren: Ivo Mihiv und Paul Marker sind im Jahrgang 2013 für die VSG am Ball. Sie könnten eines Tages Volleyballprofis werden – und damit den noch sehr jungen Verein stolz machen. „Wir wurden erst vor drei Jahren gegründet. Lahr hatte vorher wenig Struktur und Kippenheim wenig Jugend für Volleyball. Jetzt ernten wir beim Bezirkskadervergleich die ersten Früchte unserer Jugendarbeit“, freut sich Seemann.

Marker und Mihiv können trotz der bisher kurzen Vereinsgeschichte schon sportliche Vorbilder im eigenen Klub finden. „Unsere erste Herren ist in der Verbandsliga auf Platz zwei gelandet und könnte, wenn der Meister nicht aufsteigt, noch nachrücken. Ob das so kommt, wird gerade vom Verband geprüft. Unsere Damen sind in der Landesliga auf dem vierten Platz gelandet“, berichtet Seemann. In der VSG gibt es zudem Spieler, die schon höherklassig zum Volleyball gegriffen haben. „Mit Jonathan Thiem haben wir einen ehemaligen Drittligaspieler in unseren Reihen. Er war bei der BEG United, der Spielgemeinschaft der Vereine TV Breisach, TB Emmendingen und SV Gündlingen. Und an unserem Zuspieler hat ein Drittligist interesse“, sagt Seemann. An solchen Volleyballern können sich die Talente orientieren.

Seemann sieht für sein Team bei der Sichtung gute Erfolgschancen. „In anderen Spielserien dieses Jahr waren wir schon zwei Mal auf Platz eins – und das gegen die Konkurrenten, die wir jetzt in Lahr wiedersehen“, so Seemann.

Sportart erhält in der Region Zulauf

Der Trainer hält für die Entwicklung seiner Sportart in der Region fest: „Im Bereich Lahr und Kippenheim stehen wir als Verein noch etwas alleine da. Aber Volleyball erfährt hier Zulauf.“ Der VC Offenburg setze als bekanntester Klub der Region immer mehr auf die eigene Jugend und auch bei der VSG soll die Durchlässigkeit von den Junioren zu den Herren und Damen noch größer werden. „Bei unseren ersten Herren stehen immer drei Jugendliche mit auf dem Feld“, hält Seemann fest.

„Die Kosten für die langen Auswärtsfahrten sind allerdings ordentlich. In der Oberliga bräuchten wir auch externe Schiedsrichter, die deutlich mehr kosten würden. Wir versuchen, unsere Sponsoren noch mehr einzubinden – aber aus finanziellen Gründen mussten wir den Spielbetrieb noch nie in Frage stellen“, erläutert der Volleyball-Coach abschließend.

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